Niederviehbach

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Niederviehbach
Das Wappen von Niederviehbach


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Dingolfing-Landau
Höhe: 392 m
Fläche: 29,62 km²
Einwohner: 2.449 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 84183
Vorwahl: 08702
Kfz-Kennzeichen: DGF
Website: www.niederviehbach.de
Erster Bürgermeister: Josef Daffner (CSU)

Niederviehbach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau.

Lage

Das Gebiet der Gemeinde Niederviehbach erstreckt sich im wesentlichen auf das Viehbachtal mit einem Anteil im Isartal und umfasst die Gemarkungen Niederviehbach und Oberviehbach.

Ortsteile

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Birnthal, Eschlbach, Geltenhof, Gummering, Hattenkofen, Hinterkreuth, Höll, Hörglkofen, Lichtensee, Lichtenseermoos, Mühlen, Niederviehbach, Niederviehbacherau, Oberviehbach, Reith, Rothhaus, Schlott, Schreg, Süßbach, Vorderkreuth, Walperstetten, Wimpersing, Winterstetten und Wocka.

Die ehemalige Klosterkirche und jetzige Pfarrkirche St. Maria

Geschichte

Die Besiedelung des Gemeindegebietes geschah wohl schon vor 6000 Jahren. Verschiedene vorgeschichtliche Funde weisen auf eine stete Besiedelung hin. Der Isarübergang mit einem Weg vom Viehbach gegen Süden (Viopachi, d.h. "der Weg am Bach") dürfte den Dörfern Niederviehbach und Oberviehbach den Namen gegeben haben. Bei der Erstellung eines Baugebietes wurde die Grabstätte eines Merowingers entdeckt, der um das Jahr 600 v. Chr. datiert wird.

Eine Römerstraße, eine Befestigung und eine Warte zeigen die strategische Bedeutung des Gemeindegebietes. In einer Schenkungsurkunde König Konrad I. von 916 wird der hochadelige Franke Marquard als Gaugraf des Viehbachgaues genannt.

1196 wurde auf dem Reichstag zu Mainz die Besitzung Viehbach der Domkirche Passau zuerkannt.

Bischof Wolfger von Erla gab dieses Gebiet der Gattin des Grafen von Leonsberg als Lehen. 1296 stiftete Graf Berengar von Leonsberg bei Großköllnbach das Kloster Niederviehbach dem Augustinereremitenorden. Das wurde von den Herzögen Heinrich, Otto und Stephan bestätigt. Von nun an war das Leben vom Kloster geprägt. Dazu gehörte auch die niedrige Gerichtsbarkeit. Im Zuge der Säkularisation 1803 wurde das Kloster ein Zentralkloster und 1846 übernahmen Dominikanerinnen die Gebäude des alten Klosters und errichteten ein Mädchenpensionat, das heute als Realschule St. Maria geführt wird.

Weitere markante Ereignisse waren 1879 der Bau der Eisenbahnlinie durch das Niederviehbacher Moos, die Elektrifizierung um 1909 und der Ausbau der Isarstufe um 1890 sowie 1956/1957 die Hochwasserfreilegung mit Bau eines Laufwasserkraftwerkes in Gummering.

1971 wurde im Zuge der Gebietsreform die selbständige Gemeinde Oberviehbach in die Gemeinde Niederviehbach eingegliedert. Mit der Gebietsreform entstand 1979 das Gemeindezentrum mit Rathaus, Mehrzweckhalle, die als "Viehbachhalle" bezeichnet wird, Feuerwehrhaus, Bibliothek und Kegelbahn. Die Mittelschule wurde 1965 gebaut und 1980 sowie 1999 erweitert. Im Rahmen dieser Maßnahme wurden auch die Sportanlagen um 3 Tennisplätze, einen weiteren Bolzplatz, 100-m-Laufbahn und Allwetterplatz erweitert, so dass ein umfassendes Gemeinde- und Sportzentrum entstand.

Gemeindewappen

Die Gemeinde führt seit 1968 ein Wappen. Der Löwe auf dem Seitenvierberg ist redendes Bild aus dem Wappen der Grafen von Leonberg, die 1296 das Augustinerkloster in Niederviehbach stifteten. Der Wellenbalken stammt aus dem Wappen der Herren von Eschlbach, aus deren Güterbestand das Kloster im 14. Jahrhundert weiteren Besitz erwarb; er ist zugleich redendes Bild für das Ortsnamengrundwort "-bach".

Politik

Bürgermeister

  • Bei der Kommunalwahl 2014 wurde der bisherige Bürgermeister Josef Daffner (CSU) mit 52,93 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen Josef Retzer (SPD und parteifreie Bürger, 47,07 Prozent) als 1. Bürgermeister wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 58,22 Prozent.

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) gemäß folgender Sitzverteilung:

  • CSU: 7 Sitze (+ 1. Bürgermeister) (2008: 8)
  • SPD: 5 Sitze (2008: 4)
  • PWGO: 2 Sitze (2008: 2)

Sehenswürdigkeiten

  • Die ehemalige Klosterkirche und jetzige Pfarrkirche St. Maria hat die Weihedaten 1355 und 1388. In den Jahren von 1670 bis 1690 wurde sie unter anderem durch Reparaturen am Langhaus und den Ausbau der Sakristei stark verändert. Das 38 Meter lange Kirchenschiff ist in die Laienkirche im Osten und die Schwesternkirche im Westen zweigeteilt. Von der Inneneinrichtung sind mehrere Heiligenfiguren und eine Stein-Maria um 1400 auf den Altären von 1755 und 1680 bedeutsam, ebenso ein spätromanisches Kruzifix aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Bildung und Erziehung

  • Realschule der Dominikanerinnen St. Maria a. d. Isar
  • Mittelschule Niederviehbach
  • Kindergarten St. Georg
  • Bücherei der Gemeinde Niederviehbach

Vereine

  • FFW Niederviehbach
  • TSV 1920 Niederviehbach
  • Gartenbauverein Niederviehbach
  • Verschönerungs- und Verkehrsverein Niederviehbach


Städte und Gemeinden im Landkreis Dingolfing-Landau
Wappen Landkreis Dingolfing-Landau.png

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