Würding

Aus RegioWiki Niederbayern
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Würding ist ein Ortsteil der Gemeinde Bad Füssing im niederbayerischen Landkreis Passau. Bis 1971 bildete es eine selbstständige Gemeinde.

Lage

Würding liegt in der Pockinger Heide etwas mehr als einen Kilometer östlich von Bad Füssing in der Nähe des Inns.

Geschichte

Uuirtington wird 814 erstmals urkundlich erwähnt. Es war Besitz von Kloster Mondsee im Bereich der Pfarrdörfer Weihmörting und Pocking. 1260 wurde der Ort dem Landgericht Griesbach unterstellt.

Schon 1429 war Würding vorübergehend eine zum Kloster Asbach gehörende Pfarrei. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts unterstand sie der Pfarrei Weihmörting. 1468 entstand die spätgotische jetzige Kirche Maria Himmelfahrt, 1471 wurde die Filiale Würding Vikariat der Mutterpfarrei Weihmörting.

Würding bildete eine Obmannschaft im Amt Hartkirchen des Landgerichtes Griesbach. Bei einem großen Ortsbrand im Jahr 1504 erhielt die Kirche nur leichte Beschädigungen. Im 16. Jahrhundert wurde das Vikariat von Augustiner-Chorherren im oberösterreichischen Reichersberg pastoriert. Die Pest forderte Mitte des 14. Jahrhunderts und nochmals während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) viele Opfer. Das Jahr 1704 brachte die Erhebung des Vikariats zur Pfarrei Würding. Am 18. Oktober 1861 verwüstete ein Großbrand den Ort, doch die Kirche blieb verschont.

Aus der Obmannschaft Würding und Teilen der Obmannschaft Gögging wurde 1808/1811 der Steuerdistrikt Würding gebildet. Mit diesem deckungsgleich war die 1818 daraus hervorgegangene Gemeinde Würding. Sie gehörte 1952 zum Landkreis Griesbach im Rottal und bestand aus den Ortsteilen Aichmühle, Brandschachen, Eitlöd, Flickenöd, Gögging, Holzhäuser, Hub, Mitterreuten, Oberreuten, Poinzaun, Schieferöd, Thalau, Unterreuten, Voglöd, Weidach und Würding.

1954 hatte Würding unter dem schlimmsten Innhochwasser seit Menschengedenken zu leiden. Immer stärker machte sich der Einfluss des benachbarten einstigen Weilers Füssing bemerkbar, der im Jahr 1969 den Titel „Bad“ erhielt. Am 1. April 1971 wurde die Gemeinde Würding im Rahmen der Gebietsreform in die neue Großgemeinde Bad Füssing eingegliedert.

1988 wurde das neue Feuerwehrhaus erbaut, 1994 bis 1996 die Ortsmitte neugestaltet sowie der Kindergarten St. Michael und das Bürgerhaus erbaut. Letzteres übernahm die 1991 gegründete Dorfgemeinschaft Würding/Inn e. V.

Vereine

  • Dorfgemeinschaft Würding. Sie besteht seit 1991.
  • Eisstockverein Würding
  • Fischereiverein Würding
  • Katholischer Deutscher Frauenbund Würding
  • Freiwillige Feuerwehr Würding. Sie wurde 1874 gegründet.
  • Krieger- und Soldatenkameradschaft Würding
  • Sportverein Würding
  • Volkstheatergruppe Würding am Inn. Die Gründung erfolgte 1997 durch die Katholische Landjugendbewegung Würding.

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Sie entstand 1468 im spätgotischen Stil. 1891 wurden die Seitenschiffe der Kirche angebaut. Der Innenraum erhielt eine neugotische Einrichtung.
  • Das Wirtshaus Alte Taverne steht seit 1442 in Würding

Siehe auch

Literatur

  • Franz Mader: Das Bistum Passau gestern und heute. Wissenswertes von A bis Z, Bischöfliches Ordinariat Passau, 1989
  • Carmen Keller: Kleine Geschichten – ein Teil der großen Geschichte. In: Passauer Neue Presse vom 12. Juni 2014 (S. 19)
  • Gerold Zue: Würding hat schon seit 1442 ein Wirtshaus In: Passauer Neue Presse vom 11. Oktober 2014 (S. 22)
  • Renate Blickle: Landgericht Griesbach. (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe I, Band IXX). Bayerische Akademie der Wissenschaften, Kommission für Bayerische Landesgeschichte (Hrsg.), München 1970, ISBN 3 7696 9819 3, (Digitalisat).

Weblinks