Reinhold Plenk

Aus RegioWiki Niederbayern
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dr. Reinhold Plenk

Dr. Reinhold Plenk (* 21. Juni 1937 in Oberwössen, Chiemgau; † 25. April 2018 in Passau) war ein Passauer Notar und über zwanzig Jahre lang Vorsitzender des Vereins für Ostbairische Heimatforschung. Er war verheiratet mit Dagmar Plenk und hatte vier Kinder.

Leben und Wirken

Berufliche Laufbahn

Nach seiner schulischen Laufbahn, die Plenk 1956 mit dem Abitur abschloss, begann er ein Betriebswirtschafts- und Jura-Studium an den Universitäten München und Würzburg, beschäftigte sich gleichzeitig aber auch mit Geschichte, Kunst und Theologie. Ab 1960 war Plenk Rechtsreferendar, 1962 Referendar in Brüssel und Den Haag, musste aber noch im gleichen Jahr aufgrund einer Erkrankung eine Auszeit nehmen. Nichtsdestotrotz promovierte er 1963 mit einer rechtshistorischen Arbeit (Behördenorganisationsgeschichte „Die untere Verwaltungsbehörde in Bayern“) an der Universität Würzburg und wurde zwei Jahre später Notarassessor in Mühldorf am Inn. 1969 wurde er zum Notar auf Lebenszeit mit erstem Amtssitz in Greding ernannt und trat außerdem in den historischen Verein Eichstätt ein. 1971 versetzte man ihn nach Passau, wo er bis zu seinem Ruhestand im Juli 2000 als selbstständiger Notar tätig war.

Im Jahr 1966 heiratete er Dagmar Hamacher in deren Geburtsstadt Bonn.

Im Ehrenamt

Plenk war Mitglied in über 100 Vereinen. Seit 1971 etwa gehörte er dem Verein für Ostbairische Heimatforschung an, dessen Geschicke er von 1984 bis 1987 als zweiter Vorsitzender sowie in der Folge bis 2009 als erster Vorsitzender über Jahrzehnte hinweg wesentlich mitbestimmte. Unter anderem war er maßgeblich an der Neugestaltung des Vereinslogos, der Sicherung der Vereinsfinanzen sowie an zahlreichen anderen Projekten beteiligt. Vor allem iniitiierte er eine Beschilderung wichtiger Bauwerke und brachte die Geschichte der Stadt Passau auf den Weg, die 1999 erschien. Als Nachfolger Emil Brichtas war er seit der Vereinsgründung im Jahr 1926 der erst vierte Vorsitzende. 2009 folgte ihm nach über zwanzig Jahren als erster Vorsitzender Dr. Helmut Böhm nach, nachdem Plenk – der gleichzeitig zum Ehrenmitglied ernannt wurde – nicht mehr kandidiert hatte.

Seit 2000 war Plenk zudem geschäftsführender Vorsitzender des Kulturkreises Asbach e.V., dessen Gründungsmitglied er auch war. Er hatte ebenfalls den Vorsitz im Bund katholischer Unternehmer Passau inne und war darüber hinaus seit 1958 Mitglied der CSU. Er war ferner langjähriges aktives Mitglied im Lions-Club Passau und 1980/81 dessen Präsident. Er war Gründungsmitglied der Passauer Universitätsstiftung

Im Januar 2010 gründete er gemeinsam mit seinen Kindern die Dagmar-Plenk-Stiftung zur Förderung von Jugendlichen in der Region Passau. Damit setzte er den letzten Willen seiner im November 2009 verstorbenen Frau Dagmar in die Tat um. Er war seit ihrer Gründung Vorsitzender der Stiftung.

Würdigungen

Am 12. November 2010 wurde Reinhold Plenk von Prof. Dr. Walter Schweitzer zum Ehrenbürger der Universität Passau ernannt. Plenk, der unter anderem Gründungsmitglied der Passauer Universitätsstiftung ist, habe bereits bei der Gründung der Universität Passau im Jahr 1978 tatkräftig angeschoben und diese auch danach nachhaltig gefördert, lobte Schweitzer.

Der Verein für Ostbairische Heimatforschung widmete ihm die im Dezember 2010 erschienene 52. Ausgabe des Passauer Jahrbuchs. Damit sollte auch nach außen demonstrativ gewürdigt werden, was Plenk für Verein getan hat. Dabei war Plenk selbst es, der als Vorsitzender mit der früher gängigen Tradition der Widmung des Passauer Jahrbuchs gebrochen hatte.

Im Juni 2013 erhielt Plenk für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement – insbesondere hinsichtlich des Aufbaus und Erhalts von Kloster Asbach – aus den Händen von Landrat Franz Meyer das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Dr. Reinhold Plenk starb am 25. April 2018 im Alter von 80 Jahren. Die Beisetzung fand am 2. Mai am Innstadtfriedhof statt.

Auszeichnungen

Literatur