PNP-Lokalredaktion Freyung

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Die PNP-Lokalredaktion Freyung ist eine von 24 Lokal-Redaktionen der Passauer Neuen Presse (PNP). Sie befasst sich mit der Region um Freyung.

Geschichte

Anfänge

Es begann im Jahre 1953 in einem Fremdenzimmer des damaligen Gasthofes Biedermann am Stadtplatz. Die erste PNP-Redaktion in Freyung: Die Schreibmaschine stand auf dem Nachttisch, Besprechungen fanden auf der Bettkante statt, und zum Herausnehmen der Filme aus seiner Kamera musste der Redakteur unter die Bettdecke kriechen. Ein Auto hatte er nicht, zum Recherchieren ging’s zu Fuß raus. Zum Telefonieren stand nur in Ausnahmefällen der Handkurbel-Apparat des Hotels zur Verfügung. Bis Fotos und Texte per Post nach Passau gelangten und in der Zeitung erschienen, vergingen im Normalfall vier Tage.

2008, ein halbes Jahrhundert später, präsentieren sich Redaktion und Geschäftsstelle der PNP als großer, technisch hochmodern ausgestatteter Medienbetrieb − und ein schwerer Unfall, der sich um 22 Uhr abends ereignet, ist am nächsten Tag im Blatt. Aus einem Ein-Mann-Betrieb wurde im Lauf der Jahre ein zehnköpfiges Team, das sich um Anzeigen, Vertrieb, Geschäftsstelle, Lokalteil und Heimatsport kümmert. Die Geschichte der PNP in Freyung ist – analog zur Entwicklung des Zeitungswesens allgemein − geprägt von einem stetigen Aufbau in technischer und personeller Hinsicht. Wobei eins das andere bedingte: Immer modernere Techniken erlaubten es, dass im Lauf der Zeit immer mehr Arbeiten, für die man zuvor jeweils eigene Abteilungen im Verlagshaus brauchte, auf die Redakteurs-Tische verlagert wurden – hat zum Beispiel ein Lokaljournalist früher „nur“ geschrieben und fotografiert, so stellt er heute dank eines innovativen Redaktionssystems die Seiten komplett am Bildschirm her und sendet sie direkt an die Druckmaschine in Passau.

Die Geschichte der PNP in Freyung ist aber auch geprägt von regelmäßigen Umzügen – rückblickend betrachtet kreuz und quer durch die Stadt. Bessere Technik, mehr Personal, aber auch ein ständig wachsendes Angebot der Geschäftsstelle − dadurch entstand immer wieder Platzbedarf. 2008 wird der sechste PNP-Sitz in Freyung eingeweiht. Als Dr. Hans Kapfinger 1946 die Passauer Neue Presse gründete, erschien die Zeitung zunächst nur vier Mal in der Woche mit einer einzigen Ausgabe. Die später folgenden Regionalausgaben für den Bayerischen Wald und das Rottal wurden von Passau aus erstellt. Erst nach der Währungsreform von 1948 konnte daran gegangen werden, eine weitere Aufgliederung in Landkreisausgaben vorzunehmen und die verschiedenen Kreis- und Lokalredaktionen aufzubauen.

Gasthof Biedermann Stadtplatz

Waren es zunächst freie Mitarbeiter, die für die Ausgabe E/F schrieben − sie deckte bis 1972 die Landkreise Wegscheid und Wolfstein ab – so schickte Dr. Hans Kapfinger im Mai 1953 erstmals einen hauptamtlichen Redakteur nach Freyung: Gerhard Russ, der sich als „Mädchen für Alles“ auch um Vertrieb und Anzeigengeschäft kümmerte. Und das vom Fremdenzimmer im Gasthof Biedermann aus.

