Schlossmuseum Ortenburg

Aus RegioWiki Niederbayern
Wechseln zu: Navigation, Suche
Datei:Pnp-23-08-2008-schloss2.jpg
Der Rundgang durch das Schloss führt unter anderem auch durch das Graf-Rudolf-Zimmer.
Datei:Pnp-23-08-2008-schloss4.jpg
Bild aus dem Ausstellungsraum der Folterkammer. In Wirklichkeit gab es im Schloss jedoch keinen solchen Raum.

Das Schlossmuseum Ortenburg ist ein Heimatmuseum auf Schloss Ortenburg.

Museum

Das Schlossmuseum hat Besucherzahlen, die sich im Vergleich zu Museen in der nähren Umgebung durchaus sehen lassen. Im Mittelpunkt des Museums steht die im Jahre 1628 unter Graf Friedrich Casimir entstandene Renaissance-Holzdecke, die oftmals auch als die schönste Renaissance-Holzdecke Deutschlands bezeichnet wird. Diese wird daher in fast allen Kunstführern erwähnt und ist ein großer Anziehungsmagnet für Kunstliebhaber.

Gestaltet wurde das Museum von Heinrich Orttenburger, Johanna Dietel und ihrer Mutter Martha Rauscher. Die zahlreichen Exponate des Heimatmuseums befinden sich in 14 Räumen des Schlosses und vermitteln einen Eindruck vom bäuerlichen, bürgerlichen und gräflichen Leben in früheren Zeiten. Die meisten Exponate stammen von Johanna Dietel. Ihr Vater Dr. Hans Rauscher hatte die Gemälde, Schränke, Betten oder Gebrauchsgegenstände aus dem 18. Jahrhundert aus der Umgebung gekauft. 1975 entstand die Idee aus diesen Gegenständen ein Heimatmuseum zu gründen. Das Hauptaugenmerk lag dabei darauf das Leben der Menschen in Ortenburg um 1800 darzustellen. Auch das Berufsleben dieser Zeit findet sich im Schloss wieder. Alte Geräte aus der Landwirtschaft, Arbeitsutensilien von Töpfern und Schustern oder ein alter Webstuhl zeigen die nicht immer einfache Arbeitswelt von damals. Ostern 1976 wurde das Museum schließlich eröffnet. Ein späteres Zugeständnis an die Besucher, vor allem Kinder, war die errichtung der Folterkammer. Eine solche hat es auf dem Schloss eigentlich nicht gegeben. Hierfür wurden einige frühere Foltergeräte nachgebaut. Am 27. und 28. Mai 2006 wurde das 30-jährige Bestehen des Museums mit einem Schloss- und Bürgerfest der Marktgemeinde und des Schlossförderkreises gefeiert. Im Jahre 2011 kam die Sammlung „Utensilien aus Omas Küche von 1850 bis 1950“, Besitz der Familie Grimbs, als weitere Attraktion ins Museum. Sie wird im Rittersaal ausgestellt und wurde zudem 2013 im Bayerischen Rundfunk vorgestellt. Im Jahre 2013 konnte das Schlossmuseum, der Wildpark und der Vogelpark gemeinsam über 100.000 Gäste aufweisen.

Sammlung

  • Restaurierter Rennaissance-Innenhof mit Arkaden
  • Renaissance-Holzdecke
  • Folterkammer
  • Glaswerkstätte
  • Alte Möbel
  • Bücher
  • Stickereien
  • Bäuerliche Handwerksgeräte
  • Schmiedeeiserne Exponate
  • Stiche von Wening
  • Urkunden

Zukünftige Planungen

Im Jahre 2014 nahm der Förderkreis Bereich Schloss Ortenburg Kontakt zur Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern auf. Vorsitzender Alfons Niederhofer hatte zu einem Austausch eingeladen, um über die Zukunftsfähigkeit des Museums zu beraten. Der Einladung folgten Dr. Stefan Kley, von der Landesstelle für nichtstaatliche Mussen, der Vorstand des Förderkreises, die Eigentümer der Sammlungsgegenstände und Schlossverwalter Markus Mildenberger. Vorsitzender Niederhofer betonte, dass sich der Förderkreis auch weiterhin für den Erhalt des Museums einsetzen möchte. Markus Mildenberger bekräftigte das Interesse des Besitzers an einem Erhalt des Museums. Dr. Kley führte in der Beratung die Stärken und Schwächen des Museumskonzeptes und gab wertvolle Ratschläge, was zu tun sei, um den Betrieb in Zukunft zu sichern.

Literatur

Weblinks