Niederbayerisches Archäologiemuseum Landau a.d.Isar

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Der Eingang zum Niederbayerischen Archäologiemuseum Landau a.d.Isar im Kastenhof

Das Niederbayerische Archäologiemuseum Landau a.d.Isar ist ein Archäologiemuseum in der Stadt Landau an der Isar im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau.

Beschreibung

Das Museum wurde 1995 als elfte Zweigstelle der Archäologischen Staatssammlung München im Kastenhof, einem 1224 erbauten ehemaligen Herzogssitz der Wittelsbacher eröffnet. 1997 wurde es bei der Verleihung des Europäischen Museumspreises ausgezeichnet. Es vermittelt die Kulturgeschichte des Menschen in Niederbayern von der Altsteinzeit bis zum frühen Mittelalter. Neben der ständigen Ausstellung bietet es wechselnde Sonderausstellungen, experimentelle Archäologie sowie zahlreiche Zusatzveranstaltungen. Hauptthemen sind Vom Jäger zum Bauern, Magie und Religion, Die Stadt und Die Geschichte der Bajuwaren.

Bedeutende Exponate

Der keltische Münzschatz von Wallersdorf wurde 1987 von einem Privatmann bei Gartenarbeiten entdeckt und wiegt knapp drei Kilogramm. Er setzt sich zusammen aus 366 glatten Münzen und zwei böhmischen Stücken. Der Schatz datiert in das 2. Jahrhundert v. Chr. und wurde vielleicht aufgrund allgemein vorherrschender äußerer Gefahren verborgen oder den Göttern geopfert.

1988 fand man bei der archäologischen Untersuchung eines Grabhügels bei Niedererlbach (Gemeinde Buch am Erlbach) eine Doppelbestattung mit einer erwachsenen Frau und einem sechs- bis siebenjährigen Kind aus der späten Hallstattzeit, die beide mit außergewöhnlichen Beigaben beerdigt wurden, darunter ein fünfreihiges Bernsteincollier, bestehend aus über 480 Bernsteinperlen. Die überaus großzügige Schmuckausstattung weist beide Tote als Angehörige der Oberschicht aus.

Weblinks