Neufraunhofen

Aus RegioWiki Niederbayern
Wechseln zu: Navigation, Suche
Neufraunhofen
Das Wappen von Neufraunhofen


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Höhe: 495 m
Fläche: 17,94 km²
Einwohner: 1.073 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 84181
Vorwahl: 08742
Kfz-Kennzeichen: LA
Website: www.neufraunhofen.de
Erster Bürgermeister: Bernhard Gerauer
(CSU / Freie Wähler)

Neufraunhofen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Velden.

Lage

Neufraunhofen liegt im Isar-Inn-Hügelland an der Staatsstraße 2087 etwa vier Kilometer nordwestlich von Velden.

Die Schlosskirche St. Johannes der Täufer

Ortsteile sind Aign, Angersöd, Asbach, Bichl, Bindelhub, Breitenaich, Breitenwies, Brunn, Dombach, Eck, Engelsberg, Georgenzell, Haberthal, Hanszell, Hinterskirchen, Hohenwart, Hub, Hungerham, Kaltenberg, Kasthal, Kleeberg, Kletzenöd, Kobl, Kronberg, Krüglau, Lehen, Maierthal, Neufraunhofen, Niederbayerbach, Oberegglhof, Ofen, Osenwinkl, Pisl, Rettenbach, Ried, Scheidham, Schirkhof, Schrankbaum, Straß, Streitberg, Thal und Vielberg.

Die Friedhofskapelle

Geschichte

Ursprünglich befand sich hier ein Edelsitz mit Namen Öd, der erstmals 1180 urkundlich erwähnt wird. Um 1390 übernahm Wilhelm von Fraunhofen den Sitz, baute die Burg neu aus und ließ sie in Neuen Fraunhofen umbenennen, während sein Vetter in Fraunhofen blieb, das nunmehr Alten Fraunhofen (Altfraunhofen) genannt wurde. Alt- und Neufraunhofen waren Reichslehen, die nur dem Kaiser unterstanden. Da die Wittelsbacher die Reichsunmittelbarkeit nicht anerkannten, gab es Differenzen um den Status des Fraunhoferschen Territoriums. Auch vor dem Reichskammergericht führten die unterschiedlichen Standpunkte zu keinem Ergebnis. Zur Herrschaft der Fraunhofer gehörten noch Teile der Gemeinden Baierbach, Wambach, Sulding, Obergangkofen, Gundihausen, Münchsdorf und Windten. Die Fraunhofer ließen auch das Barockschloss in Neufraunhofen erbauen.

Erst 1803 wurde die Hofmark Neufraunhofen in den bayerischen Staat eingegliedert. Im Rahmen der Gebietsreform entstand 1978 aus Teilen der früheren Gemeinden Neufraunhofen und Vilslern sowie einem kleinen Teil der früheren Gemeinde Holzhausen die heutige Gemeinde. Sie gehört seit 1. Mai 1978 zur Verwaltungsgemeinschaft Velden.

Die Gemeinde Neufraunhofen ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, ferner gibt es Gewerbe-, Handwerks- und Handelsbetriebe. Die Schulreform brachte den Abzug der Schüler nach Velden, andererseits wurde am Ortsrand ein Kindergarten erbaut.

Gemeindewappen

Das seit 1981 geführte Wappen ist oben vorne durch einen silbernen Sparren geteilt von Rot und Schwarz, hinten zeigt es in Silber einen schwarzen Doppelspringer. Unten ist in Rot ein silberner Pfahl sichtbar.

Der silberne Pfahl in Rot in der unteren Hälfte entspricht dem Stammwappen der Herren von Fraunhofen, den Inhabern ihrer seit 1409 in Alt- und Neufraunhofen aufgeteilten Herrschaft. Der silberne Sparren im vorderen Feld oben bezieht sich auf die Pfeffenhauser, die im 14. Jahrhundert in Neufraunhofen Herrschaftsrechte ausübten. Der Doppelspringer ist das Wappenbild des hochmittelalterlichen Ortsadelsgeschlechts von Hinterskirchen.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Bernhard Gerauer (CSU / FW). Er wurde 2014 als alleiniger Kandidat mit 97,1 Prozent der Stimmen im amt bestätigt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Neufraunhofen hat 12 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister), die alle der Liste CSU / Freie Wähler angehören.

Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Neufraunhofen. Eine erste Anlage entstand im 14. Jahrhundert, die Schlossgebäude mit Kirche erhielten zwischen 1709 und 1720 durch teilweisen Um- und Ausbau ihr heutiges Aussehen. Die unregelmäßige Dreiflügelanlage umfasst das Herrschaftsgebäude, an die sich eine Kirche, das ehemalige Kapuzinerhospiz, Wirtschaftsgebäude, ein Gerichtshaus und eine Taverne (um 1646) anschließen. Das Schloss, das von einem Park aus dem 19. Jahrhundert umgeben wird, ist im Besitz der Grafen von Soden-Fraunhofen.
  • Schlosskirche St. Johannes der Täufer. Sie wurde 1709 bis 1714 auf gotischen Mauern von 1409 errichtet und 1753 mit einer Rokokofassade versehen. In den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche gegen Norden um ein Seitenschiff erweitert. Die Innenausstattung entstammt den Jahren 1715 bis 1750. In der Kirche der heutigen Kuratie Neufraunhofen befinden sich mehrere Grabmäler der Herren von Fraunhofen aus dem 15. bis 19. Jahrhundert.

Bildung und Erziehung

  • Kindertagesstätte Neufraunhofen

Vereine

  • FFW Neufraunhofen
  • Frauenverein Neufraunhofen
  • Jungschützen Neufraunhofen
  • Kegelverein Neufraunhofen
  • Krieger- und Soldatenkameradschaft Neufraunhofen
  • Schnupfclub Neufraunhofen.
  • Sportverein Neufraunhofen
  • Theobaldimarkt u. Förderverein Neufraunhofen
  • Verein für Gartenbau und Landespflege Neufraunhofen

Literatur

  • Marianne Mehling (Hg.): Knaurs Kulturführer in Farbe. Niederbayern und Oberpfalz, Droemer Knaur, München 1995, ISBN 3-426-26647-4

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Landshut
Wappen Landkreis Landshut.svg.png

AdlkofenAhamAltdorfAltfraunhofenBaierbachBayerbach bei ErgoldsbachBodenkirchenBruckbergBuch am ErlbachEchingErgoldingErgoldsbachEssenbachFurthGeisenhausenGerzenHohenthannKröningKumhausenNeufahrn in NiederbayernNeufraunhofenNiederaichbachObersüßbachPfeffenhausenPostauRottenburg an der LaaberSchalkhamTiefenbachVeldenVilsbiburgVilsheimWeihmichlWengWörth an der IsarWurmsham