Naturpark Bayerischer Wald

Aus RegioWiki Niederbayern
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Moosbacher Pfahl ist eine von zahlreichen Sehenswürdigkeiten im Naturpark Bayerischer Wald.

Der Naturpark Bayerischer Wald ist ein Naturpark im Bayerischen Wald. Er umfasst die Landkreise Straubing-Bogen, Deggendorf, Regen und Freyung-Grafenau ohne den Nationalpark Bayerischer Wald. Träger ist der als gemeinnütziger Verein anerkannte Verein Naturpark Bayerischer Wald e. V.

Geschichte

Der Verein Naturpark Bayerischer Wald wurde am 18. Mai 1967 in Zwiesel durch die Initiative von Oberforstrat Konrad Klotz, dem Leiter des Forstamtes Zwiesel-Ost, und der Sektion Zwiesel des Bayerischen Wald-Vereins gegründet. Bei der Gründungsversammlung, zu der auch sechs Gemeinden ihre Vertreter geschickt hatten, sagte Versammlunglungsleiter Oskar Langer jun., dass ein Naturpark auf Landkreisebene angestrebt werde. Langer wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt, Xaver Maier aus Regen zum 2. Vorsitzenden. Das Amt des Geschäftsführers übernahm Konrad Klotz.

Zunächst umfasste der Naturpark nur den Altlandkreis Regen, 1972 kam der Landkreis Viechtach dazu, 1978 traten der Landkreis Deggendorf und der Landkreis Straubing-Bogen bei, 1999 der Landkreis Freyung-Grafenau.

Als Vorsitzender folgte auf Langer der 21 Jahre amtierende Emil Rimpler und dann von 1990 bis 2005 Helmut Baumgartl. Seitdem leitet Heinrich Schmidt den Verein. Als Geschäftsführer folgten auf Klotz die ebenfalls aus dem Forstbereich stammenden Erhard Engelstädter, Maximilian Waldherr, Hubert Demmelbauer und Hans Gaisbauer. Letzterem folgte 1993 Hartwig Löfflmann. 2017 gehörten dem Verein neben Gemeinden und Landkreisen etwa 70 Verbände und 250 Privatpersonen an.

Das Gebiet

Der Naturpark ist heute Heimat für rund 290.000 Menschen, die sich auf 89 Städte und Gemeinden in den vier Landkreisen Straubing-Bogen, Deggendorf, Regen und Freyung-Grafenau aufteilen. Der Naturpark Bayerischer Wald erstreckt sich auf einer Fläche von rund 3.000 Quadratkilometern von der Donau bis zur tschechischen Grenze. Mit über 3 Prozent Flächenanteil am Freistaat Bayern gehört er zu den größten Naturparks Bayerns und ganz Deutschlands.

Das Ziel des Naturparks ist es, diese Landschaft zu erhalten und zu bewahren. Viele Gebiete innerhalb des Naturparks sind durch Zugehörigkeit zum Landschaftsschutzgebiet Bayerischer Wald oder darüber hinaus als Naturschutzgebiet besonders geschützt.

Informationszentren

Naturpark-Informationshaus

Das Naturpark-Informationshaus in Zwiesel wurde als Sonnenhaus aus Holz mit einer Solarfassade erbaut. In einer Dauerausstellung will der Naturpark Bayerischer Wald e.V. dort sein Gebiet und seine Aufgaben vorstellen. Die Ausstellung, die nur mit Bildern arbeitet, ist speziell auf Kinder und Familien ausgerichtet. Die Dauerausstellung informiert unter anderem über die Energietechnik des Gebäudes, bietet ein Wiesenkino und zeigt Wanderausstellungen zu Artenschutzkonzepten (Fischotter, Auerhuhn, Luchs) und regenerative Energietechnik. Außerdem gibt es im Naturpark-Informationshaus eine Infostelle des Nationalparks Bayerischer Wald.

Siehe Hauptartikel: Naturpark-Informationshaus Zwiesel

Infozentrum NaturparkWelten

Im Infozentrum NaturparkWelten im Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein bekommen die Besucher Informationen über die beiden Nationalparks Šumava und Bayerischer Wald, über das Landschaftsschutzgebiet Sumava und über den Naturpark Bayerischer Wald. Den Besuchern wird die Region zwischen Moldau und Donau vorgestellt und sie können spielerisch die Sprache der tschechischen Nachbarn lernen. Sie erhalten außerdem Einblicke in die Arbeit der grenzüberschreitenden Organisationen und in die Energieversorgung der Einrichtung mit erneuerbaren Energien.

Siehe Hauptartikel: NaturparkWelten

Weitere Informationszentren

Luchs-Monitoring

Das Luchsprojekt Bayern setzt Fotofallen ein, um mehr über Verbreitung und Anzahl der heimischen Waldkatzen im Bayerischen Wald zu erfahren. Von Ende Januar bis Anfang April 2009 standen vornehmlich auf dem Gebiet des Naturparks Bayerischer Wald in den Landkreisen Freyung-Grafenau, Regen, Cham (Oberpfalz), Deggendorf und Straubing-Bogen auf einer Fläche von rund 800 Quadratkilometern 90 automatische Kameras. Ziel ist die Bestandschätzung der Luchse im Bayerischen Wald.

Siehe Hauptartikel: Luchsprojekt Bayern

Literatur

Weblinks