Schaufling

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Schaufling
Das Wappen von Schaufling


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Höhe: 443 m
Fläche: 25,43 km²
Einwohner: 1.511 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 94571
Vorwahl: 09904
Kfz-Kennzeichen: DEG
Website: www.schaufling.de
Erster Bürgermeister: Robert Bauer (SPD)

Schaufling ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf. Sie hat sich mit den Gemeinden Grattersdorf, Hunding und Lalling zur Verwaltungsgemeinschaft Lalling zusammengeschlossen.

Lage

Schaufling liegt in herrlicher Mittelgebirgslage mit einer reichhaltigen Flora und Fauna, Naturschutzgebieten und ausgedehnten Mischwäldern zu Fuße des Bergrückens Hausstein im Bayerischen Wald. Zur Gemeinde gehört auch die Rusel in 700 m Höhe mit ihrem Skizentrum und 18-Loch-Golfplatz.

Die Pfarrkirche Hl. 14 Nothelfer

Ortsteile

Ortsteile sind Böhaming, Dietmannsberg, Edhof, Ensbach, Ensmannsberg, Freiberg, Geßnach, Hainstetten, Klessing, Martinstetten, Muckenthal, Nadling, Nemering, Obernberg, Penk, Ragin, Rusel, Ruselabsatz, Sanatorium a.Hausstein, Schaufling, Schützing, Sicking, Unterberg, Urlading, Wetzenbach, Wotzmannsdorf und Wulreiching.

Geschichte

Die jetzige Gemeinde Schaufling entstand Anfang 1971 aus der früheren Gemeinde Schaufling (bis 1937 Nadling) und dem nördlichen Teil der früheren Gemeinde Urlading. Die Besiedlung verlief unterschiedlich. Die unterschiedliche Kolonisation spiegelt sich auch im Gemeindewappen wieder. Der Dreiberg erinnert an das Wappen des Klosters Niederaltaich, das bis zur Säkularisation bedeutendster Grundherr in der Gemeinde war. Der Passauer Wolf symbolisiert die historischen Beziehungen zum Hochstift Passau. Der Ort Schaufling ist erstmals im Jahre 1298 urkundlich erwähnt. Die meisten Ortschaften der früheren Gemeinde Urlading wurden im sog. Hermannskodex erstmals erwähnt.

Die Ortschaften Freiberg und Ruselabsatz wurden erst Anfang des 19. Jahrhundert gegründet. Im Jahre 1957 wurde die Ortschaft Böhaming von Lalling nach Urlading umgemeindet. Seit 1. Mai 1978 ist die Gemeinde Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lalling. Von 1265 bis 1803 betrieb das Kloster Niederaltaich auf der Rusel eine Klosterschwaige.

Am Fuße des Haussteins wurde von 1908 bis 1975 ein Lungensanatorium betrieben. Seit Mitte der 80er Jahre wird das Areal nach Umbauten und Erweiterungen als REHA-Klinik Asklepios Klinik Schaufling genutzt. Ab 1930 gab es auch auf der Rusel ein Sanatorium, aus dem später die Dr.-Elisabeth-Gilbert-Lichtwer-Stiftung hervorging, die heute auf der Rusel noch über bedeutenden Grundbesitz verfügt.

Die Gemeinden Schaufling und Urlading gehörten zu den Pfarreien Seebach und Auerbach. Nach jahrzehntelangen Bemühungen wurde 1887 mit dem Bau einer Kirche begonnen, die 1889 fertiggestellt wurde. Im Jahre 1891 wurde Schaufling Expositur der Pfarrei Seebach. 1896 erfolgte die Erhebung zur Pfarrei. Erster und bisher bekanntester Pfarrer war Dr. Max Maier, ein bekannter Naturforscher.

