Manfred Eiberweiser

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Manfred Eiberweiser im Jahr 2008 in seinem Arbeitszimmer. (Foto: Binder)

Manfred Eiberweiser (* 19. Mai 1938) hat als Stadtrat, Unternehmer, ideenreicher Mittelstandsvertreter, aber auch als gesellig-tatkräftiger Unterstützer vieler Organisationen in seiner Heimatstadt Deggendorf Zeichen gesetzt.

Leben und Wirken

Privatleben

Eiberweiser wuchs zunächst in München auf, zog dann nach Pankofen. Das Kriegsende erlebte er bei den Großeltern, gefirmt wurde er am Tag der Währungsreform. 1951 ging’s nach Passau zur Ausbildung auf die Wirtschaftsschule, in München bei Mercedes lernte er die Kfz-Technik von der Pike auf. Dass ihm der Umgang mit Motoren im Blut liegt, stellte er auch als Wehrpflichtiger unter Beweis, gleich am Anfang löste er ein Problem mit einem Lkw und ist in der Werkstatt gelandet. 1960 dann die erste Heirat: Manfred Eiberweiser jun., erster Sohn aus dieser Ehe, trägt heute die Hauptverantwortung im Betrieb.

Geschäft

Angefangen hat alles mit einem geschäftstüchtigen Opa, der mit einem Getreidehandel am Bogenbach den Grundstock für spätere wirtschaftliche Erfolge legte. 1926 gründete die Familie eines der ersten Autohäuser der Region, das sich heute in der vierten Generation um die Mobilität der Deggendorfer kümmert.

1968 eröffnete das Mercedes-Autohaus seinen Standort in Plattling, 1972/1973 wurde der Betrieb in der Graflinger Straße ausgebaut. Zug um Zug mit dem Wachstum seines Unternehmens übernahm Eiberweiser auch immer mehr Verantwortung im Berufsstand, ob im Meisterprüfungsausschuss oder fast 20 Jahre als Obermeister der Kfz-Innung Niederbayern. Als langjähriges Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, aber auch im IHK-Wirtschaftsgremium vertrat er die Interessen der Mittelständler, vor allem aber die seiner Heimatregion.

Über 500 Lehrlinge wurden in den vergangenen 50 Jahren in seinem Haus ausgebildet. Viele der Mitarbeiter sind inzwischen länger als 20 Jahre im Betrieb, zum Teil arbeiten sie schon über mehrere Generationen „beim Eiberweiser“. Engagement darf nicht bei den eigenen Firmeninteressen enden – fast „zwangsläufig“ landete der Jungunternehmer deshalb in der Politik.

Politik

Zwei Perioden gestaltete Eiberweiser seit 1996 auch als Kreisrat die Politik des Landkreises mit. Unzählige Ehrungen hat er für sein Engagement erhalten. Er ist als Vorsitzender Ideengeber der Mittelstands-Union, im Stadtmarketing ist er mit seinen Anregungen einer der größten Aktivposten. Immer wieder war Manfred Eiberweiser bei Stadtratswahlen weit nach vorne gehäufelt worden. Das wunder nicht, wenn man an seinen enormen Freundes- und Bekanntenkreis denkt, der auch seinem vielfältigen Engagement in Vereinen und Organisationen zu verdanken ist.

Unermüdlich wirbt er für die beiden Großprojekte, die den Wirtschaftsraum weiter voranbringen sollen: den Ausbau der Wasserstraße Donau und die zusätzliche Donau-Autobrücke fürs Oberzentrum Deggendorf-Plattling.

Engagement in Vereinen

Vor allem das Wandern und Bergsteigen ist ihm eines der liebsten Hobbys. Zeitlebens engagierte sich Eiberweiser beim Alpenverein, zusätzlich bei der Bergwacht. Wildwasserfahrten, Expeditionen nach Grönland, ins Pamirgebiet bis auf über 7.000 Meter, Tibet, Pakistan, Nepal, zuletzt die Mongolei: Liebe zur Natur und Freude an der Kameradschaft prägten diese Fahrten. Dazu kam das Engagement im Ruderverein, aber auch im Kolpingverein, der früher Ausrichter großer Skirennen war. Im Kreisjugendring hat er 35 Jahre an vorderster Front mitgewirkt, ob beim Aufbau des Jugendzentrums oder der damals für über 400.000 Mark ausgebauten Jugendfreizeitstätte Greising.

Literatur


Deggendorfer Stadtrat

Moser (OB), Bergs, Eiberweiser, Franzel, Gebauer, Gollwitzer, Haas, Hahn, Hartmann, Hauser, Heigl, Hohenberger, Janka, Kandler, Kindel, Linsmaier, Löhnert, Lorenz, Mages, Meiski, Pammer, Pfestorf, Pronold, Rankl, Renker, Sandweger, Schiller, F. Scholz, M. Scholz, Schraufstetter, Stallinger, Stern, Thoma, Treiber, Treml, Tuchen, Volkmer, Weinbeck, Wellner, Wohlhüter, Zacher