Kumhausen

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Kumhausen
Das Wappen von Kumhausen


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Höhe: 437–510 m
Fläche: 37,07 km²
Einwohner: 5.161 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 84036
Vorwahl: 0871
Kfz-Kennzeichen: LA
Website: www.kumhausen.de
Erster Bürgermeister: Thomas Huber
(Freie Wähler Kumhausen)

Kumhausen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut.

Lage

Kumhausen liegt an der Bundesstraße 15 unmittelbar südöstlich von Landshut am Übergang vom Isartal zum Isar-Inn-Hügelland.

Ortsteile

Ortsteile sind Allkofen, Allmannsdorf, Altenbach, Berndorf, Dettenkofen, Eck a.d.Straß, Eichet, Eierkam, Gammel, Götzdorf, Grammelkam, Grillberg, Hachelstuhl, Hausberg, Herbersdorf, Hillersbach, Höhenberg, Hohenegglkofen, Kammer, Kumberg, Kumhausen, Mantelkam, Narrenstetten, Niederkam, Oberdessing, Oberfimbach, Obergangkofen, Obergrub, Oberhöfen, Oberschönbach, Preisenberg, Rammelkam, Rastorf, Ried, Ried a.d.Straße, Roßberg, Seitenberg, Siegerstetten, Stadel, Straßgrub, Unterdessing, Untergangkofen, Untergrub, Unterhöfen, Urlasbühl, Vogen, Walpersdorf, Weihbüchl und Windten.

Das Rathaus von Kumhausen

Geschichte

Im Gemeindegebiet befanden sich vor 3000 Jahren Keltensiedlungen, von denen beim Eisenbahnbau Spuren entdeckt wurden.

Chughenhusen wird zwischen 1161 und 1171 in den Traditionen des Kollegiatstifts Moosburg erstmals erwähnt. Der Name bedeutet vermutlich ursprünglich „Haus des Cogo“. Über Kugenhusen und Kugnhausn entwickelte sich der Ortsname bis 1819 zu Kumhausen. Auch die übrigen Ortsnamen des Gemeindegebietes sind fast alle aus Personennamen hergeleitet.

Als älteste Kirche wurde die von Preisenberg bereits im Jahre 842 erwähnt. Die Pfarrkirche Grammelkam, ebenso auch die spätere Pfarrkirche von Hohenegglkofen und die Filialkirchen Götzdorf und Obergangkofen wurden 1315 erstmals genannt. Der Hof Kumhausen unterstand im 13. Jahrhundert dem Schergenamt Helmsdorf.

Das gesamte Gemeindegebiet war fast ausschließlich bäuerlich geprägt. Nur in Kumhausen selbst wurden bereits im 15. Jahrhundert Ziegelsteine gebrannt. Der städtische Ziegelmeister von Landshut bezahlte laut Rechnungsbüchern wiederholt Geld für Ziegelsteine zum Bau der Kirche Sankt Martin aus den „Ziegelstädten zu Perg und Kumhausen“.

Mit den Gemeindeedikten von 1808 und 1818 entstanden mehrere politische Gemeinden auf dem heutigen Gemeindegebiet. Die jetzige Gemeinde Kumhausen hingegen ist erst ein Ergebnis der noch freiwilligen Phase der Gebietsreform in den 1970er Jahren des 20. Jahrhunderts. Am 1. Januar 1971 schlossen sich die bisher selbstständigen Gemeinden Niederkam, Windten, Obergangkofen und Götzdorf zur neuen Gemeinde Kumhausen zusammen. Beim Zusammenschluss einigte man sich auf diesen Namen. Am 1. Januar 1972 trat noch die Gemeinde Hohenegglkofen der neuen Großgemeinde bei.

Seit 2003 besteht Kontakt mit der polnischen Gemeinde Tworóg in Schlesien. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung vom 13. April 2004 die Partnerschaftserklärung, welche am 1. Mai 2004 von den Bürgermeistern Josef Nagl und Andrzej Ecler unterzeichnet wurde. Ende September 2006 wurde der Partnerschaftsverein Kumhausen-Tworóg gegründet.

