Pleiskirchen

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Pleiskirchen
Das Wappen von Pleiskirchen


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Höhe: 450 m
Fläche: 52,59 km²
Einwohner: 2.357 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 84568
Vorwahl: 08635
Kfz-Kennzeichen:
Website: www.pleiskirchen.de
Erster Bürgermeister: Konrad Zeiler (FW)

Pleiskirchen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Altötting.

Lage

Pleiskirchen liegt im hügeligen Holzland, ca. 90 km östlich von München und 15 km nördlich von Altötting. Die Gemeinde ist der nördlichste Ausläufer des Landkreises Altötting und grenzt an den Landkreis Mühldorf a. Inn im Westen und den niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn im Osten. Von Pleiskirchen sind es nur ca. 50 km zum "Bäderdreieck" Bad Birnbach-Bad Griesbach-Bad Füssing. In einer Stunde sind auch Salzburg und die Chiemgauer Alpen erreichbar.

Die Pfarrkirche St. Nikolaus

Ortsteile

Pleiskirchen hat 134 Ortsteile: Aich, Aign, Albersberg, Almering, Altsberg, Anhaltsberg, Antersberg, Anzing, Asbach, Asenwinkl, Bachleiten, Bartlöd, Belzberg, Bichl, Blümelhub, Brandhub, Dachgrub, Dornach, Einzenbach, Engberg, Englsperg, Estor, Fallthor, Furth, Gallöd, Geisberg, Geiselloh, Georgenberg, Gmaindl, Goldhub, Grafing, Großspitzing, Grub, Guggenberg, Güntering, Hanning, Harland, Harpeting, Harpfen, Hartberg, Hartlöd, Hausen, Häuslaign, Heisting, Hilling, Hinten, Hinterwinkl, Hitzenberg, Hochstraß, Höll, Höllthal, Holzgrandl, Hölzling, Hönning, Hub, Hütting, Illbach, Irlach, Johannsbuchbach, Kaining, Klebing, Kolmbach, Kothingbuchbach, Laibeng, Lampersberg, Lederhub, Lehen b.Wald, Lichtsberg, Lindlhütt, Lohr, Luneck, Manghof, Mitterbuchbach, Mitterhausen, Moored, Moos, Moosbuch, Näglstall, Neuerding, Niederaich, Nonnberg, Oberau, Obergrusberg, Oberlohr, Oberthann, Oed, Petzling, Pitzing, Plackersdorf, Pleiskirchen, Prasting, Prost, Prostgrub, Rabenberg, Reichschmitt, Reisach, Reit, Rettenbach, Ruhnsberg, Ruhnstetten, Ruhwies, Sauberg, Schmidhub, Schmitten, Schollaberg, Schwalbenberg, Sigrün, Sonnberg, Sorsbach, Starzen, Steinparz, Stocking, Stöpfing, Straß, Thal, Thalham, Thurmading, Unterau, Unterbuchbach, Untergrusberg, Unterlohr, Unterstraß, Unterthann, Vorach, Vorwald, Wald bei Winhöring, Waldhäusl, Walding, Walln, Wilhartsberg, Wimm, Wolfsgrub, Wöllersdorf und Zeiling.

Geschichte

Erste Besiedelung

Etwa um 500 nach Chr. beginnt die Geschichte der Holzlandgemeinde Pleiskirchen, wobei Nonnberg und Pleiskirchen durch Jahrhunderte hindurch miteinander verbunden waren, bevor sie für kurze Zeit auseinandergerissen wurden. Der dritte Gemeindeteil Wald hatte eine selbständige Entwicklung und schloß sich erst in jüngster Vergangenheit mit Pleiskirchen zusammen. In der Zeit um 500 bis 550 n. Chr. kam, wie angenommen wird, aus Böhmen der Volksstamm der Bayuwaren in unsere Gegend. Unter Ihnen gab es nur wenig Christen, die meisten waren noch heidnisch. Missionare aus Salzburg bekehrten in den folgenden Jahren die heidnischen Bayuwaren zum Christentum. Um 690 n. Chr. setzte in der Gegend die Christianisierung durch den Salzburger Bischof, den Hl. Rupertus ein.

Nonnberg

In Nonnberg wurde dabei ein Nonnenkloster gegründet, das vermutlich eine Außenstelle des Salzburger Stiftes Nonnberg war. Dieses Kloster wurde vermutlich bereits 800 n. Chr. in der Zeit der Ungarneinfälle zerstört. Das urkundlich fixierte Weihedatum vom 21. März 1218 bringt den frühesten Nachweis der jetzigen Kirche von Nonnberg.

Wald

Als an Rott und Inn bereits ein emsiges Treiben herrschte, lag das Walder Gebiet noch in tiefer Wildnis. Der Ort wird erst 1326 zum ersten mal erwähnt, als Mittelpunkt der Obmannschaft "auf der Öggen" (später Gemeinde Eggen), einer großen verstreuten Einzelhof- und Weilersiedlung. Im Jahr 1721 gelangte Winhöring und damit auch Wald in den Besitz des Grafen von Toerring zu Tüssling und Jettenbach.

