Passauer Herbstdult 2011

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Die Herbstdult 2011 in Passau.
OB Jürgen Dupper beim Anstich.
Das Feuerwerk der Herbstdult 2011.

Die Passauer Herbstdult 2011 fand vom 9. bis zum 18. September 2011 im Messepark in Passau-Kohlbruck statt und verzeichnete knapp über 200.000 Besucher. Veranstalter war die Passau Event GmbH. Es handelte sich um die 847. Passauer Herbstdult. Eine Mass Bier kostete wie schon im Vorjahr wieder 6,80 Euro.

Verlauf

Nachdem das soeben eingeführte Rauchverbot einigen Volksfestbesuchern der Herbstdult 2010 noch die gute Laune verdorben hatte, war dies beim Auftakt der diesjährigen Herbstdult schon kein Thema mehr: Im Beisein von viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und vor bereits auffallend vielen Festbesuchern im Passauer Dultstadl zapfte Oberbürgermeister Jürgen Dupper um 18.03 Uhr mit drei Schlägen und einem kleinen Nach-Klopferer, begleitet von einigen Spritzern, das erste Fass Festbier an. Zuvor hatten die Königlich Privilegierten Feuerschützen sowie die Mahder Böllerschützen ihren Auftritt. Vor der Dreiländerhalle gaben sie gleich eine ganze Salve von Startschüssen für das kleinere der beiden Passauer Traditionsvolksfeste ab. Anschließende zogen OB, Abgeordnete und schätzungsweise der halbe Stadtrat zu den Klängen der Blaskapelle Thalberg einmal rund ums Messegelände und über den Festplatz zum Dultstadl.

Am 10. September wartete die nostalgische Bulldog-Parade auf die Besucher: Rund 50 Bulldog-Freunde aus Büchlberg fuhren mit ihren alten und mit viel Liebe aufgeputzten Lanz, Güldner, Hanomag, Röhr und vielen anderen Alt-Traktoren im Konvoi nach Passau. Gegen 13 Uhr kam der außergewöhnliche Zug am Dultplatz an und drehte dann seine Runde in den Budengassen. Am 12. September fand wie gewohnt der Tag der Familien und tags darauf der Tag der Betriebe statt.

Beim Feuerwerk am 14. September erleuchteten rund 1.000 Raketen den Nachthimmel über der Herbstdult: Das große Feuerwerk war der Abschluss eines nach anfänglichen Regengüssen doch noch sehr respektablen Dulttags. Um 22 Uhr war es nach fünfstündigem Aufbau so weit: Funkelnde Bilder zeichnete Feuerwerker Florian Schneider aus Nürnberg in die Lüfte, digital gesteuert und unterlegt von Musik – eine Besonderheit des Passauer Fests, die auch dem Pyrotechnik-Profi immer wieder besonders viel Spaß macht. Bis zu 180 Meter hoch flogen die Feuerwerksbomben, die aus senkrechten Rohren abgeschossen wurden.

Fahrgeschäfte und Schankbetriebe

In diesem Jahr hatte es 85 Bewerbungen für Großfahrgeschäfte gegeben, sieben wurden ausgewählt. Dabei spielte laut Passau Event GmbH neben der Zuverlässigkeit auch Attraktivität und Angebots-Mix eine Rolle. So stand zum ersten Mal der „Adrenalin“ am Messegelände. Mit dem Freifall-Turm sollte man dem Himmel ein Stückchen näher kommen, für Sekunden zumindest. Ein weit geruhsameres Fahrgeschäft bot Boote an, weit entfernt von den drei Flüssen, doch wahrscheinlich nah am Geschmack der Kinder: In einem Tretboot konnten sie mit Papa oder Mama quer durch ein aufgestelltes Wasserbecken gondeln. Ein guter Bekannter bei den Dulten ist die „Eclipse“, bei der es wahrhaftig rund geht. Die Fahrgäste rotieren mit 100 Stundenkilometern in maximal 50 Metern Höhe. Ein wenig familienfreundlicher kommt der „Family Star“ daher, der schon bei der Passauer Maidult 2010 Station machte in Kohlbruck. Im „Happy Monster“ können wohl die Eltern auch noch mitfahren, genauso im Barock-Kettenkarussell oder im Autoscooter. Kinderschleife, Pirateninsel, Münchner Reitbahn und Trampoline mit Wasserbällen vervollständigen das Bewegungsangebot der besonderen Art.

Schankbetriebe waren in diesem Jahr neben dem Passauer Dultstadl unter anderem auch die Wein- und Weißbierhütte Karlstetter.

Galerie

Siehe auch

Literatur

Weblinks


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