Melchior Hefele

Aus RegioWiki Niederbayern
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Haupteingang der Neuen Bischöflichen Residenz in Passau

Melchior Hefele, auch Menyhért Hefele, (* 11. Januar 1716 in Kaltenbrunn, Tirol; † 15. April 1794 in Steinamanger, Ungarn) war ein Architekt.

Leben und Wirken

Hefele bildete sich zunächst zum Schreiner und Architekturzeichner aus. Um 1734 war er beim bischöflichen Schlossermeister Johann Georg Oegg in Würzburg tätig. Dann übersiedelte er nach Wien, wo er 1742 einen ersten Preis und die Goldene Medaille für Architektur der Akademie für bildende Künste gewann. Er war Zeichenlehrer der ungarischen Leibgarde Maria Theresias und führte seit 1756 den Titel eines k. u. k. Baumeisters.

Von 1763 bis 1770 war Hefele unter Fürstbischof Kardinal Leopold Ernst Graf von Firmian als fürstbischöflicher passauischer Hofarchitekt in Passau mit der Umgestaltung und dem weitgehenden Neubau der Neuen Bischöflichen Residenz im Stil des Wiener Spätbarock beschäftigt. Seit 1770 wirkte er überwiegend in Ungarn, wo er für den Bischof von Steinamanger unter anderem eine bischöfliche Residenz und die Kathedralkirche errichtete.

Literatur

  • Hans-Michael Körner (Hg. unter Mitarbeit von Bruno Jahn): Große Bayerische Biographische Enzyklopädie, Band 2 H-O, K. G. Saur München 2005, ISBN 3-598-11460-5
  • Zádor, Anna, „Hefele, Melchior“, in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 200 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd119334747.html

Weblinks