Laberweinting

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Laberweinting
Das Wappen von Laberweinting


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 369 m
Fläche: 76,32 km²
Einwohner: 3.384 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 84082
Vorwahl: 08772
Kfz-Kennzeichen: SR
Website: www.laberweinting.de
Erster Bürgermeister: Johann Grau (CSU)

Laberweinting ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Die Pfarrkirche St. Martin

Lage

Laberweinting liegt im Donau-Isar-Hügelland im Kleinen Labertal am Bayerbacher Bach kurz vor dessen Mündung in die Kleine Laaber. Die Staatsstraße 2142 und die Bahnstrecke Neufahrn-Radldorf sind wichtige Verkehrsanbindungen.

Ortsteile

Ortsteile der Gemeinde Laberweinting sind Allkofen, Arnkofen, Asbach, Aumühle, Brech, Bruckhof, Eckenthal, Eitting, Franken, Grafentraubach, Haader, Habelsbach, Haimelkofen, Hakirchen, Hart, Hinterbach, Hofkirchen, Kreuth, Laberweinting, Leitersdorf, Neuhofen, Obergraßlfing, Ödwiesen, Osterham, Poschenhof, Reichermühle, Reuth, Ruhstorf, Untergraßlfing, Weichs und Zeißlhof.

Geschichte

Etwa um 790 wird im Urbar von Kloster Niederaltaich Wihmvntiga (Kopie von 1254) bzw. Wimtingen (Kopie des 11. Jahrhunderts) erwähnt, abgeleitet von dem Personennamen Wihmunt. 1292 erscheint in einer Urkunde des Hochstifts Regensburg Laberweimpting, vermutlich zur Unterscheidung von dem Regensburger Stadtteil Burgweinting. Nach Laberwei(n)tig und Loberweinting bezeichnete Philipp Apian den Ort um ca. 1579 als Laberweinting.

Laberweinting war eng mit dem Hochstift Regensburg verbunden, das nachweislich seit dem 13. Jahrhundert Grundbesitz in Laberweinting hatte. Die alte Pfarrei Laberweinting war dem Domkapitel Regensburg inkorporiert. Auf Schloss Laberweinting, dem Sitz der Hofmark Laberweinting, residierten von 1422 bis etwa 1448 die Fraunberger. Ihnen machten die Aichberger Laberweinting streitig, andere Besitzer der Hofmark waren die Leibelfinger und zuletzt mehr als zwei Jahrhunderte lang die Königsfelder. Am 14. Oktober 1808 erkaufte Graf von Montgelas die Hofmark Laberweinting. 1809 wurde Laberweinting zum Majorat und nach dessen Abschaffung zum Fideikommiss erklärt.

Aus dem Steuerbezirk Laberweinting ging 1818 die gleichnamige Gemeinde hervor. 1833 verkaufte Graf Montgelas Laberweinting. Im selben Jahr wurde Schloss Sallach Sitz des Patrimonialgerichtes Laberweinting und blieb es bis zu dessen Auflösung 1848.

Laberweinting gehörte zum Landkreis Mallersdorf und wurde 1972 in den neu gebildeten Landkreis Straubing-Bogen übernommen. Die heutige Gemeinde Laberweinting entstand bei der Gemeindegebietsreform 1978 aus dem Zusammenschluss von neun ehemals selbstständigen Gemeinden.

Im Jahr 1900 wurden auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde 3.249 Einwohner gezählt. Seitdem hat sich die Bevölkerungszahl von Laberweinting nur geringfügig verändert. Die Gebietsreform brachte 1972 die Eingemeindung von Eitting, Grafentraubach und Graßlfing und 1978 von Allkofen, Haader, Hofkirchen und Weichs.

Gemeindewappen

Das seit 1961 geführte Wappen zeigt in der Mitte einen Wellenpfahl, daneben einen silbernen Turm in blauem Feld und einen Balken auf rotem Grund.

Der silberne Wellenpfahl versinnbildlicht die Große und die Kleine Laaber, den Bayerbach und den Traubach, die große Teile des Gemeindegebiets berühren oder durchfließen.

Der silberne Zinnturm symbolisiert die Schlösser in Laberweinting, Grafentraubach, Eitting und Habelsbach. Der silberne Balken auf rotem Grund verweist auf die enge Verbundenheit von Laberweinting mit dem Hochstift Regensburg, die bis in das 13. Jahrhundert zurückreicht.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Johann Grau (CSU). Er wurde 2014 mit 57,66 Prozent gegen Alfons Zehentbauer (CWU, 42,34 Prozent) zum Nachfolger von Xaver Eggl (CWU) gewählt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) und aufgrund der Kommunalwahl 2014 folgende Sitzverteilung:

  • CSU: 9 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 8)
  • CWU (Christliche Wählerunion): 7 Sitze (2008: 8)
Blick auf Laberweinting vom Mühlberg bei Eitting aus

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche St. Martin in Laberweinting. Sie wurde zwischen 1679 und 1681 erbaut und 1912/1913 erweitert. Der Turm ist mittelalterlich, das Turmuntergeschoss stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die um 1760 entstandenen Deckengemälde im Schiff beinhalten eine scheinperspektivische Kuppel mit dem hl. Josef als Fürbitter und an der Chordecke die Verklärung des hl. Martin. Die Kanzel mit Engeln entstand 1768, der Hauptaltar mit St. Martin im Hauptbild und reichem Akanthuswerk um 1700, die figurenreichen Seitenaltäre im Rokokostil um 1750, das Chorgestühl um 1680, ein Grabrelief im 17. Jahrhundert.
  • Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Obergraßlfing. Die Barockkiche wurde 1708 bis 1719 erbaut.
  • Nahe Haader liegt das Naherholungszentrum Hart.

Bildung und Erziehung

  • Grundschule Laberweinting. Die Mittelschule ist dem Schulsprengel von Mallersdorf-Pfaffenberg zugeordnet.
  • Katholische öffentliche Bücherei St.Pankratius

Die Gemeinde Laberweinting verfügt über keinen eigenen Kindergarten. Rund 100 Kinder aus dem Gemeindebereich besuchen in Vormittags- und Nachmittagsgruppen den Kindergarten von Kloster Mallersdorf, befördert werden die Kinder mit Bussen durch die Gemeinde.

Vereine

  • Anglerfreunde Laberweinting e.V.
  • CSU - OV Laberweinting
  • CWU - Christliche Wählerunion
  • FFW Laberweinting
  • Frauenunion
  • Junge Union Laberweinting
  • KLJB Laberweinting
  • Malteser Hilfsdienst
  • Pool-Billard-Club Black Scorpions
  • Reservistenkameradschaft Laberweinting
  • Schützenverein Labertal Laberweinting
  • Tennisclub Laberweinting e.V.
  • VfR Laberweinting e.V.
  • Weintinger Spielmannsgilde
  • Bauernverband Laberweinting
  • Freie Wähler
  • Gartenbauverein Laberweinting
  • Imkerverein Laberweinting
  • Jagdgenossenschaft Laberweinting
  • Kath.Frauenbund Laberweinting e.V.
  • Krieger-und Soldatenkameradschaft Laberweinting
  • Liederkranz Laberweinting e.V.
  • VdK Ortsverband Laberweinting
  • Volksmusikkreis Laberweinting
  • Wasserball-Team Laberweinting

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Straubing-Bogen
Wappen Landkreis Straubing-Bogen.png

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