Wildenberg

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Wildenberg
Das Wappen von Wildenberg


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Kelheim
Höhe: 430 m
Fläche: 18,13 km²
Einwohner: 1.323 (30. Juni 2011)
Postleitzahl: 93359
Vorwahl: 09444
Kfz-Kennzeichen: KEH
Website: www.wildenberg.de
Erste Bürgermeisterin: Marion Schwenzl (Gemeindewohl/Freie Wähler)

Wildenberg ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Kelheim und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Siegenburg.

Lage

Wildenberg liegt in der Hallertau knapp 2 Kilometer von der Bundesautobahn 93 entfernt an der Staatsstraße 2642. Die Bundesstraße 299 führt fast unmittelbar am Ort vorbei.

Schloss Wildenberg

Ortsteile

Ortsteile sind Eschenhart, Irlach, Pürkwang, Schweinbach, Wildenberg und Willersdorf.

Geschichte

Während Pürkwang bereits im 8. Jahrhundert urkundlich erwähnt wird, beginnt die Geschichte Wildenbergs erst mit der Erbauung seiner Burg. Die ursprüngliche Burg Wildenberg stand zwei Kilometer östlich des heutigen Schlosses am Fuße des Brautlackerberges. Um 1148 erbaut, fiel sie bereits 1203/1204 einem Brand zum Opfer.

1271 erhielt Hänslinus Ebran von Lauterbach durch einen Tausch- und Lehensvertrag mit Bischof Leo von Regensburg die Hofmark Pürkwang als Lehen und schuf durch Hinzunahme nahegelegener kleinerer Hofmarken und Ortschaften die größere Hofmark Wildenberg, die mit geringen Abweichungen dem heutigen Gemeindegebiet entspricht. Das heute vorhandene Schloss Wildenberg erbaute Hänslinus Ebran von Lauterbach im Jahr 1272.

Ritter Hans Ebran von Wildenberg stiftete 1462 aus Dankbarkeit, daß er siegreich und gesund aus einem Krieg heimkehrte, zuerst eine Glocke für das alte Gotteshaus und veranlaßte dann den Neubau der Kirche in Pürkwang. Mehr als drei Jahrhunderte übten die Ebranen in über zehn Geschlechterfolgen die Grundherrschaft über die Hofmark Wildenberg aus, bis dieses Rittergeschlecht mit dem Tode Johann Heinrich Ebrans erlosch. Pfleger und Pflegsverwalter traten an seine Stelle.

Während des Dreißigjährigen Krieges verwüsteten 1632 schwedische Truppen die Hofmark. Auf den Krieg folgte die Pest. Bis zur Säkularisation im Jahr 1803 blieb die Hofmark im Besitz des Hochstifts Regensburg. Mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818 entstand die Gemeinde Wildenberg. Pürkwang und Wildenberg sind heute zusammengewachsen.

Gemeindewappen

Das seit 1970 geführte Wappen ist im Zinnenschnitt schräg geteilt von Silber und Blau. Unten befindet sich ein silbernes Schildchen mit einem durchgehenden blauen Andreaskreuz.

Die Zinnenschrägteilung bildet die Grundlage des Gemeindewappens. Sie ist vom Wappen des altbayerischen Rittergeschlechts der Ebrane von Wildenberg übernommen, das über drei Jahrhunderte im Besitz der Hofmark war. Das Schildchen mit dem Andreaskreuz erinnert an das Andreas-Patrozinium der Pfarrkirche in Pürkwang.

Politik

Bürgermeister

  • Erste Bürgermeisterin ist Marion Schwenzl (Gemeindewohl/Freie Wähler). Sie wurde 2012 mit 55,9 Prozent gegen zwei Mitbewerber gewählt. Ihr Vorgänger war Erwin Filser (Gemeindewohl/Freie Wähler), der nach 28 Jahren aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegte.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Wildenberg hat 12 Mitglieder (+ 1. Bürgermeisterin) und aufgrund der Kommunalwahl 2014 folgende Zusammensetzung:

  • CSU: 4 Sitze (2008: CSU/Unabhängige Wähler: 5)
  • Gemeindewohl/Freie Wähler: 3 Sitze + 1. Bürgermeisterin (2008: 4)
  • ödp: 3 Sitze (2008: 3)
  • Junge Liste: 2 Sitze (neu)

Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Wildenberg. Der unregelmäßig ringförmige Burgkomplex wurde 1272 von Hänslinus Ebran von Lauterbach erbaut und später mehrfach umgestaltet. Heute dient das Schloss für unterschiedliche Anlässe als Veranstaltungsort.
  • Schlosskapelle St. Georg und Katharina. Der einschiffige Bau im südöstlichen Gebäudetrakt entstand nach 1454 und wurde 1766 vergrößert. Das Deckenfresko malte Ignaz Kauffmann 1766, den Hochaltar fertigte Christian Jorhan der Ältere um 1766.
  • Bronzedenkmal des Ludwig von Kessling im Schlosshof, errichtet 1844
  • Pfarrkirche St. Andreas in Pürkwang. Der spätgotische Backsteinbau wurde 1723 im Inneren nach dem Plan von Josef Bader barockisiert.

Bildung und Erziehung

  • Grundschule Pürkwang
  • Gemeindekindergarten Zwergerlhaus

Vereine

  • Billard Club BC 80
  • CB-Funkerrunde Wildenberg
  • CSU-Ortsverband Wildenberg
  • FFW Wildenberg
  • Krieger- und Soldatenkameradschaft Wildenberg
  • Obst- u. Gartenbauverein
  • ÖDP Ortsverband Wildenberg
  • Seniorenkreis Wildenberg
  • Schützenverein "Hubertus"
  • Stockschützenverein Wildenberg
  • TSV Wildenberg

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Kelheim
Wappen Landkreis Kelheim.png

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