Pleiskirchen

Mit Zunahme der Volkszahl setzte zwischen 800 und 1100 n. Chr. die zweite Besiedelungswelle ein. In diese Zeit fällt auch die Gründung der Pfarrei Pleiskirchen. Die älteste Urkunde von 1190 zeigt, daß die Kirche in Pleiskirchen von einem Mann namens Pleidolf von Brucke gegründet worden ist. Dieser Pleidolf war auch namentlich der erste Inhaber des Gutes Klebing, das seit Beginn der Christianisierung zum Herrschaftsbereich des Erzbischofs von Salzburg gehörte.

In den Pestjahren 1634, 1648 1649 erlagen jährlich weit über hundert Menschen der heimtückischen Krankheit. Auch während des Österreichischen Erbfolgekrieges im Jahre 1742 forderte sie wieder über hundert Opfer. Die Entwicklung von Pleiskirchen hatte sich aber nicht aufhalten lassen. Bereits um 1700 wurde der erste Schullehrer eingesetzt. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die Obmannschaften neu gebildet. Diese wurden Grundlage für die 1818 gebildeten Gemeinden Oberpleiskirchen, Unterpleiskirchen, Nonnberg, Wald und Eggen.

Neuere Geschichte

Bis zum Jahre 1967 gab es auf dem jetzigen Pleiskirchner Gemeindegebiet fünf selbständige Gemeinden: Ober- und Unterpleiskirchen, Nonnberg, Wald und Eggen. Im Jahre 1967 wurde die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vollzogene Trennung der Gemeinden Ober- und Unterpleiskirchen wieder rückgängig gemacht. Am 1. Januar 1966 schlossen sich Ober- und Unterpleiskirchen zur Gemeinde Pleiskirchen zusammen. Zur selben Zeit wurde die Gemeinde Eggen völlig aufgelöst und die Ortschaften auf die Gemeinden Reischach, Winhöring und Wald bei Winhöring nach Pfarreigrenzen aufgeteilt. Die lange Zeit umstrittenste Entscheidung aber war die Vereinigung der drei Gemeinden Pleiskirchen, Wald und Nonnberg zur neuen Gemeinde Pleiskirchen am 1. Januar 1972. Die so geschaffene Gemeinde war schließlich groß genug um die Gebietsreform im Jahr 1978 zu überstehen.

Gemeindewappen

Ein Gemeindewappen führt die Gemeinde seit 1982. Die Farben Gold und Grün im Schildfuß symbolisieren Acker und Wiese und damit die landwirtschaftliche Prägung des Gemeindegebiets. Die goldene Mitra steht als Attribut des heiligen Nikolaus für den Patron der Pfarrkirche Pleiskirchen. Die heraldische Lilie, ein Mariensymbol, verweist auf die früher selbstständige Gemeinde Nonnberg und die dortige Kirche Mariä Himmelfahrt. Das Lindenblatt repräsentiert die frühere Gemeinde Wald mit einer als Naturdenkmal geschützten alten Linde. Die Gemeinden Nonnberg und Wald bei Winhöring (bis 1966 Geratskirchen II) wurden am 1. Januar 1972 aufgelöst und in die Gemeinde Pleiskirchen eingemeindet. Der silberne Pfahl in Rot ist aus dem Wappen der Familie von Taufkirchen übernommen, die vom 16. bis 18. Jahrhundert die Hofmark Klebing und im 17. Jahrhundert auch den Sitz Güntering besaß. Die Farben Rot und Weiß unterstreichen zugleich die große historische Bedeutung Salzburgs für das Gemeindegebiet; Pleiskirchen ist eine frühe, schon 930 als Pfarrsitz "Puohpach" bestätigte Salzburger Kirche.

Politik

Bürgermeister

  • 1. Bürgermeister ist Konrad Zeiler (FW). Er gewann die Wahl 2014 mit 58,40 Prozent gegen Stefan Mittermeier (CSU/Unabhängige) und trat damit die Nachfolge von Sepp Eder (CSU/Unabhängige) an, der seit 2000 amtierte.

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister). Die Sitzverteilung ist aufgrund der Kommunalwahl 2014 folgende:

  • CSU/Unabhängige: 7 Sitze (2008: 14)
  • Freie Wähler: 7 Sitze + 1. Bürgermeister (neu)

Bildung und Erziehung

  • Grundschule Pleiskirchen
  • Kindergarten St. Nikolaus
  • Private Musikschule Horst Eberl
  • Kath. öffentliche Pfarrbücherei

Vereine

  • DJK-SV Pleiskirchen
  • Golfclub Pleiskirchen
  • Hubertusschützen Pleiskirchen
  • Pleiskirchner Musikanten
  • Trachtenverein Pleiskirchen
  • Kath. Arbeiterverein Pleiskirchen
  • Kath. Frauenbund Pleiskirchen
  • Kath. Landjugend Pleiskirchen
  • Männerkongregation Pleiskirchen
  • Aktionsgemeinschaft Pleiskirchner Sorgenkinder
  • VDK Pleiskirchen
  • Freiwillige Feuerwehr Pleiskirchen
  • Bienenzuchtverein Pleiskirchen
  • CSU Ortsverband
  • Förderverein Grundschule Pleiskirchen
  • KSK Pleiskirchen
  • Obst- und Gartenbauverein Pleiskirchen


Städte und Gemeinden im Landkreis Altötting
Wappen Landkreis Altoetting.png

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