Perkam

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Perkam
Das Wappen von Perkam


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 360 m
Fläche: 4,22 km²
Einwohner: 1.614 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 94368
Vorwahl: 09429
Kfz-Kennzeichen: SR
Website: www.perkam.de
Erster Bürgermeister: Hubert Ammer (ÜWG)

Perkam ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rain.

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Perkam

Lage

Perkam liegt an der Kleinen Laaber etwa acht Kilometer südwestlich von Straubing am Rande des Gäubodens. An der Bahnstrecke Neufahrn–Radldorf hat Perkam einen Haltepunkt. Ortsteile sind Bernloh, Perkam, Pilling, Radldorf und Veitsberg.

Geschichte

Bereits 863/864 wird bei „Perc“ urkundlich eine Kirche erwähnt. Ob es sich dabei um das heutige Perkam handelt ist nicht sicher, auch Haindlingberg bei Geiselhöring wird dahinter vermutet. 983 und 1031 erscheint Perc im Güterverzeichnis des Klosters St. Emmeram.

1139 wird Perchem erwähnt, wohl eine Verschreibung für Percheim, das Heim auf dem Berge. Weitere Belege sind 1181 Perchaim, ca. 1200 Perkheim, 1447 Perkchaym, 1665 Perckham, 1723/1724 Perkamb und erst ab 1811 Perkam.

Im Jahr 1500 wird die Pfarrkirche „Talkirchen alias Perkhaim“ bezeichnet. 1599 bildete Perkam eine Hauptmannschaft im Oberamt Alburg des Landgerichtes Straubing. 1785 war daraus eine Obmannschaft geworden, die 31 Anwesen zählte. Das Wirtshaus in Perkam unterstand der Herrschaft Sünching. 1808 bestand im Landgericht Straubing der Steuerdistrikt Perkam, aus dem 1821 die Ruralgemeinde Perkam entstand.

1950 wurde die Gemeinde Dürnhart (heute Gemeinde Rain) von Perkam abgetrennt. Damals zählte die Gemeinde Perkam 1.196 Einwohner. Die Bevölkerungszahl stagnierte lange Zeit, noch 1994 lag sie bei 1.186. Seither wuchs die Einwohnerzahl der Gemeinde durch Ausweisung von Wohnbaugebieten stark an.

Am 1. Januar 2005 wurde im Gewerbegebiet Pilling ein neues Feuerwehrgerätehaus in Betrieb genommen.

Gemeindewappen

Das seit 1987 geführte Wappen zeigt einen erhöhten silbernen Wellenbalken, mit oberhalb Blau und unterhalb Rot, unten über silbernem Dreiberg nebeneinander die silberne Krümme eines Abtstabs und ein silberner Kelch.

Der silberne Wellenbalken versinnbildlicht die Kleine Laaber, der Dreiberg ist redendes Bild für den Ortsnamen Perkam ("Bergheim"). Die übrigen Elemente des Wappens verweisen auf die Geschichte der Gemeinde: Der Abtstab erinnert an die grundherrlichen Beziehungen zum Regensburger Kloster St. Emmeram. Der Kelch ist eine Figur aus dem Wappen des Kartäuserklosters Prüll (Regensburg), das ebenfalls wichtiger Grundherr im Gemeindegebiet war. Die Farben Silber und Rot verweisen auf die Verbindung zum Hochstift Regensburg, die Farben Silber und Blau auf die Landesherrschaft der Wittelsbacher.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Hubert Ammer (ÜWG). Er wurde 2014 als alleiniger Kandidat mit 92,24 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Perkam hat 12 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) und aufgrund der Kommunalwahl von 2014 folgende Sitzverteilung:

  • CSU/Unabhängige Wähler: 5 Sitze (2008: 5)
  • Überparteiliche Wählergemeinschaft: 7 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 5 Sitze)

2008 erreichte zudem die Liste SPD/Freie Wählergemeinschaft 2 Sitze.

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Das romanisch-gotische Bauwerk wurde 1842 erweitert. Die Einrichtung ist barock um 1740.

Bildung und Erziehung

  • Grundschule Perkam
  • Kindergarten St. Martin in Pilling, 2000/2001 neu gebaut

Vereine

  • Sportverein 1967 Perkam
  • Skiclub Perkam
  • Tennisclub Perkam 1983
  • Kath. Landjugendbewegung Perkam
  • Landfrauen Perkam
  • Eisstockclub Perkam
  • Angelsportverein Perkam
  • FFW Perkam
  • Krieger- u. Soldatenkameradschaft Perkam
  • Obst- u. Gartenbauverein Perkam
  • Schützengesellschaft Edelweiß Perkam
  • Förderverein der Volksschule Perkam

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Straubing-Bogen
Wappen Landkreis Straubing-Bogen.png

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