Schalkham

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Schalkham
Das Wappen von Schalkham


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Höhe: 430 m
Fläche: 22,71 km²
Einwohner: 963 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 84175
Vorwahl: 08744
Kfz-Kennzeichen: LA
Website: www.gerzen.de/.../schalkham
Erster Bürgermeister: Lorenz Fuchs (FWS)

Schalkham ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gerzen.

Wegkapelle in Schalkham

Lage

Der Ort Schalkham ist ein etwas abseits liegender Weiler an der Großen Vils unmittelbar vor deren Zusammenfluss mit der Kleinen Vils. In Schalkham befinden sich einige Bauernhöfe und eine Wegkapelle aus dem 19. Jahrhundert.

Ortsteile

Die Gemeinde Schalkham besteht aus 40 Ortsteilen: Aim, Allersbach, Berg, Brandhof, Dornau, Eggenpoint, Forsthof, Gall, Geigermann, Großhochreit, Großscherneck, Guntersdorf, Hanglberg, Hochreit, Hof, Höfengrub, Höllthal, Hufnaglberg, Hungerham, Johannesbrunn, Kerschberg, Kleinhochreit, Kleinscherneck, Längermühle, Leberskirchen, Möllersdorf, Muntersgrub, Obertinsbach, Prosberg, Rabiswimm, Schalkham, Scheiben, Steffelsöd, Straß, Thal, Trautmannsberg, Untertinsbach, Vorrach, Westerskirchen und Wörthmühle.

Geschichte

Schalchaim wird erstmals 1132 urkundlich erwähnt. Im Ortsnamen steckt das Wort „schalc“ bzw. „schalk“, was soviel wie Knecht oder Diener bedeutet. Demzufolge ist Schalkham im einstigen Königsgut der Karolinger des 9. Jahrhunderts ursprünglich eine Barschalkensiedlung, d. h. eine Siedlung von Hörigen.

Obwohl die umliegenden Orte Leberskirchen, Johannesbrunn und Untertinsbach später zu Herrschaftssitzen aufstiegen und Schalkham an Einwohnerzahl bald weit übertrafen, erhielt sich der Name im Mittelalter als Obmannschaft, dann als Steuerdistrikt und ab der 2. Gemeindereform 1948 als Gemeindename. Die kleine Gemeinde überstand sogar die Gebietsreform der 1970er Jahre und ging eine Verwaltungsgemeinschaft und einen Schulverband mit der Nachbargemeinde Gerzen ein.

Die Gemeinde Schalkham ist von der Landwirtschaft geprägt, die auch Haupterwerbszweig der Bevölkerung ist. In der größten Ortschaft Johannesbrunn wirkte von 1891 bis 1967 im dortigen ehemaligen Kloster der Orden der Barmherzigen Brüder.

Im Jahre 1970 erwarb der Freistaat Bayern den Klosterkomplex und belegte ihn ab 1979 mit zeitweise über 200 Asylbewerbern. 1996 wurde das Asylbewerberheim aufgelöst und die Asylsuchenden verlegt. Am 26. Februar 2001 erwarb die Gemeinde Schalkham das leerstehende Gebäude.

In den Jahren 1994 und 2002 wurde die Gemeinde Schalkham mit dem Europäischen und Deutschen Solarpreis ausgezeichnet. 1997 erhielt sie den Bundesfamilienpreis.

Gemeindewappen

Das seit 1983 geführte Wappen zeigt unter silbernem Wellenschildhaupt drei senkrechte rote Rauten und in Blau einen silbernen romanischen Taufstein.

Das silberne Wellenschildhaupt symbolisiert die Lage der Gemeinde an der Vils und die von der Vils geprägte Landschaft. Die drei roten Rauten sind dem Wappen des seit dem Hochmittelalter im Raum an der Vils reich begüterten und 1521 ausgestorbenen Ortsadelsgeschlechts der Leberskircher entnommen, die sich nach ihrem Stammsitz Leberskirchen nannten und für das Gemeindegebiet von Schalkham historisch von großer Bedeutung waren. Der romanische Taufstein verweist auf den Gemeindeteil Johannesbrunn und auf das Johannes-Patrozinium der schon im Hochmittelalter bezeugten Taufkirche. Die Feldtingierung in Silber und Blau erinnert an die historische Zugehörigkeit zum bayerischen Landgericht Vilsbiburg.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Lorenz Fuchs (Freie Wähler Schalkham). Er wurde 2014 als alleiniger Kandidat mit 88,12 Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Schalkham hat 8 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) und folgende Sitzverteilung:

  • Freie Wähler Schalkham: 3 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 3)
  • CSU: 2 Sitze (2008: 2)
  • Unparteiliche Wählergruppe: 3 Sitze (2008: 3)

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche Mariä Empfängnis in Johannesbrunn. Sie wurde 1864 bis 1865 nach Plänen von Leonhard Schmidtner erbaut.
  • In Schalkham befindet sich eine Wegkapelle aus dem 19. Jahrhundert.
  • Spätgotische Kirche St. Rupert in Leberskirchen. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Bildung und Erziehung

Schalkham ist Mitglied im Schulverband Gerzen und im 2007 gebildeten Zweckverband Kinderbildung und -betreuung Aham-Gerzen-Schalkham. In der Gemeinde Schalkam befinden sich der Waldkindergarten Schalkham und der Montessori-Kindergarten in Johannesbrunn.

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Landshut
Wappen Landkreis Landshut.svg.png

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