Gemeindewappen

Ein Gemeindewappen wird seit 1984 geführt. Der Dreiberg geht zurück auf das Wappen der Benediktinerabtei Niederaltaich (in Gold ein grüner Dreiberg), die eine wichtige Rolle als Inhaberin der Grundherrschaft im Gemeindegebiet spielte. Der rote Wolfsrumpf ist eine Minderung des Passauer Wolfes und erinnert daran, dass die Gemeinde Nadling, die erst 1937 in Gemeinde Schaufling umbenannt wurde, bis Ende des 19. Jahrhunderts zur Pfarrei Seebach, der westlichsten Pfarrei des Bistums Passau, gehörte und dass eine Reihe von Anwesen im Gemeindegebiet mit dem Passauer Raum auch grundherrschaftlich verbunden waren.

Politik

Bürgermeister

  • 1. Bürgermeister ist Robert Bauer (SPD). Er setzte sich 2014 mit 54,75 Prozent der Stimmen gegen Josef Stangl (CSU/Unabhängige Bürger, 45,25 Prozent) durch. Bauers seit gut 13 Jahren amtierender Vorgänger Hermann Hackl (CSU/Unabhängige Bürger) stand für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung.
  • 2. Bürgermeister ist Ferdinand Schuster (CSU/Unabhängige Bürger).
  • 3. Bürgermeister ist Karl Bauriedl (FWG).

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister). Die Sitze verteilen sich aufgrund der Kommunalwahl 2014 wie folgt:

  • CSU: 4 Sitze (2008: 5)
  • SPD: 3 Sitze (2008: 3)
  • FW "Einigkeit Schaufling": 3 Sitze (2008: 3)
  • Junge Wählergemeinschaft: 2 Sitze (2008: 1)

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Heilige Vierzehn Nothelfer, im neuromanischem Stil erbaut im Jahre 1887, fertiggestellt 1889. Die Kirche besitzt eine barocke Ausstattung sowie ein Wandgemälde und den Kreuzweg von Johann Evangelist Kappel aus dem Jahr 1919.
  • Geßingerstein, Felsformation mit Aussichtspunkt in 874 Metern Höhe nördlich von Wotzmannsdorf.

Tourismus

Wanderzentrum, Skilift und Golfplatz auf der Rusel.

Wirtschaft

Die Asklepios Klinik Schaufling ist 2008 das größte Rehabilitationszentrum Ostbayerns in privater Trägerschaft.

Bildung und Erziehung

  • Die erste Schule in Schaufling wurde 1865 gebaut. Vorher mussten die Kinder nach Frohnstetten und Auerbach in die Schule gehen. Nach dem 2. Weltkrieg wurden in Schaufling (1960/1961) und Dietmannsberg (1952/1953) neue Schulhäuser errichtet. Der größte Teil der Schulkinder aus dem Gemeindebereich konnte die beiden Schulen besuchen. Im Zuge der Schulreform wurde die Schule in Dietmannsberg aufgelöst, die Schauflinger Schule zur Grundschule abgestuft. Die Hauptschüler gehen seit 1969 in Lalling in die Schule. Im Jahre 1979 wurde die Grundschule Schaufling in den Schulverband Lalling eingegliedert, die Schule aber weiterhin dreiklassig geführt.
  • Der zweigruppige Kindergarten St. Georg in Schaufling wurde 1995 eröffnet.

Neuordnung der Hausnummern

Gegen den Willen der Bevölkerung im Gemeindeteil Schützing wurden die Hausnummern Ende 2009 dort neu geordnet. An den eigentümlichen Bruchteilnummern ließ sich die Dorfentwicklung ablesen. Vier ganze Nummern gab es: 86, 87, 88 und 90. Doch weil aus den ursprünglich wohl vier Hofstellen im Lauf der Zeit 23 Häuser wurden, sind wie die Höfe auch die Hausnummern geteilt worden. Das ging hinauf bis zu 90 1/8. Benachbarte Zahlen wiesen deshalb noch lange nicht auf benachbarte Häuser hin. Der Gemeinderat beschloss die Ordnung, um bessere Orientierung für Post oder Sanka-Fahrer zu gewährleisten.

Vereine

Literatur

Weblinks

Städte und Gemeinden im Landkreis Deggendorf
Wappen Landkreis Deggendorf.png

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