Kulturbeirat der Stadt Passau

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Der Passauer Kulturbeirat 2015 (Foto: Josef Lang)

Der Kulturbeirat der Stadt Passau ist ein ehrenamtliches Beratungsgremium für das Kulturreferat. Seine Mitglieder stammen aus verschiedenen Bereichen der Passauer Kulturszene. Er ist überparteilich, überkonfessionell und verbandsunabhängig.

Geschichte und Struktur

Der Kulturbeirat geht auf eine Initiative der Passauer Freien Wähler aus dem Jahr 2010 zurück. Nachdem Stadtverwaltung und Politik der Einrichtung des Beirats zunächst negativ gegenüberstanden, wurde er 2011 im Kulturausschuss des Stadtrates in nichtöffentlicher Sitzung durchgesetzt, dem Vernehmen nach einstimmig. 2012 nahm der Kulturbeirat seine Arbeit auf.

Der Kulturausschuss ist auch für die Berufung der Beiratsmitglieder zuständig, was alle 3 Jahre geschieht. Mögliche Kandidaten werden vom Kulturreferat vorgeschlagen. Der Kulturbeirat wählt selbst aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter. Die ehrenamtlichen Mitglieder stammen aus 11 kulturellen Bereichen: Musik, bildende Kunst, Theater und Kleinkunst, Literatur, Brauchtum, Heimatpflege, Jugendkultur, Veranstaltungsmanagement, Universität sowie katholische und evangelisch-lutherische Kirche.

Positionen

Zu den zentralen Anliegen des Kulturbeirates gehören derzeit u. a.:

  • Fortschreibung des Kulturellen Entwicklungsplans: Der „Kulturelle Entwicklungsplan – Passau 2014“ aus dem Jahr 2006 war Leitlinie der Tagungsgespräche des Kulturbeirates; eine Fortführung des 2014 ausgelaufenen Plans hat er mehrfach angemahnt.
  • Bau eines Konzerthauses: In Passau soll ein Konzerthaus entstehen. Es würde eine angemessene Bühne für künstlerische Veranstaltungen bieten und könnte, wenn es in die Universität integriert wird, auch als Auditorium Maximum für die Studierenden genutzt werden. Einige Mitglieder plädieren für eine Saalgröße von lediglich 600 bis 800 Plätzen; ihnen ist eine bessere Auslastung durch die Europäischen Wochen und örtliche Kulturvereine wichtiger als die Ausrichtung auf eine gewerbliche Nutzung eines größeren Saals.
  • Neugestaltung des Domplatzes: Der Platz vor dem Passauer Dom soll neu belebt werden, wobei vor allem die Perspektive der Fußgänger in den Mittelpunkt rückt: Sie sollen mehr Freiraum erhalten. Desweiteren könnte das zentrale Max-Joseph-Denkmal zum Treffpunkt und Aufenthaltsort gestaltet und der Platz um Flächen für Tagesgastronomie ergänzt werden.
  • Wiederbelebung und Qualifizierung der Kunst im öffentlichen Raum
  • Imagepolitik Passaus als lebendige Kulturstadt
  • Konzept für eine fußläufige Erschließung der Stadt

Mitglieder

In seiner 2. Tätigkeitsperiode (2015–2018) besteht der Kulturbeirat aus 14 Mitgliedern:

Literatur

Weblinks