Parkstetten

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Parkstetten
Das Wappen von Parkstetten


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 319 m
Fläche: 19,47 km²
Einwohner: 3.014 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 94365
Vorwahl: 09421
Kfz-Kennzeichen: SR
Website: www.parkstetten.de
Erster Bürgermeister: Heinrich Krempl (CSU)

Parkstetten ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Die Pfarrkirche St. Georg

Lage

Parkstetten liegt vier Kilometer nordöstlich von Straubing und einen Kilometer nördlich der Donau. Im Norden befindet sich der Friedenhainer See, nördlich davon verläuft die A 3, im Osten die B 20 und im Süden und Westen die Staatsstraße 2125.

Ortsteile sind Bielhof, Fischerdorf, Friedenhain, Oberharthof, Oberparkstetten, Reibersdorf, Roithof, Scheften, Scheftenhäusl, Scheftenhof, Scheftenmühle, Stockmühle, Thurasdorf, Thurnhof, Unterharthof und Unterparkstetten.

Geschichte

Zahlreiche vor- und frühgeschichtliche Funde belegen die frühe Besiedelung der Gegend. Erstmals urkundlich erwähnt wird Parcsteti vor 1094 in den Traditionen von Kloster Oberalteich. Der Name hat seinen Ursprung vermutlich in Parch, dem Getreidespeicher. Spätere Schreibweisen sind Parchstettin, Parcstetin, Pargasteti, Pargestetin, Parcstete, Porgsteten, Parchstetten, Parckstetten und erst ab 1867 Parkstetten. Häufig wird zwischen dem Pfarrdorf Oberparkstetten, einer Urpfarrei, und dem Dorf Unterparkstetten unterschieden.

In seiner Geschichte stand Parkstetten stets in enger Beziehung zur Stadt Straubing und teilte dessen Beziehungen zum Domkapitel von Augsburg, das um 1310 Güter in Parkstetten besaß. 1435 wurde in einem Schiedsentscheid dem Domkapitel das Recht zugestanden, in Parkstetten einen Amtmann einzusetzten.

Seit dem 15. Jahrhundert unterstand Parkstetten ebenso wie Reibersdorf dem Landgericht Mitterfels sowie dem Kastenamt Straubing. 1811 wurde der Steuerdistrikt Parkstetten gebildet, aus dem 1818 die Gemeinde Unterparkstetten hervorging. Die Gemeinde Reibersdorf wurde 1821 selbstständig.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl Parkstettens durch Ausweisung von Baugebieten überdurchschnittlich. Im Zuge der Gebietsreform entstand durch die Zusammenlegung mit der Gemeinde Reibersdorf am 1. Januar 1973 die heutige Gemeinde Parkstetten.

1986 wurde eine neue Kirche eingeweiht. Das Landschaftsbild im Norden und Westen von Parkstetten veränderte sich durch Kiesabbau wesentlich. Heute befindet sich im Bereich Friedenhainer See und Aschauer Parzellenweiher ein großes Naherholungsgebiet mit Bade- und Fischweihern, Campingplatz, Wasserskiseilbahn und Golfplatz.

Gemeindewappen

Das seit 1982 geführte Wappen zeigt einen breiten silbernen Wellenbalken, darin ein roter Bienenkorb, geteilt von Rot und Blau. Oben befindet sich ein sechsstrahliger goldener Stern.

Der breite silberne Wellenbalken ist ein Hinweis auf die Donau und verweist auch auf die seit der Mitte des 20. Jahrhunderts entstandenen Kiesweiher, die für die Naherholung von Bedeutung sind. Der Bienenkorb erinnert an die früher im Gemeindegebiet ausgeübte Bienenzucht. Der Stern, ein Mariensymbol, steht für die Patronin des Domkapitels Augsburg und versinnbildlicht die wichtige Rolle des Augsburger Bischofs als Grundherr im Gemeindegebiet. Auch die Augsburger Hochstiftsfarben Rot und Silber weisen auf diese Verbindung hin. Die bayerischen Landesfarben Silber und Blau erinnern daran, dass sich das Gemeindegebiet seit dem 16. Jahrhundert in Besitz der wittelsbachischen Landesherren befand und dem Kastenamt Straubing unterstand.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Heinrich Krempl (CSU) seit 2008. Er wurde 2014 gegen zwei Mitbewerber mit 54,99 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Parkstetten besteht aus 16 Mitgliedern (+ 1. Bürgermeister) und hat seit 2014 folgende Sitzverteilung:

  • CSU: 8 Sitze (2008: 7)
  • SPD/FWG: 5 Sitze (2008: SPD: 3, FWG: 3)
  • ÖDP/Parkstettener Unabhängige (PU): 2 Sitze (2008: ÖDP: 1)
  • Grüne Alternative Parkstetten: 1 Sitz (neu)

2008 bestand der Gemeinderat noch aus 14 Mitgliedern.

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche St. Georg. Die um 1480 entstandene gotische Kirche erhielt um 1750 eine barocke Umgestaltung. 1986 wurde das alte Kirchenschiff bis auf den Chor und den sechseckigen Turm abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Die Rokokoaltäre blieben erhalten. In der Seitenkapelle befindet sich eine Pieta von um 1480.

Bildung und Erziehung

  • Dr.-Johann-Stadler-Grund- und Mittelschule
  • Kindertagesstätte St.Raphael
  • VHS Straubing-Bogen, Außenstelle Parkstetten

Vereine

  • CSU Parkstetten
  • Landfrauen Parkstetten
  • FC-Bayern-Fanclub Kurv'n Parkstetten '97 e.V.
  • FFW Parkstetten
  • Fischereiverein Parkstetten
  • Freie Wählergemeinschaft (FWG) Parkstetten
  • Filmclub
  • KLJB Parkstetten
  • KuSK Parkstetten
  • Männergesangsverein
  • ödp/PU Parkstetten
  • OGV Parkstetten
  • RSV Parkstetten
  • SPD-Ortsverein Parkstetten
  • Tennisclub Parkstetten e.V.
  • Wasserwacht Parkstetten

Persönlichkeiten

  • Dr. Johann Stadler (1804-1868), Theologe, Philologe und Enzyklopädist, geboren in Parkstetten. Wegen seines Sprachgenies wurde er der „Niederbayerische Mezzofanti“ genannt.

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Straubing-Bogen
Wappen Landkreis Straubing-Bogen.png

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