Massing

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Massing
Das Wappen von Massing


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Höhe: 428 m
Fläche: 112,00 km²
Einwohner: 4.053 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 84323
Vorwahl: 08724
Kfz-Kennzeichen: PAN
Website: www.massing.de
Erster Bürgermeister: Josef Auer (FWG)

Massing ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn und bildet mit der Gemeinde Geratskirchen die Verwaltungsgemeinschaft Massing.

Lage

Massing liegt im Tal der Rott unweit der B 388 sowie direkt an der Bahnstrecke Passau-Neumarkt-Sankt Veit. Massing befindet sich etwa 13 km westlich von Eggenfelden, 34 km südlich von Dingolfing, 26 km südöstlich von Vilsbiburg, 24 km nordöstlich von Mühldorf sowie 26 km nördlich von Altötting. Es existieren folgende Gemarkungen: Massing, Staudach, Wolfsegg, Oberdietfurt.

Der Marktplatz von Massing
Das Rathaus von Massing
Die Pfarrkirche St. Stephanus

Ortsteile

Ortsteile sind Anzenberg, Brumm, Ecklöd, Elling,Femberg, Geratsdorf, Gigglberg, Gottholbing, Grünhag, Gunzen, Haag, Hanneck, Harbach, Haslach, Heberting, Heckenwimm, Heinrichsberg, Herrnthann, Hiendlöd, Hierzing, Hintergausberg, Hinterwimm, Hochholding, Holzlehen, Holzlucken, Keilroßbach, Kieswimm, Kollersaich, Kreuzöd, Liegöd, Linn, Maisperg, Massing, Mehlhäusl, Mietzöd, Moosvogl, Morolding, Neumühl, Nußbaum, Oberdietfurt, Oberroßbach, Oberzaun, Ofen, Orthub, Passelsberg, Pirach, Plenkl, Ramprecht, Reisach, Rohreck, Rottenwöhr, Sauersberg, Saulorn, Schernegg, Scheuern, Schusteröd, Seonbuch, Siedöd, Stadl, Standling, Starzen, Stattenberg, Staudach, Steig, Steinbüchl, Thann, Thannet, Trauperting, Unterried, Unterzaun, Viehholzen, Vordergausberg, Wolf, Wolfsegg und Zaillach.

Geschichte

Mosevogel am Flusse Rott wird erstmals 773 urkundlich erwähnt und gilt deshalb als ältester Ort im oberen Rottal. Im dem Güterverzeichnis Notitia Arnonis, das der Salzburger Bischof Arn 790 anfertigen ließ, wird an der Binamündung ein Kirche mit sechs dazugehörigen Anwesen erwähnt, möglicherweise Oberdietfurt. Im Salzburger Urkundenbuch von 910 wird für Massing eine Kirche genannt. Urkundlich wird erstmals 1097 das Geschlecht der Staudacher nachgewiesen (bis 1483). Engilmar di Massing wird urkundlich 1120 erwähnt. Die Pfarrei trug 1135 den Namen Mezzingen.

Massing ist 1180 im Besitz des Grafen von Ortenburg. Die Herrschaft wurde 1190 durch die Edlen von Massing gerichtlich organisiert. Castra Massing wird 1260 als lokales Zentrum genannt. Der Edelsitz Massing ging 1307 von der Familie derer zu Baumgarten an das Kloster Aldersbach über. An den Landtagen nahmen 1347 Albrecht von Staudach und Heinrich Ecker von Massing teil. 1381 wurde Massing ein Raub der Flammen. Herzog Friedrich gewährte dem Markt Massing fünf Jahrmärkte. 1392 wurden adelige Turnierreiter aus Staudach genannt.

1480 bis 1490 erfolgte der Kirchenbau in Staudach. Die erste Schule im Markt wird 1555 erwähnt. 1648, im letzten Jahr des 30-jährigen Krieges, wurde der Markt Massing ein Raub der Flammen. Infolge der Pest starben in der Pfarrei Oberdietfurt 78 und 1649 131 Menschen. 1757 wurde die Wallfahrtskirche Anzenberg erbaut. Dekan Kollmayr ließ 1788 aus eigenen Mitteln eine Schule bauen und hinterließ bei seinem Tode im Jahr 1800 eine beträchtliche Schul- und Wohltätigskeitsstiftung. Pfarrer Andreas Böck errichtete 1824 mit seinem Vermögen ein zweites Schulgebäude und richtete eine Stiftung ein. 1839 erfolgte der Bau der Marktkapelle. 1840 gab es einen Brand am unteren Markt, dargestellt auf einem Bild in der Kapelle.

1855 wurde Massing, bisher eine Expositur von Oberdietfurt, zur selbstständigen Pfarrei erhoben. Durch den Einspruch des Oberdietfurter Pfarrers erhielt die Verordnung erst 1862 Rechtsgültigkeit. Mit dem Kauf des Schusteröder-Hofes wurde 1965 der Grundstein für das Niederbayerische Bauernhofmuseum gelegt, das 1969 eingeweiht werden konnte. Die Gebietsreform brachte 1971 die Gemeindezusammenlegung Massing-Wolfsegg, 1972 die Eingliederung der südlichen Teile von der Gemeinde Malling und 1978 die Eingemeindung von Staudach. 1994 konnte das Berta-Hummel-Museum eröffnet werden.

