SpVgg Osterhofen-Altenmarkt

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Das Logo der SpVgg Osterhofen.
Die drei Herrenmannschaften der Spielvereinigung.

Die Spvgg Osterhofen ist ein 1920 gegründeter Fußballverein im niederbayerischen Osterhofen im Landkreis Deggendorf. Er hat 401 Mitglieder (Stand: Juni 2009), drei Herren-Mannschaften, eine AH- Mannschaft und ist von den F bis A Jugendlichen durchgehend jeweils mit mindestens einer Mannschaft vertreten. Außerdem gibt es in Osterhofen auch eine Damenmannschaft. Die Vereinsfarben der Spielvereinigung sind grün/weiß.

Geschichte

Die ersten zehn Jahre im Rückspiegel

Am 17. Juli 1920 wurde im ehemaligen Pirkl-Nebenzimmer (ehemals Gasthof Moser jetzt Buchhandlung Kemme) der ,bestehenden Neigung zum Fußballsport Rechnung tragend“, unter dem Vorsitz des damaligen Turnvereins-Vorsitzenden, Stadtkämmerer Schmid, der Bildung einer Fußballriege zugestimmt und nach einem Referat des seinerzeitigen Ausschußmitgliedes der Spielvereinigung Landshut, Alfred Sell, die Spielvereinigung mit folgender Vorstandschaft gegründet: 1. Vorsitzender Alfred Sell, 2. Vorsitzender Anton Erdl, Kassier Josef Scharrer, Schriftführer Max Erdl, später Richard Erdl. Am 20. Juli wurde der Verein gerichtlich eingetragen. Im Vereinsregister haben 24 Mitglieder unterschrieben, von denen nachstehende noch am Leben sind: Alfred Sell, Max Erdl, Rudolf Erdl, Richard Erdl, Franz Erl, Josef Poppenwimmer, Josef Scharrer, Hans Schmid und Josef Seidl. Die ersten Spieler, die in Osterhofen ein Fußballspiel auf der Schlotwiese (Pöding) austrugen, waren: Ludwig Sinkofer, Eduard Scharrer, Ludwig Scharrer, Anton Reitberger, Alois Gerstl, Alfred Sell, Eugen Huber, Franz Stern und die vier Brüder Richard, Max, Anton und Rudolf Erdl. Der erste Torwart, der bei einem regulären Spiel zwischen Osterhofens Torpfosten stand, war Joset Semmler. Auf dem linken Flügel wurde die Mannschaft wurde die Mannschaft durch Josef Faltermayr verstärkt. Das erste Spiel fand am 22. August 1920 gegen Eichendorf statt (2:2). Anfangs vollzog sich der Spielbetrieb ohne Linie, es wurde lediglich aus reiner Freude gespielt. Später nahm dann die Spielvereinigung an den Gruppen-Verbandsspielen in der untersten Klasse teil, kam dann in die B-Klasse und hatte mit dem Spielplatz auf der heutigen Volksfestwiese (heute Standort der Dreifach-Sporthalle) einen der schönsten Plätze von Niederbayern.

Die erste Meisterschaft: am 25. Mai 1930, im 10. Jahr des Bestehens, errang die Spielvereinigung die erste Meisterschaft: Osterhofen I ist B-Meister von Niederbayern geworden! Ungeschlagen ging die I. Mannschaft im Herbst aus der Verbandsspielrunde hervor, die sie in Gruppe 3 mit Gergweis und Hengersberg zusammenführte. Dann kamen im Frühjahr die Aufstiegsspiele mit den anderen Gruppenmeistern: Grafenau, Metten, Teisbach und Pocking. Unter stets großer Beteiligung von Sportfreunden wurden die acht Aufstiegsspiele absolviert. Waren es in der Regel 120 bis 150 Personen, die die Elf begleiteten, so erreichte diese Zahl mehr als 200, als das entscheidende Spiel in Pocking, dem ärgsten Gegner, stattfand. Das Spiel wurde 6:2 gewonnen, und begeistert feierte man die Spieler.

Wie alle vorausgegangenen Spiele, so wurde auch das Endspiel in gleicher Aufstellung bestritten, und zwar mit: Albert Lindner; Franz Loibl, Alois Honig; Hanni Reiter, Franz Stern, Karl Geßl; Anton Eder, Sepp Geiger, S. Herneder, R. Faltermayr, Ernst Zizlsperger.