Volksbankgebäude Langgasse

Erst zwei Jahre später bekam Russ eine „vernünftige“ Redaktion: im Volksbankgebäude an der Langgasse. Das war auch deshalb bitter nötig, weil die PNP jetzt zur Tageszeitung wurde. Russ hatte endlich einen Schreibtisch, einen Fernsprechanschluss und eine Dunkelkammer – in der Toilette. Die Aktualität der Berichterstattung wuchs auf zwei Tage. Und im Jahr 1959 bekam er auch noch einen Dienstwagen: ein Goggomobil.

Vor allem auf Grund des naturgemäß wachsenden Zeitungsarchivs platzte diese Redaktion gegen Ende der 60er Jahre aus allen Nähten. Da zudem klar wurde, dass der Arbeitsanfall in Redaktion und Geschäftsstelle für den immer noch Einzelkämpfer Gerhard Russ allein nicht mehr zu bewältigen war, sollte eine Schreibkraft eingestellt werden. Zeit für einen Umzug. Genau genommen sogar allerhöchste Zeit, denn die Volksbank hatte bereits den Abriss ihres alten Gebäudes beschlossen.

Dafingerhaus Passauer Straße

Der Umzug führte im Sommer 1970 ins Dafingerhaus an der Passauer Straße. Zwei Räume, insgesamt 40 Quadratmeter,Geschäftsstelle und Redaktion konnten endlich getrennt werden. Eine Sekretärin wurde eingestellt, die auch die Bearbeitung der Privatanzeigen übernahm. Schon ein Jahr später kam weitere Verstärkung: Freyung wurde die erste Zwei-Mann-Redaktion im Bereich des Unteren Bayerischen Waldes. Mit der Zuweisung eines Volontärs trug die Chefredaktion der wachsenden Bedeutung der Kreisstadt Rechnung. Dieser Volontär blieb nach seiner Ausbildung als Redakteur in Freyung − und gehört noch heute zu unserem Team: Karl Lautscham. Der Aufbau ging weiter. 1978 wurde die Nachrichtenübermittlung durch die Installierung eines Fernschreibers revolutioniert, und 1980 erhielt die Redaktion erneut Zuwachs: Als dritte Kraft teilte die Chefredaktion eine Volontärin zu. Einziger Nachteil: Es wurde wieder einmal eng. Und als dann auch noch ein hauptamtlicher Anzeigenvertreter seine Arbeit in Freyung aufnahm, musste an den Schreibtischen fast Schichtarbeit eingeführt werden. Zeit wieder mal für einen Umzug.

Volksbankgebäude Langgasse

Und zwar zurück in die Langgasse, ins inzwischen neu erbaute Volksbankgebäude. 1981 wurden die Räume von dem mittlerweile fünfköpfigen Team bezogen. Das sich bald über weitere technische Neuerungen freuen durfte: Einen Kopierer und ein Faxgerät – ein rumpelnder Kasten in der Größe einer Waschmaschine.

Die Berichterstattung erlangte damit eine bislang unerreichte Aktualität. Da der Parteienverkehr und der allgemeine Arbeitsanfall ständig zunahm, wurde 1984 eine weitere Kraft für die Geschäftsstelle eingestellt – und schon wieder wurde es eng. Diesmal allerdings war zur Abhilfe kein Umzug nötig: Zufällig wurde nebenan ein Büro aufgegeben, und die frei gewordenen Räume konnten zur Erweiterung angemietet werden. Das war 1986. Wochenlang glichen die PNP-Räume einer Baustelle. 80 Quadratmeter standen nun zur Verfügung, der Anzeigenvertreter bekam ein eigenes Zimmer. Und elektrische Schreibmaschinen lösten die alten mechanischen ab. Ein Raum konnte in Reserve gehalten werden – dies ermöglichte vorübergehend die Unterbringung eines Studios für den gerade neu gegründeten Lokalsender unserRadio, der 1987 auf Sendung ging. Umwälzende Neuerungen brachten das Jahr 1989: Die Redaktion Freyung war die erste Außenredaktion der PNP, die ins Computerzeitalter eintrat.

