Mariaposching

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Mariaposching
Das Wappen von Mariaposching


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 316 m
Fläche: 19,61 km²
Einwohner: 1.429 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 94553
Vorwahl: 09906
Kfz-Kennzeichen: SR
Website: www.Mariaposching.de
Erster Bürgermeister: Johann Tremmel (CSU/UCW)

Mariaposching ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzach.

Blick auf Mariaposching, im Hintergrund der Bayerische Wald
Die Pfarrkirche Mariae Geburt

Lage

Mariaposching liegt in der Planungsregion Donau-Wald im Gäuboden am Nordufer der Donau gegenüber von Stephansposching. Die beiden Orte stehen durch die Donaufähre Mariaposching-Stephansposching in Verbindung.

Ortsteile

Ortsteile sind Breitenhausen, Breitenrain, Bruch, Burgstall, Draht, Eng, Fahrndorf, Haberswöhr, Höhenrain, Hundldorf, Kohlstadt, Loham, Mariaposching, Moos, Sommersdorf, Steinrain und Tradt.

Geschichte

Die Hügelgräber von Mariaposching-Fahrndorf, welche der Straubinger Kultur zugerechnet werden, verweisen auf eine Besiedlung der Gegend um Mariaposching bereits zur frühen Bronzezeit. Etwa um 790 wird im Urbar von Kloster Niederaltaich erstmals Pasuhhinga erwähnt, abgeleitet von dem Personennamen „Basuhho“. Seit dem 14. Jahrhundert Posching genannt, wurde der Ort im späten Mittelalter vom Pfarrdorf Stephansposching durch den Hinweis auf das Marienpatrozinium unterschieden. Aus Mariae Posching und Mariaeposching wurde 1779 Mariaposching.

Mariaposching war ein von Herzog Odilo dem Kloster Niederaltaich geschenktes Herzogsgut. Noch im 18. Jahrhundert waren mehrere Klostergüter in Mariaposching vorhanden. 1209 wird der erste Pfarrer erwähnt. Die Pfarrei Mariaposching wurde bis zur Säkularisation vom Kloster verliehen. Das Amt Mariaposching, später Hofmark Loham, gehörte zum Landgericht Mitterfels. 1673 erwarben die Freiherren von Schrenck zu Notzing die Hofmark Loham, 1729 fiel sie an die verwandten Freiherrren und später Grafen von Armansperg.

Mariaposching kam 1803 mit anderen Orten zum neu organisierten Landgericht Deggendorf. 1809 wurde der Steuerdistrikt Mariaposching gebildet. Im Ruralgemeideverzeichnis von 1818 ist Mariaposching erstmals als Gemeinde mit sieben Dörfern, zwei Weilern, fünf Einöden und 133 Familien aufgeführt. Sie entstand aus dem größten Teil des gleichnamigen Steuerdistriktes. 1826 wurden die neuen Ansiedlungen Bruch und Haberswöhr von Niederwinkling nach Mariaposching eingemeindet. 1838 kam Mariaposching an das neu gebildete Landgericht 1. Klasse mit Sitz in Bogen.

Vom 1. bis 4. Juli 1977 beging die Freiwillige Feuerwehr Mariaposching ihr 100-jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe. Die Gemeinde Mariaposching wies 1992 in Loham ein 6,65 ha großes Gewerbegebiet aus. Am 17. September 1995 konnte eine neue Orgel in der Pfarrkirche Mariaposching eingeweiht werden.

Gemeindewappen

Das seit 1980 geführte Wappen zeigt in Blau über silbernem Dreiberg einen sechsstrahligen silbernen Stern und einen erhöhten silbernen Schrägbalken, belegt mit einem schwarzen Pfeil.

Der Dreiberg ist dem Wappen von Kloster Niederaltaich entnommen, welches das ganze Mittelalter hindurch mit Mariaposching verbunden blieb. Der sechsstrahlige Stern ist ein Mariensymbol und hebt das lokale Kirchenpatrozinium hervor. An die Hofmarksherrschaft im Gemeindeteil Loham erinnert stellvertretend das Wappen der adeligen Familie Schrenk-Notzing: ein schwarzer Pfeil auf silbernem Schrägbalken.

Die Tingierung Silber-Blau verweist darauf, dass bis zu Beginn des 19. Jahrhundert der Landesherr zugleich auch der größte Grundherr im Ort war.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Johann Tremmel (CSU und Unpart. Christl. Wvg.). Er wurde 2014 mit 55,42 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen Mitbewerber Peter Wandinger (FW/SPD, 44,58 Prozent) im Amt bestätigt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Mariaposching hat zwölf Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) mit folgender Sitzverteilung:

  • CSU und Unpart. Christl. Wvg.: 7 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 8)
  • Freie Wähler und SPD: 5 Sitze (2008: 5)

Sehenswürdigkeiten

  • Die Pfarrkirche Mariä Geburt hat einen viergeschossigen Turm aus spätromanischer Zeit. Der Chor ist spätgotisch, das Langhaus barock. Die Einrichtung ist größtenteils neugotisch, im Chorbogen hängt ein lebensgroßes Kreuz aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Ein spätromanischer Granit-Taufstein stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Das große Deckengemälde mit Betern vor der thronenden Muttergottes malte 1921 Gotthard Bauer.
  • Schloss Loham, erwähnt 1252, im 16. Jahrhundert neu erbaut, um 1723 durchgreifend erneuert, mit Schlosskapelle St. Valentin

Bildung und Erziehung

  • Grundschule Niederwinkling-Mariaposching in Niederwinkling
  • Kindergarten St. Valentin in Loham, erbaut 1996 bis 1997

Vereine

  • SpVgg Mariaposching 1962
  • Tennisclub Mariaposching
  • Kath. Frauenbund Mariaposching
  • EC Mariaposching
  • Freiw. Feuerwehr Mariaposching

Literatur

  • Klaus Rose: Deggendorf. (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe I, Band XXVII). Bayerische Akademie der Wissenschaften, Kommission für Bayerische Landesgeschichte (Hrsg.), München 1971, ISBN 3769698738, (Digitalisat).
  • Bernhard Hermann Röttger: Band 20 Bezirksamt Bogen in: Felix Mader (Hg.): Die Kunstdenkmäler von Bayern, Oldenbourg Wissenschaftsverlag 1982, ISBN 3-486-50498-3

Weblinks


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Wappen Landkreis Straubing-Bogen.png

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