Längenmühlbach

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Der Längenmühlbach bei Mammingerschwaigen

Der Längenmühlbach ist ein 68,12 Kilometer langer, unter Einbeziehung des Plattlinger Mühlbaches 75,06 Kilometer langer Mühlkanal im Isartal in den Landkreisen Landshut, Dingolfing-Landau und Deggendorf.

Verlauf

Der Längenmühlbach wird unterirdisch aus dem Altheimer Stausee unmittelbar oberhalb der Triebwerksanlage des Wasserkraftswerks Altheim aus der Isar unterirdisch verrohrt ausgeleitet, unterquert nach rund 340 Metern den Mühlbach und tritt einige Meter weiter bei Gaden an die Oberfläche. Sein Wasserstand wird durch eine Schleuse konstant gehalten. Der Längenmühlbach fließt dann entlang der Isar in wechselnden Abständen von etwa 100 bis über 1500 Meter durch die Ortschaften Ohu, Oberahrain, Unterahrain, Niederaichbach, Lichtensee und Kronwieden. Dann erreicht er die Stadt Dingolfing, die er ebenfalls durchquert.

Weiterhin die Isar entlangfließend, berührt er gegenüber Mamming das Naturschutzgebiet Rosenau. Er mäandriert dann zwischen dem Markt Pilsting und der Stadt Landau an der Isar hindurch, wo schließlich der Gänsmühlbach als einziger nennenswerter linksseitiger Zulauf mündet, und durchfließt gegenüber Oberpöring die Ortschaft Oberpöringermoos. Vor dem Kraftwerk Pielweichs vereinigt sich der Längenmühlbach in einer ausgedehnten Auenlandschaft mit dem Laillinger Bach und mündet etwas hinter der Stützkraftstufe Pielweichs in die Isar. Ein Teil des Wassers zweigt jedoch unmittelbar davor über eine Schleuse als Plattlinger Mühlbach ab, fließt durch Plattling und endet im Naturschutzgebiet Isarmündung.

Fischsterben

Am 12. Juni 2014 entdeckten Spaziergänger in der Nähe von Essenbach, dass auf der Wasseroberfläche tote Fische trieben und der Bach stank. Später wurden bei der Fronhofer Mühle im Landkreis Dingolfing-Landau tausende tote Fische angeschwemmt, darunter Seltenheiten wie Schneider und Rapfen. Bis 14. Juni 2014 wurden auf einer Strecke von etwa vierzig Kilometern gut tausend Kilogramm tote Fische gefunden. In der Tierkörperverwertung Plattling wurden 500 Kilogramm tote Exemplare von 21 Fischarten entsorgt. Ursache war vermutlich das Auslaufen von 6.000 bis 7.000 Liter Bierhefe aus einem Tank bei Essenbach.

Weblinks

Literatur

  • Nina Strakeljahn: Fischsterben: Katastrophe für das Ökosystem. In: Der Bayerwald-Bote vom 16. Juni 2014 (S. 9)