Passauer Herbstdult 2016

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Das Feuerwerk am 14. September.

Die Passauer Herbstdult 2016 fand vom 9. bis zum 18. September 2016 im Messepark in Passau-Kohlbruck statt und verzeichnete rund 200.000 Besucher. Es handelte sich um die 852. Passauer Herbstdult.

Verlauf

Am Freitag, den 9. September formierten sich Politprominenz, Schausteller, Brauer, Bedienungen sowie Vertreter zahlreicher Passauer Vereine und zogen bei schönstem Spätsommerwetter und Blasmusikklängen in die Dreiländerhalle ein. Hier im passabel gefüllten Passauer Dultstadl zapfte Oberbürgermeister Jürgen Dupper mit gewohnten drei Schlägen an. Der weitere Verlauf der Dult war ruhig. Das Feuerwerk am 14. September, einem der letzten lauen Spätsommerabende des Jahres, wurde von der Würzburger Firma Woesch verantwortet. Woesch verbindet mit Passau eine jahrzehntelange gemeinsame Dultgeschichte: Schon 1928 schossen die fränkischen Feuerwerksexperten die ersten farbenfrohen Bilder in den Nachthimmel über der Dreiflüssestadt.

Am Abend des 18. September schloss eine durchschnittlich gut besuchte Herbstdult ihr Pforten. Dultmanager Max Lindinger schätzte, dass wie im Vorjahr rund 200.000 Menschen nach Passau-Kohlbruck gekommen sind – 20.000 weniger als im Vorfeld erhofft. Auch die verschärften Sicherheitsmaßnahmen wurden großteils akzeptiert.

Sicherheit

Nachdem die Terroranschläge in Würzburg und Ansbach und der Amoklauf in München eine breite Diskussion über weitere Sicherheitsmaßnahmen ausgelöst hatten, stimmten sich die Stadtverwaltung Passau und die Polizei Anfang August 2016 über Maßnahmen für mehr Sicherheit auf Großveranstaltungen ab. Zwar gab es für die Passauer Dult im Messepark schon seit Jahren ein Sicherheitskonzept, das ständig den jeweiligen Entwicklungen angepasst wurde. Ab der Herbstdult 2016 kommen allerdings Taschenkontrollen neu hinzu, die es künftig auf allen Passauer Dulten geben soll. Wer seinen Rucksack, größere Taschen oder ähnliche Behältnissen bei Betreten des Dultgeländes nicht vom Sicherheitsdienst oder der Polizei durchsuchen lässt, dem wird der Zutritt auf das Gelände verweigert. Der Stadtrat erließ zur rechtlichen Absicherung am 16. August eine entsprechende „sicherheitsrechtliche Verordnung“. Auf drei Seiten regeln sechs Paragraphen die verschärften Sicherheits-Bestimmungen. Wer gegen sie verstößt, muss gegebenenfalls tief in die Tasche greifen: Strafen von bis zu 1.000 Euro sind vorgesehen.

Siehe auch

Literatur

Weblinks


Passauer Dult

Maidult:
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