SC Zwiesel

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Das Logo des SC Zwiesel.
Die Fußballmannschaft des SC Zwiesel in der Saison 2010 / 2011 auf dem Jahnplatz

Der SC Zwiesel v. 1919 e. V. ist ein Sportverein in der Stadt Zwiesel.

Geschichte

Der Verein ging aus der im Jahr 1919 gegründeten Fußball-Abteilung des Turnvereins Zwiesel hervor. Diese wurde von Schülern der Glasfachschule Zwiesel eingeführt. Daraus entstand der F.C. Zwiesel. 1935 erfolgte die Umbenennung in Sportclub Ostmark Zwiesel von 1919 e.V. und davon ausgehend 1945 in Sport-Club Zwiesel v.1919 e.V..

Abteilungen

  • Fußball: SC Zwiesel Sparte Fußball
  • Ski: SC Zwiesel Sparte Ski
  • Tischtennis: SC Zwiesel Sparte Tischtennis
  • Eisschießen: ESG Zwiesel
  • Schwimmen: SC Zwiesel Sparte Schwimmen

Geschichte der Fußballmannschaft

Spielort der Fußballmannschaft war früher das Zwieseler Jahnstadion, das Vereinsgelände liegt in den Lüsselfeldern, wo seit 2014 meistens auch die Heimspiele stattfinden.

Frühe Begegnungen

Am 9. Oktober 1922 gab es eine Niederlage gegen Straubing mit 2:14.

1924 konnte Passau mit 3:1 und am 11. September Vilshofen mit 2:1 geschlagen werden. Zum Jahresabschluss am 29. Dezember stand Zwiesel an erster Stelle der Fußball A-Klasse Niederbayern mit 13 gewonnenen, 2 unentschiedenen und 2 verlorenen Spielen.

Am 24. November 1927 stand der F.C. Zwiesel mit 26 Punkten ungeschlagen an der Spitze der A-Klasse Niederbayern. Am 19. Dezember traf die Spvg. Plattling mit dem Mittagszug und 300 Zuschauern ein, sodass insgesamt über 800 Zuschauer zu dem Spiel kamen. Zwiesel siegte mit 4:1. Damit gelang der Aufstieg in die Kreisliga Niederbayern-Oberpfalz.

1929 siegte Zwiesel gegen Plattling 4:2.

1951 wurde der Sportclub Niederbayerischer Pokalsieger.

Der SC Zwiesel in der Landesliga Mitte

Im Sommer 1965 wechselte Heinz Wittmann zu Borussia Mönchengladbach.

In der Saison 1967/1968 wurde der SC Zwiesel Meister der Bezirksliga Niederbayern und stieg 1968 in die Landesliga Mitte auf. Die Landesliga konnte mit dem 16. Platz aber zunächst nicht gehalten werden. Torjäger Klaus Fischer wechselte 1968 vom SC Zwiesel zum TSV 1860 München.

Nach einem dritten Platz 1969/1970 genügte ein zweiter Platz in der Saison 1970/1971 der Bezirksliga Niederbayern zum erneuten Aufstieg in die Landesliga Mitte. Dort sorgte der Neuling in der Saison 1971/1972 unter den Trainern Günther Karl und Ernst Schneider durch großartige Spiele für Furore und löste in Zwiesel ein Fußballfieber aus. Die Mannschaft um Torwart Artinger, Libero Gaschler, die Verteidiger Lender und Sydor, Vorstopper Krieglsteiner, die Mittelfeldspieler Melch, Müller und Jachmann sowie die Sturmspitzen Eichinger, Meininger und Brunner begeisterte die Zuschauer. Mit sechs Punkten Vorsprung wurde die Herbstmeisterschaft erobert.

