SV Wacker Burghausen

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Das Logo des SV Wacker Burghausen

Der Sportverein Wacker Burghausen ist ein Sportverein aus der Stadt Burghausen. Mit 5.700 Mitgliedern ist er einer der größten Sportvereine Deutschlands außerhalb der Ballungszentren. Der Verein umfasst 20 Abteilungen und verfügt über die Kindersportschule KiSS, einen Jugendclub, das Jugendleistungszentrum sowie das Sport- und Gesundheitszentrum VitaSport. Die Vereinsfarben sind Weiß-Schwarz. Seine Heimspielstätte ist die Wacker-Arena, die im Besitz der Stadt ist.

Geschichte

Der Verein wurde am 13. November 1930 besonders für die Arbeiter der Firma Wacker gegründet und sollte hauptsächlich dem Breitensport dienen. Die ersten aktiv betriebenen Sportarten waren Fußball, Leicht- und Schwerathletik sowie Schießsport.

Einen Fußballverein gab es in Burghausen bereits mit dem 1. FC Burghausen, der sich 1922 vom TV Burghausen abgespalten hatte. 1930 trat der 1. FC Burghausen dem neu gegründeten SV Wacker bei, in dem er die Fußballabteilung bildete.

Den ersten größeren Erfolg konnten die Fußballer des SV Wacker 1965 feiern, als ihnen im Entscheidungsspiel in Trostberg durch einen 3:1-Sieg gegen den MTV Ingolstadt der Aufstieg in die Landesliga Süd gelang. Bis 1993 gehörten sie der Landesliga an, unterbrochen nur von den fünf Jahren von 1978 bis 1983, in denen Wacker nur in der Bezirksliga zu finden war. 1993 gelang endlich der Aufstieg in die Bayernliga, als der SV Wacker im entscheidenden letzten Saisonspiel zu Hause den direkten Konkurrenten FC Gundelfingen mit 2:0 besiegen konnte.

Bereits 1995 konnte der Aufstieg in die Regionalliga gefeiert werden, wo sich die Mannschaft bald etablierte. Unter Trainer Rudi Bommer glückte 2002 sogar der Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga. Hier war der Verein dann mit Abstand die kleinste Stadt. Damit nicht alle Mitglieder vom Erfolg einer Mannschaft abhängen, wurde 2006 die Fußball GmbH als Tochter des Vereins gegründet. Dieser Erfolg und die damit verbundenen Risiken in Bezug auf die Gemeinnützigkeit des Vereins führten 2006 zur Ausgliederung der Profi-Fußballabteilung in eine eigenständige Kapitalgesellschaft. So entstand die Wacker Burghausen Fußball GmbH. Innerhalb nur eines Jahrzehnts hatte sich die Mannschaft von der 5. Liga bis zum Zweitligisten hochgearbeitet - mit ihrem größten Erfolg 2002, dem letzten großen Aufstieg.

Im Jahr 2007 musste der Abstieg in die Regionalliga Süd angetreten werden. Ab der Saison 2008/2009 gehörte Wacker Burghausen der neuen, eingleisigen 3. Fußball-Liga an. Dort kämpfte der Verein ständig gegen den Abstieg, der in der Saison 2013/2014 frühzeitig feststand. Nach dem Abstieg 2014 in die Regionalliga blieb die Wacker Burghausen Fußball GmbH zwar bestehen, hatte jedoch mit einer Etatreduzierung von ursprünglich circa 3,2 Millionen Euro auf 800.000 Euro und dem totalen Wegfall der Fernsehgelder (circa 800.000 Euro) zu ringen.

Weblinks