Schönberg

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Dieser Artikel behandelt den Markt Schönberg im Landkreis Freyung-Grafenau. Für weitere Bedeutungen klicken Sie bitte hier!
Schönberg
Das Wappen von Schönberg


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Höhe: 563 m
Fläche: 32,71 km²
Einwohner: 3.804 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 94513
Vorwahl: 08554
Kfz-Kennzeichen: FRG
Website: www.markt-schoenberg.de
Erster Bürgermeister: Martin Pichler (CSU)

Schönberg ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau. Er hat sich mit den Gemeinden Eppenschlag, Innernzell und Schöfweg zur Verwaltungsgemeinschaft Schönberg zusammengeschlossen.

Lage

Schönberg und wird aufgrund seiner sonnigen Lage auf einem aussichtsreichen Höhenrücken in 564 Metern Meereshöhe gern als Meran des Bayerwaldes bezeichnet. Der schmucke Markt liegt verkehrsgünstig am Schnittpunkt der B 85 mit der B 533, wobei der Ort dank einer weiten Umgehungsstraße nicht unter dem Durchgangsverkehr zu leiden hat. Nach Passau sind es 38 km, bis Tittling 15 km, nach Grafenau 8 km, nach Freyung 25 km, nach Regen ebenfalls 25 km, nach Deggendorf 33 km und zur A 3 (Ausfahrt Hengersberg) 30 km.

Der Markt umfasst die Gemarkungen Eberhardsreuth, Hartmannsreit, Kirchberg, Mitternach, Schönberg, Großmisselberg und Innernzell.

Blick auf Schönberg von Eberhardsreuth aus
Die Pfarrkirche St. Margaretha
Das Rathaus von Schönberg

Ortsteile

Ortsteile sind Almosenreuth, Artmannsreuth, Eberhardsreuth, Frohnreuth, Gerlesreuth, Grubmühle, Gumpenreit, Habernberg, Haibach, Haibachmühle, Hartmannsreit, Hof, Kasberg, Kirchberg, Klebstein, Kleinmisselberg, Lederhof, Lettlmühle, Lueg, Maukenreuth, Mitternach, Ochsenberg, Oedhäuser, Oedhof, Panhof, Pittrichsberg, Pummerhof, Raben, Rammelsberg, Rötz, Saunstein, Schabenberg, Schönberg, Schreinerhof, Seifertsreuth, Stadl, Stadlmühle, Weberreuth, Zehrerhof und Zehrermühle.

Geschichte

Die "Urgeschichte" Schönbergs ist weitgehend unbekannt. Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts erhielt Schönberg von den Grafen von Hals das Marktrecht. Herzog Albrecht IV. verlieh dem Markt das Wappen. 1438 kam der Ort mit dem Gericht Bärnstein an das Herzogtum Bayern. 1648 wurde Schönberg zweimal durch die Schweden, 1742 von den Panduren geplündert. Weiteres Elend brachten 1661 und 1810 die Großbrände durch die Schönberg zum Teil, 1664, 1834 und 1844 samt der Kirche ganz in Asche gelegt wurde. Beim darauf folgenden Wiederaufbau erhielten viele Häuser eine Fassade in südländischem Stil. Am 25. April 1945 vernichteten amerikanische Truppen drei Viertel des Marktes. Aber auch die großen Seuchen ließen den Markt nicht unverschont. So herrschten 1634 und 1647 bis 1649 die Pest, 1801 der Typhus, 1805 die Blattern, 1806 das Fleckfieber und 1811 die Ruhr.

Von wirtschaftlicher Bedeutung für den Markt waren die beiden Viehmärkte am St.- Paulus- und St.- Georgs-Tag. Im Jahr 1615 gingen beispielsweise 1254 Ochsen von Schönberg aus in die Schlachthöfe von Straubing, Regensburg, Nürnberg, Augsburg und Ulm.

Im April 1945 sollte Schönberg von den Amerikanern eigenommen werden. Als ein strategisch wichtiger Brückenkopf wurde es von Männern des Reichsarbeitsdienst gegen die Amerikaner verteidigt. In den daraus resultierenden Kämpfen wurden Großteile des Marktes zerstört.

Im Jahre 1971 wurde die Gemeinde Hartmannsreit und im Jahr 1978 die Gemeinden Eberhardsreuth und Kirchberg im Zuge der Gebietsreform eingemeindet.

Wappen

Das Wappen des Marktes zeigt "Die bayerischen Rauten belegt mit einem schräg gestellten roten Pfeil". Das älteste Wappen des Marktes zeigt ein 1514 benutztes Siegel mit der Umschrift "s.marcht, schoninperg".