Gemeindewappen

Das seit 1980 geführte Wappen ist über von Silber und Blau gespaltenem Fünfberg gespalten von Blau und Silber. Vorne schräg gekreuzt befinden sich ein silberner Kreuzstab und ein silberner Schlüssel, hinten ein schwarzer Bocksrumpf, der in den Vorderfüßen eine schwarze Hellebarde hält.

Der Fünfberg im Schildfuß erinnert an die Bildung der Gemeinde Kumhausen aus den fünf ehemals selbstständigen Gemeinden Niederkam, Windten, Obergangkofen, Götzdorf und Hohenegglkofen. Der Bocksrumpf mit der Hellebarde stammt aus dem Wappen der Walser, die seit 1792 Inhaber der Hofmark Obergangkofen waren. Der Kreuzstab aus dem einstigen Gemeindewappen von Hohenegglkofen verweist auf den dortigen Kirchenpatron St. Johannes. Der Schlüssel als Attribut des heiligen Petrus weist auf den Patron der Pfarrei Grammelkam hin. Die Tingierung in den wittelsbachischen Landesfarben Silber und Blau schließlich unterstreicht, dass ein Großteil des Gemeindegebiets unmittelbar den landesherrlichen Gerichten Erding, Geisenhausen und Teisbach unterstand.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Thomas Huber (Freie Wähler Kumhausen). Er wurde 2012 in der Stichwahl mit 49,1 Prozent der Stimmen gegen Rosi Steinberger (Grüne, 33,3 Prozent) zum Nachfolger von Josef Nagl (CSU) gewählt, der aus Altersgründen nicht mehr antreten konnte.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Kumhausen hat 20 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) und aufgrund der Kommunalwahl 2014 folgende Sitzverteilung:

  • CSU: 7 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 7)
  • Bündnis 90 / Die Grünen: 4 Sitze (2008: 2)
  • Freie Wähler Kumhausen e.V.: 7 Sitze (2008: 5)
  • SPD u. BfK: 2 Sitze (neu)

2008 bestand der Gemeinderat aus 16 Mitgliedern.

Sehenswürdigkeiten

  • Filialkirche Rammelkam
  • Kapelle Berndorf
  • Kapelle Mantelkam
  • Kirche in Herbesdorf
  • Kirche Maria Himmelfahrt in Götzdorf
  • Kirche Maria Himmelfahrt in Preisenberg
  • Kirche St. Benedikt in Weihbüchl
  • Kirche St. Johann Baptist in Hohenegglkofen
  • Pfarrkirche St. Petrus in Grammelkam
  • Pfarrkirche St. Ulrich in Obergangkofen
  • Reidl-Kapelle

Bildung und Erziehung

  • Grundschule Kumhausen
  • Kindergarten St. Marien, Preisenberg
  • Kindergarten St. Ulrich, Obergangkofen
  • Kinderkrippe Kumhausen

Persönlichkeiten

Vereine

  • Bündnis 90 / Die Grünen Ortsverband
  • CSU Ortsverband Kumhausen
  • CSU-Frauenunion Kumhausen
  • Dartverein
  • FFW Kumhausen/Niederkam
  • Freie Wähler Kumhausen e.V.
  • Gartenbauverein Grammelkam-Kumhausen
  • Geselliger Kreis - Seniorentreff
  • Gewerbeverein Kumhausen
  • Kath. Frauengemeinschaft Kumhausen
  • Kleine Komödie Kumhausen e.V.
  • Marschfreunde Kumhausen e.V.
  • Partnerschaftsverein Kumhausen-Tworóg e.V.
  • Sportverein Kumhausen e.V.

Literatur

  • Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein: Lexikon der bayerischen Ortsnamen, Verlag C. H. Beck, München 2006, ISBN 3 406 55206 4

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Landshut
Wappen Landkreis Landshut.svg.png

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