Steinach

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Steinach
Das Wappen von Steinach


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 348 m
Fläche: 23,08 km²
Einwohner: 2.978 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 94377
Vorwahl: 09428
Kfz-Kennzeichen: SR
Website: www.steinach.eu
Erster Bürgermeister: Karl Mühlbauer (CWG)

Steinach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Das Alte Schloss

Lage

Steinach liegt nördlich des Gäubodens am Fuße des Bayerischen Waldes. Der Steinachbach fießt durch den Ort, die A 3, die B 20 und die Staatsstraße 2140 verlaufen in der Nähe.

Ortsteile

Ortsteile sind Agendorf, Berghof, Bruckmühle, Helmberg, Hoerabach, Höpflhof, Kapflberg, Moos, Münster, Pellham, Rotham, Sackhof, Steinach, Wiedenhof, Wolferszell, Wolfsberg und Wolfsdrüssel.

Die Pfarrkirche St. Michael

Geschichte

Erste Spuren menschlicher Besiedelung fanden sich am Buchberg beim Ortsteil Münster in einer Höhle, die bereits um 50000 v.Chr. von Neandertalern benutzt wurde. Der Siedlungsname ist erstmals 934 als Steina (steiniges Wasser, Fluss) im Cartular des Klosters Ebersberg beurkundet. Über Steinaha, Stainaha und Stainach wurde daraus 1452 Steinach.

Nach dem 1324 niedergeschriebenen Salbuch des Augsburger Domkapitels war Steinach das Zentrum der nördlich der Donau gelegenen Propsteigüter. Im 15. Jahrhundert wurde Steinach beim Landgericht Mitterfels geführt, im 16. Jahrhundert beim Landgericht Straubing.

Adelige Burg- und Schlossbesitzer übten in der Hofmark Steinach die niedere Gerichtsbarkeit über die hörigen Bauern aus. 1549 errichtete die damalige Herrschaftsinhaberin und Ritterswitwe Anna von der Wart aus den Bruchsteinen der alten Burg das heutige Herrenhaus. Von den zahlreichen Adelgeschlechtern waren vor allem die Steinacher, die Rainer, die Warter von der Wart, die Hundt von Sulzemoos, die Herwart von Hohenburg und die Berchem von Königsfeld bedeutsam. Große Umgestaltungen im Schlossgut fanden unter Dr. August von Schmieder zu Beginn des 20. Jahrhunderts statt, der das prunkvolle Neue Schloss erbauen ließ. Es kam 1939 in den Besitz des Unternehmens Reichsautobahnen, beherbergte seit 1941 Teile der NSDAP-Reichsleitung unter Reichsleiter Martin Bormann und wurde kurz vor Kriegsende am 23. April 1945 von der SS in Brand gesteckt, um geheimes Aktenmaterial zu vernichten.

Mit der Eingliederung der Gemeinden Agendorf 1974 und Münster 1978 im Rahmen der Gebietsreform entstand die Gemeinde Steinach in ihrer jetzigen Ausdehnung.

Das Alte Schloss wurde Mitte der 1980er Jahre durch den Bauunternehmer Lindbüchl in ein Jagd- und Schlosshotel umgestaltet. Bald darauf erfolgte der Umbau in eine Reha-Klinik, die jedoch nach einigen erfolgreichen Jahren den Betrieb einstellen musste.

Gemeindewappen

Das seit 1981 geführte Wappen ist durch eine gesenkte, eingeschweifte grüne Spitze, darin eine goldene heraldische Lilie gespalten. Es zeigt vorne in Blau zwei silberne Schrägbalken, hinten in Silber ein rotes Balkenkreuz.

Die zwei silbernen Schrägbalken auf blauem Grund sind dem Wappen der Ritter von Steinach entnommen. Das rote Kreuz entstammt dem Wappen des Kollegiatstifts St. Tiburtius aus der ehemaligen Gemeinde Münster. Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Agendorf hatte das Augsburger Domkapitel großen Besitz, es war auch im Gebiet der Gemeinde Steinach reich begütert. Daran erinnert die goldene Lilie. Die Feldfarbe Grün verweist auf die Steinacher Grünland-Saatzucht und auf die Lage des Gemeindegebietes zwischen Bayerischer Wald und Donauebene.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Karl Mühlbauer (CWG). Er wurde 2014 mit 69,30 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen Martin Haberl (CSU, 30,70 Prozent) im Amt bestätigt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Steinach besteht aus 14 Mitgliedern (+ 1. Bürgermeister) mit folgender Sitzverteilung aufgrund der Kommunalwahl 2014:

  • CSU: 6 Sitze (2008: 6)
  • CWG: 8 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 8)

Sehenswürdigkeiten

Die Josef-Schlicht-Grundschule Steinach
  • Pfarrkirche St. Michael in Steinach. Die spätgotische Anlage wurde um 1750 barock verändert und im 20. Jahrhundert erweitert. Der Innenraum erhielt 1972/1973 eine Neugestaltung.
  • Altes Schloss, erbaut 1549.
  • Neues Schloss, 1902 bis 1908 durch Gabriel von Seidl erbaut, vor dem Endes des Zweiten Weltkrieges größtenteils zerstört.
  • Buch- und Helmberg bei Münster

Bildung und Erziehung

  • Josef-Schlicht-Grundschule Steinach
  • Kindergarten St. Ursula
  • Bücherei Steinach

Vereine

  • Allgemeiner Sportverein Steinach e.V.
  • Bonsaifreunde Donautal
  • Brieftaubenverein Steinach
  • Eisstockclub Steinach-Münster
  • Fischereiverein Steinach
  • Förderkreis Kindergarten
  • Freiwillige Feuerwehr Steinach-Agendorf
  • KLJB Steinach
  • Krieger- und Soldatenkameradschaft Steinach
  • Landfrauen Steinach
  • Musikverein Steinach-Münster
  • Tennisclub Steinach
  • Tourismusverein Steinach
  • VdK Ortverband Steinach-Münster
  • Vorwaldschützen Steinach
  • Wanderfreunde Weiß-Blau
  • Wilde Wespen Steinach

Persönlichkeiten

  • Josef Schlicht (1832-1917) Schlossbenefiziat in Steinach, Heimatforscher und Klassiker der bayerischen Volkskunde

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Straubing-Bogen
Wappen Landkreis Straubing-Bogen.png

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