Oberseilberg

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Die Dorfkapelle „Maria unter den Linden“ im Mai 2014

Oberseilberg ist eine Ortschaft die zur Gemeinde Grainet im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau gehört.

Lage

Oberseilberg liegt im Bayerischen Wald etwa zwei Kilometer nord-östlich von Grainet. Ortsteile von Oberseilberg sind die Schwarzholzstraße, Zum Reiterberg, Hofwiesen, Schlohau und Kienzlberg.

Geschichte

Das Dorf wurde um das Jahr 1500 gegründet. Die Entstehung der Ortschaft ist wohl auf die großflächigen Rodungsarbeiten zwischen Freyung und dem Dreisesselgebiet im Mittelalter zurückzuführen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wird das Dorf auch unter dem Namen Obersailberg schriftlich erwähnt. Von 1808 an gehörte die Ortschaft zum Steuerdistrikt Hinterschmiding, wurde jedoch bereits 1818 Teil der neu gebildeten Gemeinde Rehberg, zu der auch die Nachbarortschaft Unterseilberg gehörte. Mit der Gebietsreform von 1971 wurde die gesamte Gemeinde Rehberg und somit auch Oberseilberg in die Gemeinde Grainet eingegliedert.

Sehenswürdigkeiten

Brauchtum

In Oberseilberg werden, wie in vielen anderen niederbayerischen Ortschaften, verschiedenste Bräuche und Traditionen von der Dorfgemeinschaft fortgeführt. Diese finden meist jährlich, vor Allem während Frühjahr und Sommer statt.

  • An Ostern ziehen die Dorfkinder zum Ratschen mehrmals von Haus zu Haus.
  • Um den 1. Mai wird nahezu jährlich ein Maibaum von der Dorfgemeinschaft aufgestellt.
  • Am Pfingstsonntag ziehen die jungen Männer des Dorfes beim Wasservogelsingen (andernorts auch als Pfingstsingen bekannt) um das Dorf.
  • Zur Sommersonnenwende wird meist ein Sonnwendfeuer entzündet.

Sonstiges

Fernsehserie Forsthaus Falkenau: Oberseilberg war über mehrere Jahre ein Drehort der ZDF-Fernsehsendung „Forsthaus Falkenau“. Es wurden hier vor allem Außen- und Landschaftsaufnahmen für die Serie gedreht. Heute erinnert der „Forsthaus-Falkenau-Weg“, welcher zu einem großen Teil durch das Dorf und seine umgebende Landschaft führt, an die Präsenz des Dorfes und seiner Ansichten in der Serie.

Anton Ohme: Der Künstler Anton Ohme lebte ab Ende der 1960er Jahre für einige Jahre in Oberseilberg und wählte das Dorf mehrmals als Motiv für seine Bilder. Er malte eine Vielzahl von Landschaftsaufnahmen des Dorfes und stellte es zu verschiedenen Jahreszeiten dar. Abzüge von Ohmes Bildern sind auch heute noch in vielen Häusern der Ortschaft vorzufinden.

Literatur

  • Dr. Peter Dillinger: Von Kapelle zu Kapelle… Das Kapellen-Wandernetz der Haidel-Region im Unteren Bayerischen Wald. Hrsg. ARGE Haidelgemeinden, Morsak-Verlag Grafenau (S. 26-27)
  • Katharina Brunner: Berndl geht Gang auf den Grund. In: Passauer Neue Presse (F) vom 20. August 2008 (S. 30)

Weblinks