Painten

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Painten
Das Wappen von Painten


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Kelheim
Höhe: 490 m
Fläche: 13,77 km²
Einwohner: 2.198 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 93351
Vorwahl: 09499
Kfz-Kennzeichen: KEH
Website: www.painten.de
Erster Bürgermeister: Michael Raßhofer (CSU)

Painten ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Kelheim.

Lage

Painten liegt in der Fränkischen Alb umgeben vom Paintner Forst an der Staatsstraße 2233.

Ortsteile sind Berg, Falterhof, Maierhofen, Mantlach, Netzstall, Neulohe, Painten, Prexlhof, Rothenbügl, Streithäusl, Wasenhütte und Wieseneck.

Die Pfarrkirche St. Georg

Geschichte

Piwente bzw. Piunten ist erstmals im 12. Jahrhundert in den Literalien des Klosters Prüfening bezeugt. Dem ursprünglichen Flurnamen liegt althochdeutsch biunta, piunte (eingehegtes Grundstück) zugrunde. 1293 erscheint Painten im Einigungsbrief Graf Gebhards von Hirschberg mit Herzog Ludwig II. von Bayern.

Noch vor 1500 erlangte der Ort die Marktfreiheit. Pfalzgraf Ottheinrich führte ab 1542 die lutherische Reformation ein. Painten wurde dadurch selbständige Pfarrei.

Der Ort verdankte seine Bedeutung unter anderem der Lage an einer Salzstraße. Seit 1505 war er zudem Grenz- und Mautstation des neu gegründeten Fürstentums Pfalz-Neuburg an der Grenze zum Herzogtum Bayern. Ab 1515 war Painten aufgrund seiner Lage im Paintner Forst für ca. 300 Jahre Sitz eines Forstmeisteramtes.

Im Schmalkaldischen Krieg (1546/1547) fiel Painten der Zerstörung anheim und verlor seine Marktrechte. Diese wurden jedoch 1576 durch Pfalzgraf Philipp Ludwig erneuert und erweitert.

Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm führte 1616/1617 die katholische Gegenreformation durch. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) wurden 40 von damals 81 Anwesen niedergebrannt und erst nach Jahrzehnten wieder aufgebaut. Mit der endgültigen Auflösung des Fürstentums Pfalz-Neuburg im Jahr 1808 wurde Painten bayerisch, mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die Gemeinde Painten.

Am 14. Mai 1899 fielen einem Brand die Pfarrkirche sowie 25 Wohnhäuser und 40 Nebengebäude zum Opfer. Ein halb verkohltes Kreuz in der Pfarrkirche St. Georg erinnert bis heute daran. 1907/1908 erhielt Painten die Wasserleitung, 1922/1923 die elektrische Stromversorgung.

1946 wurde die Gemeinde Rothenbügl nach Painten eingegliedert. Mit der Gebietsreform kam die Gemeinde 1972 vom aufgelösten oberpfälzischen Landkreis Parsberg zum Landkreis Kelheim und wurde dadurch niederbayerisch. Eingemeindet wurden die Gemeinde Neulohe (mit Maierhofen) sowie die Orte Berg, Mantlach und Netzstall. Von der Verwaltungsgemeinschaft Ihrlerstein, in die Painten 1978 zwangsweise eingegliedert wurde, erlangte es am 1. Januar 1980 die volle Selbstständigkeit. 1995 bis 1996 erfolgte der Bau eines neuen Rathauses am Marktplatz.

Gemeindewappen

Das 1576 von Herzog und Pfalzgraf Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg mit der Bestätigung der Marktrechte verliehene Wappen zeigt oben in Gold nebeneinander drei grüne Laubbäume, unten sieben schräge silberne und blaue Rauten.

Die drei Bäume verweisen wohl auf den Paintner Forst, die bayerischen Rauten auf die wittelsbachische Ortsherrschaft. In der Urkunde wird die Zahl der Rauten auf sieben festgesetzt, wobei die angeschnittenen mitzählen. Es handelt sich um ein Drittel und damit um eine Minderung des Wittelsbacher Wappens, das in der Regel 21 Rauten enthält.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Michael Raßhofer (CSU). Er wurde 2014 mit 50,43 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen Uwe Rosner (SPD, 49,6 Prozent) mit einer Mehrheit von 13 Stimmen gewählt. Damit wurde er Nachfolger von Willi Dürr (SPD), der nicht mehr antrat.

Marktrat

Der Marktrat von Painten besteht aus 14 Mitgliedern (+ 1. Bürgermeister) und hat aufgrund der Kommunalwahl 2014 folgende Zusammensetzung:

  • CSU: 7 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 6)
  • SPD: 7 Sitze (2008: 7)

2008 erreichten zudem die Freien Wähler 1 Sitz.

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche St. Georg. Die neubarocke Anlage wurde 1899 erbaut, nachdem die Vorgängerkirche einem Brand zum Opfer fiel.

Bildung und Erziehung

  • Grundschule Painten
  • BRK-Kindergarten "Villa Kunterbunt"
  • Kath. Kindergarten "St. Georg"

Einrichtungen

  • Kommunale Mehrzweckhalle, errichtet 1987
  • Paintner Schwammerllehrpfad

Vereine

  • AWO-Ortsverein Painten
  • CSU-Ortsverband Painten
  • Freie Wähler Painten
  • Freie Wähler-Jugendgruppe Painten
  • Freiwillige Feuerwehr Painten
  • Gesangsverein "Paintner Kalkspatzen"
  • Heimat- und Volkstrachtenverein "Rosentaler" Painten
  • IG Natur und Fischen
  • JU Ortsverband Painten
  • Jugendrotkreuz Painten-Maierhofen
  • Kath. Frauenbund Painten
  • Kath. Landjugend (KLJB)
  • Musik-Verein Painten e.V.
  • Obst- und Gartenbauvereine Maierhofen-Painten
  • Reservistenkameradschaft Painten
  • Schnupftabakverein "Tabakbrüder"
  • Schützenverein "Drei Tannen" Painten
  • Schützenverein "Waldfrieden" Painten
  • Soldaten- und Kriegerkameradschaft Painten
  • SPD Ortsverband Painten
  • Sportgruppe Painten
  • VdK Ortsverband Painten

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Kelheim
Wappen Landkreis Kelheim.png

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