Die acht Aufstiegsspiele wurden in folgender Weise gewonnen: gegen Teisbach 2:0 und 5:2, gegen Metten 3:1 und 8:1, gegen Grafenau 5:4 u. 3:1, gegen Pocking 2:1 u. 6:2. Tabellenstand der Aufstiegsspiele: 1. Osterhofen 16 Punkte, 2. Pocking 12 Punkte, 3. Metten 6 Punkte, 4. Grafenau 6 Punkte, 5. Teisbach 0 Punkte.

Zur Erreichung der B-Meisterschaft schrieb das „Straubinger Tagblatt“’ u. a. ,,Die Erreichung der Meisterschaft geschah in einem Stil, wie ihn seit Bestehen des Gaues seinerzeit nur die Spielvereinigung Passau noch zeigte, nämlich ungeschlagen als Meister hervorzugehen. Der neue B-Meister zählt zu den ältesten und treuesten Verbandsvereinen Niederbayerns. Sehr anzuerkennen ist seine sportliche Fairneß, die der Spielvereinigung Osterhofen von jeher einen besonderen Stempel aufgedrückt hat.“

Die „Osterhofener Zeitung" (Erdl-Verlag) hob die Leistungen der I. Mannschaft besonders hervor und brachte noch am gleichen Sonntagabend ein Extra-Blatt heraus. Seit Bestehen des damaligen Gaues ging Osterhofen als 10. B-Meister hervor. Ihm gingen voraus: FC Straubing, FC Vilshofen, FC Passau, FC Aidenbach, Spvgg Passau, SV Hacklberg, FC Geiselhöring und Spvgg Landshut. Die offizielle Siegesfeier fand am 26. Juli in der Turnhalle statt, zu der 1. Vorsitzender Alfred Sell auch die Vertreter der Stadt, des Gaues, ferner des FC Vilshofen und des FC Winzer begrüßen konnte. In Anerkennung der Leistungen wurde jedem Spieler der Meisterelf ein Diplom überreicht. Für 10jahriges Spielen in der I. Mannschaft wurde Franz Stern geehrt. Das war der größte Erfolg des 1. Jahrzehnts, in dem 418 Spiele ausgetragen wurden, von denen 173 gewonnen und 191 verloren wurden; 54 Spiele endeten unentschieden. Es wurden in dieser Zeit auch zahlreiche Pokale und Statuetten gewonnen.

Das Jahrzehnt nahm einen guten Ausklang, als das 1. Spiel in der A-Klasse gegen Vilshofen 4:2 gewonnen wurde. Eine weitere Aktivität und Pionierarbeit erstreckte sich auf die Leichtathletik, die besonders in den letzten 20er Jahren einen großen Aufschwung zu verzeichnen hatte. Bei Gau- und Sportfesten waren die Sportler der Spielvereinigung außerordentlich erfolgreich und zum Teil in der Spitzengruppe der Preisträger. Auch beim Gauschwimmfest in Vilshofen gab es erste Preise. Die Hauptleistung unserer Leichtathleten war der Städte-Wettkampf Aidenbach—Osterhofen im Jahre 1929. Mit geradezu glänzenden Siegen an fast allen Geräten wurde Osterhofen überlegener Sieger. Im Rahmen einer großen Herbstveranstaltung des hiesigen Rennvereins am Kirchweihmontag 1929 wurde zwischen den besten Kurzstreckenläufer der Spielvereinigung, Hermann Zizlsperger, Max Hochkirch, Gustav Müller, Karl Geßl, Albert Lindner, Rudolf Scharrer, Anton Sommersberger und Ernst Zizelsperger ein Match über 800 Meter mit dem Traberpferd, „Erdmann“ (Stegmüller, Johanniskirchen) ausgetragen, den die Laufer mit 50 Meter Vorsprung gewannen. Die Spielvereinigung erhielt als Siegerpreis einen silbernen Pokal.

Auch auf dem gesellschaftlichen Sektor herrschte reges Leben. Meist zusammen mit dem Turnverein wurde Theater gespielt. Die Tanzkränzchen und Bunten Abende in der Turnhalle waren wie die Weihnachtsfeiern und Faschingsveranstaltungen stets ein großer Erfolg.

