Wasching

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Blick auf Wasching

Wasching ist ein Ortsteil der Gemeinde Ringelai im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau. Bis 1971 bildete Wasching eine selbstständige Gemeinde.

Lage

Wasching liegt einen Kilometer nördlich von Ringelai am Rande des Schmalzdobls.

Geschichte

Weschingen wurde erstmals 1308 in einer Urkunde von Kloster Niedernburg erwähnt. Als echtes Ing-Dorf, hergeleitet von dem Personennamen Wezzi oder Wezil, gehörte es zur ersten Siedlungswelle, die noch vor der Jahrtausendwende den Süden und Westen des derzeitigen Landkreises Freyung-Grafenau erreichte. Im Hochmittelalter wurden die Blockfluren Waschings für die Dreifelderwirtschaft gegliedert: Hochfeld, Unterfeld und Außerfeld.

Bei Wasching verlief die Grenze zwischen dem Hochstift Passau und dem Kurfürstentum Bayern. Im Jahr 1691 wurden mehrere mannshohe Grenzsteine aufgestellt. Einige dieser Grenzsteine findet man noch heute in der Umgebung von Wasching.

Im 17. Jahrhundert bestand Wasching aus den sechs Lehen Weinbergergut, Kramerbauerngut, Knausengut, Nußbaumgut, Eckbauerngut, Hochgütl und dem Kleinhäusl Großensteinergütl. Wasching selbst gehörte zum Amt Perlesreut und zum Bereich des Landgerichtes Wolfstein.

Mit dem ersten Gemeindeedikt 1808/1811 wurde der Steuerdistrikt Wasching und mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818/1821 die Gemeinde Wasching gebildet. Zum ehemaligen Gemeindebereich gehörten die Orte Adelsberg, Bucheck, Eppenberg, Haag, Hötzelsberg, Hundswinkel (seit 1883), Kapfham, Kramersbrunn (seit 1868), Saldenau, Wasching und Wolfersreut.

Sitz der Gemeindeverwaltung war Haag, letzter Bürgermeister war von 1948 bis 1971 Xaver Ned aus Saldenau. Die Gemeinde hatte 1967 546 Einwohner und eine Größe von 1153 Hektar. Am 1. April 1971 wurde die Gemeinde Wasching im Zuge der Gemeindereform aufgelöst. Die Orte Wasching und Wolfersreut kamen zur Gemeinde Ringelai, während Adelsberg, Bucheck, Eppenberg, Haag, Hötzelsberg, Hundswinkel, Kapfham, Kramersbrunn und Saldenau in die Gemeinde Hohenau eingegliedert wurden.

Sehenswürdigkeiten

  • Dorfkapelle Hl. Herz Jesu. Sie wurde 1980 erbaut, nachdem die alte Waschinger Kapelle im Jahre 1963 im Zuge der Flurbereinigung infolge eines Straßenbaues abgerissen worden war.
  • Bannholzkapelle auf dem alten Weg zwischen Wasching und Haag. Sie geht auf ein 1867 errichtetes Steinmarterl zurück. Im Jahr 1921 errichtete Fam. Josef Tauscher auf Grund eines Gelöbnisses darüber eine Kapelle.
  • Schroi-Haus. Der über 300 Jahre alte Bauernhof in der Dorfmitte wurde nach dem Tod der letzten Bewohnerin 1993 von der Gemeinde Ringelai im Rahmen der Dorferneuerung gekauft und bis 1998 saniert.

Vereine

Weblinks