Vilsheim

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Vilsheim
Das Wappen von Vilsheim


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Höhe: 467 m
Fläche: 21,7 km²
Einwohner: 2.386 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 84186
Vorwahl: 08706
Kfz-Kennzeichen: LA
Website: www.vilsheim.de
Erster Bürgermeister: Georg Spornraft-Penker
(CSU-Freie Wähler)

Vilsheim ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut.

Die Pfarrkirche St. Kastulus

Lage

Vilsheim liegt im Isar-Inn-Hügelland an der Staatsstraße 2054 und wird von der Kleinen Vils durchflossen.

Ortsteile

Ortsteile sind Altenburg, Auholz, Damm, Freiing, Gessendorf, Gundihausen, Hupferding, Kaltenbrunn, Kapfing, Kemoden, Kerschreuth, Kesselbach, Langenvils, Lechau, Matzenau, Münchsdorf, Obersteppach, Reichersdorf, Reitgarten, Schellenberg, Schweiberg, Stadl, Thannlohe, Unterfroschham, Viehhausen, Vilsheim und Wieskatzing.

Geschichte

Der Erstbeleg des Siedlungsnamens ad Filiso in loco Filzheim dicto, überliefert in den Traditionen des Klosters Freising, entstand zwischen 926 und 937. Der Name bezieht sich auf die Lage an der Kleinen Vils. Über Vilzheim, Filzhaim und Vilshaim entwickelte sich der Ortsname bis 1797 zu Vilsheim.

Vilsheim gehörte zu den Gütern der Herren von Altfraunhofen und wurde 1393 von Hedwig, geborene Gräfin von Ortenburg und Gemahlin des Ritters Thesaurus von Frauenhofen an Herzog Friedrich von Bayern verkauft. 1411 erwarb die adelige Familie Pusch Veste und Hofmark Vilsheim von Herzog Heinrich dem Reichen und hatte bis 1616 die Ortsherrschaft inne. Die Pusch ließen die noch heute vorhandene spätgotische Pfarrkirche erbauen.

Durch Einheirat waren seit 1759 die auf Schloss Kapfing ansässigen Grafen von Spreti Herren über die geschlossene Hofmark. Die Grafen von Spreti besaßen auch das 1908 abgebrochene Schloss Vilsheim.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Die Gemeinden Gundihausen und Münchsdorf wurden im Zuge der Gemeindegebietsreform 1978 eingegliedert.

Gemeindewappen

Das seit 1959 geführte Wappen zeigt unter von Grün und Gold geteiltem Schildhaupt in Rot einen golden bekrönten blauen Hut mit Hermelinstulp, besteckt mit fünf silbernen Reiherfedern.

Der Stulphut ist die Wappenfigur der Adelsfamilie Pusch, die bis 1616 die Ortsherrschaft innehatte. Die Farben Grün und Gold im Schildhaupt erinnern an die für Vilsheim ebenso bedeutsamen Grafen von Spreti.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Georg Spornraft-Penker (CSU-Freie Wähler). Er wurde 2014 als alleiniger Kandidat mit 83,44 Prozent der Stimmen gewählt. Damit wurde er Nachfolger von Walter Brandlmeier (CSU-Freie Wähler), der seit 1990 amtierte und nicht mehr kandidierte.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Vilsheim hat 14 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) mit folgender Sitzverteilung aufgrund der Kommunalwahl 2014:

  • CSU-Freie Wähler: 13 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 14)
  • SPD: 1 Sitz (neu)

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche St. Kastulus. Das spätgotische Bauwerk wurde um die Mitte des 15. Jahrhunderts errichtet. Das westliche Langhaus erhielt 1862 eine Verlängerung. Der eingezogene Chor enthält ein sternförmig figuriertes Rippengewölbe.

Bildung und Erziehung

  • Grundschule Vilsheim
  • Gemeindekindergarten "Mullewapp" Vilsheim

Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr (FF) Vilsheim
  • Chorgemeinschaft Vilsheim-Gundihausen
  • Christliches Bildungswerk
  • Kath. Frauenbund Vilsheim
  • Kath. Landjugend (KLJB) Vilsheim
  • Katholische Landvolkbewegung (KLB)
  • CSU-Ortsverband Vilsheim
  • Pferdefreunde Vilsheim
  • TSV Rapid Vilsheim
  • Vilstalschützen Vilsheim
  • ALTERnative Vilsheim e.V.
  • Bund Naturschutz Ortsgruppe Kleines Vilstal
  • Heimat- und Volkstrachten-Erhaltungsverein „Dö zünftigen Vilstaler“ Vilsheim e.V.
  • Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Vilsheim
  • Montessori-Therapie-Praxis und Spielgruppe
  • Rhythmusgruppe Atemlos
  • VdK-Ortsverband Vilsheim
  • Verein für Gartenbau und Landschaftspflege

Literatur

  • Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein: Lexikon der bayerischen Ortsnamen, Verlag C. H. Beck, München 2006, ISBN 3 406 55206 4

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Landshut
Wappen Landkreis Landshut.svg.png

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