Freilich gab es auch Rückschlage. So zum Beispiel im Jahre 1927, als man gemeinsam mit dem Turnverein die Turnhalle erstellte. Alle uneigennützig geleisteten Hand- und Spanndienste halfen nichts, die übergroße Schuldenlast, die durch den Bau entstand, führte zum Verlust der Halle. Trotzdem muß das 1. Jahrzehnt der Spielvereinigung als außerst erfolgreich bezeichnet werden, steckte doch der Fußball noch in Kinderschuhen, und Pessimisten und Neider prophezeiten, der jungen Sportbewegung nur eine kurze Lebensdauer. Nach den ersten zehn Jahren stand die Spielvereinigung fester denn je. Mit vier Mannschaften wurden Erfolge errungen, die in niederbayerischen Sportkreisen Aufsehen erregt haben. (Überlieferung: Autor Max Hochkirch 1970)

Im Jahr 1932 gastierte der TSV 1860 München in Osterhofen. Die Sechziger besiegten eine niederbayerische Auswahl vor 3.500 Zuschauern mit 8:1. Am 7. Juni 1946 spielte der FC Bayern München gegen eine Osterhofener Orts-Auswahl und gewann mit 7:0.

Fusion mit dem TSV Altenmarkt

Wegen Spielermangel fusionierte die SpVgg mit dem Nachbar-Verein TSV Altenmarkt. Dies wurde auf der Jahreshauptversammlung vom 12. Juni 1998 beschlossen. Die neu gewählte Vorstandschaft bestand unmittelbar danach aus sechs Vertretern aus Osterhofen und vier aus Altenmarkt. Der TSV Altenmarkt löste seine eigene Fußballabteilung auf, der neue Name war von nun an „SpVgg Osterhofen-Altenmarkt“. In einem Beschluß während der Generalversammlung 2017 wurde der Vereinsname zurück zu "SpVgg Osterhofen e.V." beschlossen.

Mannschaften & Erfolge

Laola-Welle des Teams nach der Meisterschaft in der Kreisklasse Deggendorf (Saison 2008/2009).
Das Stadion an den Seewiesen

Einer der größten Erfolge war in der Saison 1948/49 der Gewinn der niederbayerischen Meisterschaft. In der Saison 1951/52 stieg der Verein in die A-Klasse ab, 1957/58 folgte der Abstieg in die B-Klasse. 1960/61 kam das Team zurück in die A-Klasse. Nach nur drei Jahren spielte man wieder in der B-Klasse, wo man 1968/69 Meister wurde. Bis zur Saison 1984/85 spielt der Verein in der A-Klasse, ehe der Aufstieg in die Bezirksliga gelang. In der Saison 1987/88 stieg die SpVgg in die Bezirksoberliga auf, fiel allerdings von 1989 innerhalb von sechs Jahren von der höchsten niederbayerischen Spielklasse in die niedrigste, die damalige C-Klasse. 2005/06 gelang unter Trainer Robert Rothmeier der Aufstieg in die Kreisklasse. In der darauffolgenden Saison wurde Robert Rothmeier von Helmut Lemberger ersetzt. In der Saison 2008/09 gelang schließlich der Aufstieg in die Kreisliga. Hier gelang der Durchmarsch über die Relegation in die Bezirksliga. In Hankofen wurde Ergoldsbach durch ein Tor in der Verlängerung, erzielt von Stefan Zillinger mit 3:2 bezwungen. In der Saison 2014/15 errang der Verein unter den Spielertrainerpaar Andreas Kölbl und Martin Oslislo die Meisterschaft in der Bezirksliga Ost. Im Spitzenspiel wurde vor über 1600 Zuschauern der Sturm Hauzenberg mit 2:0 bezwungen. Nach zweijähriger Landesligazugehörigkeit ging es in der Saison 2016/17 zurück in die Bezirksliga wo sich die Mannschaft momentan aufhält.

Personen

Aktueller Vorstand

  • 1. Vorstand: Michael Stadler
  • 2. Vorstand: Werner Sixt
  • 3. Vorstand: Josef Grantner
  • Kassier: Josef Ilg
  • Schriftführer: Franz Nagl

Ehemalige Vorsitzende

Kontakt

SpVgg Osterhofen e.V.
Seewiesen 12
94486 Osterhofen

Telefon: 09932/4534

Internet: www.spvgg-osterhofen.de