In der Rückrunde gab es gegen einige Mittelfeldmannschaften Auswärtsniederlagen, so dass die Verfolger ASV Herzogenaurach (trotz 3:2-Auswärtssieg und 2:0-Heimsieg vor der Rekordkulisse von über 5.300 Zuschauern) und TSV Roth (trotz 2:1-Heimsieg vor über 4.900 Zuschauern und 1:1-Auswärtsunentschieden) am SC Zwiesel noch vorbeizogen. Immerhin blieb der Rangdritte SC Zwiesel zuhause ungeschlagen, und Sepp Brunner wurde Torschützenkönig.

Nach der Saison wechselten Karl-Heinz Meininger, Sepp Brunner und Max Müller in die Bundesliga zu 1860 München und dem 1. FC Nürnberg, Jachmann zu Wacker Burghausen. Dennoch konnte der SC Zwiesel unter Trainer Heinz Wittmann um Spieler wie Tormann Bruckdorfer und Stürmer wie Bielmeier, Trum und Weikl immer wieder spielstarke Mannschaften aufbauen. Schließlich kehrte auch Sepp Brunnner zurück und leistete als Libero seinem alten Verein wertvolle Dienste. 1976 wechselte Josef Weikl zum Bundesligisten Fortuna Düsseldorf. Die weiteren Platzierungen in den 1970er Jahren waren folgende:

  • 1972/1973: 7. Platz in der Landesliga Mitte
  • 1973/1974: 13. Platz in der Landesliga Mitte (Klassenerhalt durch Entscheidungsspiel)
  • 1974/1975: 7. Platz in der Landesliga Mitte
  • 1975/1976: 9. Platz in der Landesliga Mitte
  • 1976/1977: 9. Platz in der Landesliga Mitte
  • 1977/1978: 13. Platz in der Landesliga Mitte (Absteiger)
  • 1978/1979: 1. Platz in der Bezirksliga Niederbayern-B (Aufsteiger)

Nachdem Trainer Gustav Kagerbauer 1979 den SC in die Landesliga zurückgeführt hatte, konnte dieser sich dort noch bis 1982 behaupten.

  • 1979/1980: 13. Platz in der Landesliga Mitte
  • 1980/1981: 5. Platz in der Landesliga Mitte
  • 1981/1982: 15. Platz in der Landesliga Mitte (Absteiger)

Insgesamt bestritt der SC Zwiesel in der Landesliga Mitte 514 Spiele.

Die Herrenmannnschaft seit den 1980er Jahren

Der SC spielte nun mit Spielern um Tormann Berger und Torjäger Dötsch in der Bezirksliga Niederbayern und errang 1984 die Niederbayrische Hallenmeisterschaft. 1988 startete der Verein in der neu geschaffenen Bezirksoberliga Niederbayern, doch in diesem Jahr begann ein Leistungsabfall, der über die Bezirksoberliga und die Bezirksliga bis in die damalige A-Klasse Bayerwald führte.

  • 1988/1989: 15. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern (Absteiger)
  • 1989/1990: 12. Platz in der Bezirksliga Niederbayern Ost (Absteiger)

1990 übernahm Gustav Kagerbauer den Vorsitz des Vereins. Nun musste der SC in der Saison 1990/1991 Punktspiele gegen ungewohnte Gegner wie die SpVgg Brandten austragen. Doch es gelang mit dem sofortigen Gewinn der Meisterschaft der A-Klasse Bayerwald wieder in die Bezirksliga aufzusteigen. 1991 wechselte Jochen Weigl zum TSV Vestenbergsgreuth. Nach dem 8. Platz in der Saison 1991/1992 folgte schon 1992/1993 mit der Meisterschaft der Bezirksliga Ost der erneute Aufstieg in die Bezirksoberliga. Dort konnte sich der SC Zwiesel seither meist behaupten. 1994 wurden die SC-Fußballer erneut Niederbayerischer Hallenmeister.

