Oide Dult

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Die Oide Dult ist ein im Juni 2017 erstmals stattfindendes Volksfest im Klostergarten in Passau. Der Name der Veranstaltung ist zum einen eine Anspielung auf die „Oide Wiesn“ in München sowie zum anderen eine Reminiszenz an Zeiten, als die Passauer Dult noch auf dem früher an der Stelle des heutigen Klostergartens befindlichen Exerzierplatz stattfand – vor ihrem Umzug nach Kohlbruck im Jahr 2004.

Hintergrund

Im August 2016 gab Till Hofmann bekannt, im Klostergarten inmitten der Stadt, wo über Jahrzehnte Mai- und Herbstdulten stattfanden, die Passauer Volksfesttradition wieder aufleben lassen zu wollen: Im Geviert zwischen Bäumen sollte in Anlehnung an die beliebte „Oide Wiesn“ in München fünf Tage lang, von Mittwoch bis Sonntag, eine „Oide Dult“ stattfinden.

Bei dem Volksfest soll vor allem Tradition und Gemütlichkeit im Vordergrund stehen. Geplant waren ein kleines Zelt mit Steinkrügen, Blasmusik ohne Verstärker, kleine Fahrgeschäfte, etwas Fierantenangebot und volksfesttypische Schmankerl wie Steckerlfisch oder eine Ochsenbraterei. Auch der Pemperlprater von 1829 sollte einbezogen werden.

Für sein Vorhaben erntete Till Hofmann noch im August 2016 sehr viel Zuspruch aus der Öffentlichkeit. Die Idee dazu war allerdings gar nicht so neu: Bereits 1993 überlegte er gemeinsam mit Karl Fliegerbauer, dass das doch eine Sache wäre, so ein gemütliches, ganz traditionelles Fest ohne Autoscooter und Traditionstümelei. Weiterverfolgt haben sie den Gedanken nicht – und dann wurde die Idee in München mit der „Oide Wiesn“ umgesetzt. Diese Veranstaltung hatte es Till Hofmann angetan und ihn an seine alte Idee erinnert.

Umsetzung

Die erste Auflage der Oiden Dult wird zwischen den beiden Traditionsfesten im April/Mai und September von 21. bis 25. Juni im Klostergarten stattfinden – was den Passauern erstmals einen langen Sommer mit drei Dulten beschert. Von 10.30 Uhr bis 23 Uhr soll an den fünf Juni-Tagen ohne laute Lautsprecher- und Fahrgeschäft-Begleitung viel Echtes und durchaus Entschleunigendes ohne Brimborium stattfinden.

Ein bis zu 600 Personen fassendes Zelt wird das größte Gebilde sein. Im Umfeld der Terrassen und unter den Baumreihen gegenüber des Nikolaklosters soll es Biergartenbetrieb geben. Auch ein kleiner Holztanzboden für alle Eventualitäten unter gutgelaunten tanzfreudigen Dultgästen ist geplant. Rundum gibt es viele kleinere Anlaufstätten, urige Traditionsfahrgeschäfte, zu denen auch der Pemperlprater gehören soll, sowie und auch den ein oder anderen Kunsthandwerksstand.

Steckerlfisch, Würstl und Käse bilden den Schwerpunkt beim deftigen kulinarischen Angebot. Zudem ist angedacht, vielleicht die ein oder andere Ausstellung mit alten Fahrzeugen – zum Beispiel Traktoren – am Wochenende zu machen. In Zusammenarbeit mit einem Verein wolle man auch ein größeres Schafkopfturnier ausrichten – der Erlös könne dem Verein oder einem Benefiz-Zweck zukommen. Zudem sollen auch hiesige Blasmusik-Gruppen ein Forum erhalten.

Zweite Auflage

Von 13. bis 17. Juni fand die Oide Dult zum zweiten Mal statt. Zusätzlich zum bewährten Konzept des letzten Jahres wird diesmal auch der „Kocherlball“ – der im August 2017 erstmals auf dem Rathausplatz stattfand und frühmorgens 200 Gäste zum Tanz lockte – in das Programm eingeflochten. Volksmusikpflegerin Kathi Gruber hatte die Idee, den traditionsreichen Ball aus dem 19. Jahrhundert in die Oide Dult zu integrieren. Außerdem kamen drei Stände mit Käse, Grill und ein Weinstand hinzu.

In diesem Jahr nahmen rund 300 Volkstanzfreunde am Kocherlball teil.

Literatur