Sinn und Herkunft des Pfeils können nicht aufgeklärt werden. Mit Urkunde vom 18. Juni 1537 bestätigten aber die Herzöge Wilhelm und Ludwig einen Wappenbrief ihres Vaters Herzog Albrecht IV. (gestorben 18. März 1508) für Schönberg, der damals schon nicht mehr auffindbar war, so dass Rat und Bürger sich des Wappens bis dahin nicht bedient hatten. In der Bestätigung wird das Wappen beschrieben als "ain geweckhiter Schild, inmitten ybergkh ainen ganntz roten strahl habenndt".

Politik

Bürgermeister

  • 1. Bürgermeister ist Martin Pichler (CSU). Er wurde 2014 mit 72,04 Prozent gegen Diana Jemetz-Krenn (UWG) gewählt und trat damit die Nachfolge von Peter Siegert (CSU) an.

Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat hat 16 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) und folgende Sitzverteilung:

  • CSU: 8 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 5 CSU, 5 CSU/Parteifreie Bürger)
  • UWG: 6 Sitze (2008: 4)
  • SPD/Parteifreie Bürger: 1 Sitz (2008: 2)
  • Bayernpartei: 1 Sitz (neu)

Sehenswürdigkeiten

  • Marktplatz. Trotz der Kriegszerstörungen lässt der Marktplatz, der den bayerischen Grundrisstyp einer Hauptstraße mit Markterweiterung zeigt, noch die ursprüngliche Orientierung am Inn-Salzach-Stil erkennen. Die Häuser mit hoher, maskierter Dachverblendung stammen aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert. Auf dem Platz steht eine lebensgroße Steinfigur des hl. Johannes Nepomuk aus dem 18. Jahrhundert.
  • Pfarrkirche St. Margareta. Die neugotische Kirche geht auf das 13. Jahrhundert zurück, brannte aber mehrfach nieder. Der jetzige Bau von 1836 bis 1838 wurde 1945 in den letzten Kriegstagen zerstört, danach aber neu errichtet.

Gesellschaft

Schönberg ist neben den Gemeinden Saldenburg, Thurmansbang, Grafenau, Perlesreut, Ringelai, Fürsteneck, Röhrnbach und Hutthurm Mitglied im Seniorennetzwerk Ilzer Land, das sind in erster Linie die Intensivierung des Gemeinde-, Vereins- und Verbandsübergreifenden Informationsaustausches mit Sicherung seniorenfreundlicher Strukturen und Dienstleistungen zu Ziel gesetzt hat. Für 2010 liegt ein umfangreiches Programm vor.

Tourismus

Schönberg bietet die Möglichkeit eines Urlaubs im größten zusammenhängenden Waldgebiet Europas. Traditionelles Brauchtum und kulturelles Erleben prägen den Markt.

Wirtschaft

Die S+S Separation and Sorting Technology GmbH stellt Detektions-, Separations- und Sortiersysteme her.

Verkehr

  • Seit dem 1. Juli 1908 war Schönberg durch die Kraftpostlinie Schönberg-Passau an Passau angebunden.
  • Schönberg beteiligt sich neben sieben weiteren Gemeinden seit dem 1. Mai 2010 an dem GUTi - Gästeservice Umwelt-Ticket, das seinen Gästen kostenlosen Beförderung auf allen Bahn- und Busverbindungen im Bayerwald-Ticket-Tarifgebiet anbietet.

Bildung und Erziehung

  • Dietrich-Bonhoeffer-Schule (Grund- und Mittelschule)
  • Kindergarten Schönberg
  • Waldkindergarten Schönberg e. V. Die Buntspechte

Vereine

  • Bogensportclub Schönberg
  • Fischereiverein Schönberg
  • Freiwillige Feuerwehr Schönberg
  • Heimat- und Volkstrachtenverein Schönberg
  • Imkerverein Schönberg
  • Kath. Frauenbund Schönberg
  • Motorradclub Schönberg
  • Musikverein Schönberg
  • Wanderfreunde Schönberg
  • TSV Schönberg
  • Theaterverein Schönberg
  • Tennisclub Schönberg
  • Soldaten- und Kriegerverein Schönberg
  • Mütterverein Schönberg
  • Gartenbauverein Schönberg
  • Geflügelzuchtverein Schönberg

Literatur

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Freyung-Grafenau
Wappen Landkreis Freyung-Grafenau.png

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