Wappen

Das Wappen mit den drei Lilien findet sich im ältesten Siegel aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, das in Abdrucken seit 1514 überliefert ist. Die Herkunft der ungewöhnlichen Zusammenstellung der drei Lilien bleibt ungeklärt. Die Herleitung der Lilien von dem nicht überlieferten Wappen der schon 1190 ausgestorbenen Edlen von Massing ist fragwürdig. Otto Hupp deutete die Lilien als Maueranker. Die Ähnlichkeit mit dem etwa gleichzeitigen Wappen von Gangkofen fällt auf, führt aber auch nicht weiter. Seit dem 16. Jahrhundert gibt es die von den Siegeln abweichende Darstellung mit einer aus Wolken aufragenden, eine große Lilie haltenden Hand. Die Lilien wurden auch auseinander gerückt gezeigt. Massing erhielt um 1325 Marktrechte; die herzogliche Pflege Massing wurde im 15. Jahrhundert dem Gericht Gangkofen und mit diesem 1590 dem Gericht Vilsbiburg einverleibt.

Politik

Bürgermeister

  • Bei der Kommunalwahl 2014 wurde der bisherige Bürgermeister Josef Auer (Freie Wähler) mit 89,50 % der abgegebenen Stimmen als 1. Bürgermeister wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 55,20 %.
  • 2. Bürgermeister ist Christian Thiel (SPD).
  • 3. Bürgermeister ist Josef Niedermayer (FWG).

Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat hat 16 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) und folgende Sitzverteilung:

  • FWG: 5 Sitze (+ 1. Bürgermeister) (2008: 6)
  • CSU: 4 Sitze (2008: 4)
  • SPD: 2 Sitze (2008: 2)
  • BGW: 3 Sitze (2008: 2)
  • UWG: 2 Sitze (2008: 2)

Sonstiges

Der Markt ist Miteigentümer des Franziskanerklosters in Eggenfelden.

Sehenswürdigkeiten

Kultur & Freizeit

  • Freilichtmuseum Massing, eingeweiht 1969
  • Berta-Hummel-Museum, eine Ausstellung zu Leben und Werk der Ordensschwester Maria Innocentia Hummel, Schöpferin der Hummel-Figuren
  • Sudetendeutsche Stuben und Schlesierstube, im Alten Rathaus
  • Die Sterbebilder-Sammlung von Ludwig Attenberger ist ein Stück Heimatgeschichte von Massing - eine Fundgrube für diejenigen, die ihre Familiengeschichte zusammenstellen möchten.
  • Hallenbad Massing
  • Massing hat sich mit weiteren 14 Nachbargemeinden (Stand 2009) zu XperBike zusammengeschlossen. Dieser Zusammenschluss hat das Ziel die Radel-Region auch über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt zu machen. Die wichtigste Veranstaltung ist hierbei die jährlich stattfindende XperBike Sternfahrt.

Wirtschaft

Bildung und Erziehung

  • Berta-Hummel-Volksschule Massing (Grund- und Mittelschule)
  • Volkshochschule Massing
  • Schlaumeier-Verein Massing (Hausaufgabenbetreuung, Übungsstunden)
  • Pfarr- und Gemeindebücherei Massing
  • Kindergarten St. Michael
  • Gemeindekindergarten Oberdietfurt

Brauchtum

Der erste Faschingsumzug im Markt datiert schon aus dem Jahre 1934. Seither gilt Massing als Faschingshochburg.

Persönlichkeiten

Thekla Eckmeier (*1898 in Massing, † Juni 1981) betreute 50 Jahre lang die Marktkapelle in Massing. 2008 wurde ihr eine Ausstellung gewidmet.

Vereine

  • Bayerischer Bauernverband Massing
  • Bayerisches Rotes Kreuz Ortsgruppe Massing
  • CB Funkclub Massing
  • Faschingsgesellschaft Narri-Narri
  • Fischereiverein Massing
  • Jugendtreff Massing
  • Katholischer Frauenbund Massing
  • Kolping Massing
  • Krieger- und Soldatenkameradschaft Massing
  • Landfrauen Massing
  • Liedertafel Massing
  • Marianische Männerkongregation Massing
  • Musikverein Massing
  • Obst- und Gartenbauverein Massing
  • Pferdefreunde Gangkofen-Massing
  • Rennverein Massing
  • Schützenverein Massing
  • Trachtenverein D'Rottaler Massing
  • TSV Massing
  • Türkisch-Islamischer Verein
  • VdK Massing
  • Waldbauernvereinigung Massing/Wolfsegg


Städte und Gemeinden im Landkreis Rottal-Inn
Wappen Landkreis Rottal-Inn.png

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