  • 1993/1994: 12. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern
  • 1994/1995: 12. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern
  • 1995/1996: 7. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern
  • 1996/1997: 7. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern
  • 1997/1998: 12. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern
  • 1998/1999: 15. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern (Absteiger)
  • 1999/2000: 7. Platz in der Bezirksliga Niederbayern Ost
  • 2000/2001: 1. Platz in der Bezirksliga Niederbayern Ost (Aufsteiger)

Ab 2002 wurde ein eigenes Sportgelände an den Lüsselfeldern erbaut, das 2003 eingeweiht werden konnte. Am 22. November 2003 wurde der Förderverein der Sparte Fußball des SC Zwiesel gegründet. Die Platzierungen der 1. Fußballmanschaft in den letzten Jahren sind folgende:

  • 2001/2002: 6. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern
  • 2002/2003: 11. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern
  • 2003/2004: 5. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern
  • 2004/2005: 12. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern
  • 2005/2006: 14. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern (Absteiger)
  • 2006/2007: 1. Platz in der Bezirksliga Niederbayern Ost (Aufsteiger)

Im Juni 2007 wurde Andreas Wagner Nachfolger von Trainer-Legende Gustav Kagerbauer, nachdem dieser den SC wieder in die Bezirksoberliga zurückgeführt hatte.

  • 2007/2008: 10. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern

Nach dem Rücktritt von Trainer Andi Wagner im April 2008 übernahm Spartenleiter Bernhard Perl vorübergehend das Traineramt. Im Juni 2008 folgte ihm Christian Lender als neuer Trainer. Im April 2009 löste Franz Hackl Christian Lender als Trainer ab.

  • 2008/2009: 10. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern

Ende November 2009 übernahm Günther Himpsl als Nachfolger von Franz Hackl das Traineramt.

  • 2009/2010: 14. Platz in der Bezirksoberliga Niederbayern (Absteiger)

Neue Trainer wurden Ende Juni 2010 Walter Liebhaber und Martin Lossa. Nach Ablauf der Herbstserie stellte Liebhaber seinen Posten zur Verfügung. Im Februar 2011 trat Todor Jung seine Nachfolge an.

  • 2010/2011: 14. Platz in der Bezirksliga Ost (Absteiger)

Neuer Trainer wurde am 1. Juli 2011 Thomas Seidl.

  • 2011/2012: 1. Platz in der Kreisliga Bayerwald‎ (Aufsteiger)
  • 2012/2013: 11. Platz in der Bezirksliga Ost

Im März 2013 erklärte Thomas Seidl seinen Rücktritt. Der langjährige Vereinsvorsitzende und Trainer Gustav Kagerbauer übernahm interimistisch für drei Wochen wieder das Traineramt. Ab 1. Mai 2013 trainierte Spartenleiter Thomas Kagerbauer die 1.Mannschaft, ab 1. Juli 2013 Tobias Friedl.

  • 2013/2014: 11. Platz in der Bezirksliga Ost
  • 2014/2015: 14. Platz in der Bezirksliga Ost (Absteiger nach Relegation)

Trotz Abstieg wurde bei der Spartenversammlung am 2. Juni 2015 eine „Wall of Fame“ (Ruhmeswand) auf dem Vereinsgelände in den Lüsselfeldern vorgestellt, wo die SC-Heimspiele nun stattfinden. Auf der Wall of Fame wird an Fußballprofis erinnert, die aus dem Verein hervorgegangen sind: Jochen Weigl, Heinz Wittmann, Lutz Pfannenstiel, Corinna Paukner, Max Müller, Karl-Heinz Meininger, Klaus Fischer, Josef Brunner und Josef Weikl.

Vorstand

  • 1. Vorsitzender: Martin Kufner
  • Stellvertreter: Ernst Schneider und Florian Schink
  • Schatzmeister und Schriftführer: Johann Ernst

Literatur

  • bbz: SC setzt seinen Helden ein Denkmal. In: Der Bayerwald-Bote vom 6. Juni 2015 (S. 21)
  • Rainer Schlenz: SC Zwiesel beendet Führungskrise. In: Der Bayerwald-Bote vom 21. März 2016 (S. 24)

Kontakt

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Lenau 10
94227 Zwiesel

Tel 0172 980 1551
Fax: 0851/9347749

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