Am 19. Februar dieses Jahres konnte die Kreisredaktion ihre Lokalseiten erstmals selbst am Bildschirm herstellen. Schreibmaschine, Schere und Kleber hatten ausgedient. Und die Berichterstattung wurde tagesaktuell. Kreisredakteur Gerhard Russ machte, anders als viele seiner Kollegen aus der Gründerzeit, auch diese – man kann sagen: revolutionäre - Änderung der Arbeitsbedingungen seiner Redaktion noch voller Elan mit. Obwohl er wenige Monate später in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde. Nach einer kurzen Übergangszeit wurde im August 1991 Peter Püschel, der seit 1986 als Redakteur in Freyung arbeitete, zum neuen Lokal-Chef ernannt.

Schramlpassage Bahnhofstraße 14

Als Möbelhaus-Besitzer Otto Schraml Anfang der 90er den Bau der Schramlpassage anging, bot sich für die Passauer Neue Presse|PNP]] die Möglichkeit, ihr Hinterhof-Dasein zu beenden und in eine, so hofften wir damals, belebte Geschäftszeile zu ziehen.

Im Juni 1992 wurde der Neubau eingeweiht. Es war, räumlich gesehen, ein Quantensprung für das Freyunger Team: Insgesamt 180 Quadratmeter auf zwei Ebenen, Schaufenster und Präsentationsfläche für die Geschäftsstelle – und die Einrichtung einer eigenen Heimatsportredaktion. Als Ersatz dafür kam ein weiterer Redakteur in die Lokalredaktion. Das weiter gewachsene Team hatte ideale Arbeitsbedingungen. Aber, wie sich später leider herausstellte, immer schlechtere Geschäftsbedingungen. Mit dem Aus des Möbelhauses Schraml nahm die Attraktivität der Passage als Einkaufszone doch spürbar ab. Die Geschäfte orientierten sich in erster Linie zur belebten Bahnhofstraße hin. Als dann erfreulicherweise letztes Jahr auch noch der Personalstand den gestiegenen Anforderungen entsprechend aufgestockt wurde, begannen Umzugspläne zu reifen. Die Redaktion wurde mit einer zusätzlichen Redakteursstelle aufgewertet, ein weiterer Mediaberater (vormals Anzeigenvertreter) kam zur Verstärkung ins Team. Jetzt wurde es wieder eng. Die Geschäftsführung der im August 2005 neu gegründeten regionalen „Donau-Wald-Presse GmbH“ stellte deshalb den Antrag an die Verlagsleitung, eine Anmietung der seit Jahren leer stehenden Raiffeisenbank-Räume zu prüfen.

Ex-Bankgebäude Bahnhofstraße 11

Im November 2004 hat Verleger D. Dr. Axel Diekmann die Maßnahme freigegeben, und nach dem erfolgreichen Abschluss der Mietverhandlungen mit der VR-Bank dauerte es nur drei Monate, um aus einer Bank eine attraktive Geschäftsstelle und eine großzügig eingerichtete Redaktion zu machen. Der Platz für die Geschäftsstelle mit ihrem umfangreichen Angebot an Büchern, Zeitschriften und Konzertkarten konnte auf 125 Quadratmeter ausgebaut und damit fast verdreifacht werden, was nicht nur der Präsentation zugute kommt, sondern auch den Kundenservice verbessert. So bietet die PNP nun auch eine Leseecke sowie ein öffentliches Internet-Terminal. Und auch die Redaktion profitiert von diesem Umzug: Die bestehende Raumaufteilung aus Bank-Zeiten wurde übernommen – freundliche, große Zimmer. Und erstmals verfügt sie nun auch über einen eigenen Besprechungsraum, in dem größere Besuchergruppen empfangen werden können. Insgesamt ist die Redaktion auf 146 Quadratmetern untergebracht.

Kontakt

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