Passauer Maidult 2015

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Blick über den Festplatz bei der Passauer Maidult 2015.
Blick auf das Feuerwerk am Donnerstagabend.

Die Passauer Maidult 2015 fand vom 30. April bis zum 10. Mai 2015 im Messepark in Passau-Kohlbruck statt und verzeichnete rund 300.000 Besucher. Veranstalter war erstmals nach 2001 wieder die Stadt Passau selbst, nachdem die bisher dafür verantwortliche Passau Event GmbH zum 1. Juli 2014 aufgelöst worden war. Die Maß Bier war im Vergleich zum Vorjahr etwas teurer: 8,30 Euro kostete ein Liter Festbier bei dieser Maidult.

Verlauf

Eröffnung und Neuerungen

Im Jahr 2015 begann die Maidult erstmals einen Tag früher als sonst: Da die eigentliche Eröffnung am Freitag, den 1. Mai auf einen Feiertag gefallen wäre, beschloss der Aufsichtsrat der Passau Event GmbH – zu diesem Zeitpunkt noch der Veranstalter der Passauer Dult – einstimmig, die Maidult 2015 um einen Tag vorzuziehen. Theoretisch wäre zwar auch eine Vorverlegung des Dultbeginns um eine Woche auf den 24. April denkbar gewesen, doch der Dultbeginn sei seit Jahrzehnten traditionell Ende April. Zuletzt hatte es eine elf Tage lange Dult in den 1970er Jahren gegeben.

Der Anstich fand daher bereits am 30. April statt. In der Stockbauer Hütt’n zapfte Oberbürgermeister Jürgen Dupper das erste Fass Festbier mit zwei kräftigen Schlägen „und einem zur Sicherheit“ an. Unter den Ehrengästen beim Anstich war traditionell auch wieder eine Abordnung aus der französischen Partnerstadt Cagnes-sur-Mer. Das Wetter zum Auftakt war eher wechselhaft.

Trachten- und Schützenumzug

Rund 2.000 Trachtler und etwa 1.000 Schützen zogen am 3. Mai 2015 beim Passauer Dultumzug durch die Dreiflüssestadt. Zum Auftakt gab es ein eineinhalbstündiges Pontifikalamt mit Bischof Stefan Oster im Dom St. Stephan, der unter anderem von Männerchören aus Freyung und Haus im Wald sowie einer Harfinistin bereichert wurde. Nach dem Gottesdienst formierten sich die 130 Gruppen und 18 Musikkapellen und zogen dann vom Domplatz zum Rindermarkt an die Donaulände. Am Peschlbergerl reihten sich etwa 20 Pferdegespanne zwischen die Musik-, Trachten und Schützengruppen. Zu den Teilnehmern gehörten auch in diesem Jahr wieder Vereine aus den Nachbargemeinden Passaus in Österreich, ebenso wie Gruppen aus den Partnerstädten Cagnes-sur-Mer und Veszprém.

Weiterer Verlauf

Der verregnete 1. Mai, traditionell einer der umsatzstärksten Tage, schmerzte die Schausteller. Dafür war der Familientag am 4. Mai nach Angaben der Dultverantwortlichen einer der besten auf der Passauer Maidult in den vergangenen Jahren. Das Dultfeuerwerk war wegen der Live-Übertragung des Champions League-Halbfinales des FC Bayern gegen den FC Barcelona vom Mittwochabend auf den Donnerstag verschoben worden; ab 22 Uhr war der Dultplatz eine ganze Viertelstunde lang in buntes Licht getaucht. Insgesamt bewegte sich die Dult mit über 300.000 Besuchern ungefähr auf dem Stand des Vorjahres; der zusätzliche elfte Tag gleichte das recht wechselhafte Wetter einigermaßen aus.

Fahrgeschäfte und Schankbetriebe

Neben dem Passauer Dultstadl gab es mit der Stockbauer Hütt’n, Karlstetter’s Festzelt, der Bauer Hütt’n, der Dultschänke, dem Weißbiergarten und dem Faun-Truck noch sechs weitere Schankbetriebe.

Bei den Fahrgeschäften war zum ersten Mal überhaupt die 45 Meter hohe Hochschaukel „XXL – Exclusive“ in Passau. Das Fahrgeschäft feierte in Frankfurt seine Premiere; Passau war erst der zweite Standort, an dem die Hochschaukel zum Einsatz kam. Die Passauer Schaustellerfamilie Sonntag stellte ihr neues Breakdancemodell „Powerdancer“ auf. Ebenfalls neu dabei war das Laufgeschäft „Big Bamboo“. Zudem boten die Achterbahn „Wilde Maus“, das Riesenrad, der Autoscooter und viele andere Fahrgeschäfte den Besuchern eine große Auswahl.

W-LAN, Mobilfunknetz und Busverkehr

Dultschlussbusse in der Nacht um 00:30 am ZOB.

Das überlastete Mobilfunknetz war in den vergangenen Jahren oft ein Ärgernis für Dultbesucher. Deshalb verstärkte etwa der Mobilfunkanbieter O2 für die Maidult 2015 seine technische Ausrüstung um 100 Prozent. Zudem war bis zur Dult auch das City-WLAN der Stadt am Messegelände ausgebaut. Darüber konnten etwa 3.000 bis 4.000 Nutzer gleichzeitig eine Stunde lang kostenlos im Internet surfen. Allerdings wurde dieses Angebot nur mäßig wahrgenommen, teils waren lediglich bis zu 200 Nutzer gleichzeitig eingewählt.

Ein weiteres Streitthema waren die Dultbusse, die um 00:00 vom Festgelände zum ZOB und weiter in alle Stadtteile fahren. Nach Ansicht der JU Passau-Stadt reichten die fünf Gelenkbusse der Stadtwerke Passau sowie die zwei Solobusse eines Subunternehmens oft nicht aus, um dem Ansturm gerecht zu werden. Außerdem forderte man, Sonderbusse bis 01:30 nachts fahren zu lassen, um die Besucher auch nach Schankschluss noch sicher nach Hause kommen zu lassen. Taxis seien um diese Zeit überlastet.

Galerie

Siehe auch

Literatur

Weblinks


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