Kröning

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Kröning
Das Wappen von Kröning


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Höhe: 458 m
Fläche: 39,61 km²
Einwohner: 1.912 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 84178
Vorwahl: 08744
Kfz-Kennzeichen: LA
Website: www.kroening.de
Erster Bürgermeister: Konrad Hartshauser (CSU)

Kröning ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gerzen.

Blick auf Kröning

Lage

Kröning liegt im Isar-Inn-Hügelland etwa 4,5 Kilometer östlich von Adlkofen am Kröninger Forst an der Staatsstraße 2045. Der Weiler Kröning selbst ist einer der kleineren von insgesamt 81 Ortsteilen der Gemeinde. Der größte und bedeutendste Ort mit Schule und Kindergarten ist Kirchberg.

Ortsteile

Ortsteile sind Abes, Angersdorf, Asbach, Bödldorf, Brandlberg, Buttenbach, Dietelskirchen, Dietrichstetten, Eck, Edengoben, Eggenöd, Eppenöd, Flexöd, Froschöd, Gaiberg, Geiselsdorf, Goben, Götzberg, Grammelsbrunn, Großbettenrain, Hacken, Hergassen, Hermannseck, Hermannsöd, Hermannsreit, Hub, Hundham, Hundspoint, Jesendorf, Kerschöd, Kirchberg, Kleinbettenrain, Kobl, Koblpoint, Kreuzhäusl, Kronast, Kröning, Krüglmühle, Leisteneck, Lichteneck, Magersdorf, Mairhof, Maisthan, Oberkirchberg, Oberklöham, Oberschnittenkofen, Oed, Oed, Ölhart, Onersdorf, Otzlberg, Paring Postreit, Rabenanger, Reit, Roß, Sandmann, Schachten, Schaittenrain, Scheuereck, Schibitz, Schlaureit, Schmelling, Schönau, Sommersberg, Spielötz, Stein, Stocka, Straß, Strobleck, Stürming, Triendorf, Unterbettenbach, Unterklöham, Unterschnittenkofen, Wieselsberg, Wieselsberg, Wimm, Wippstetten, Zeilbach und Zurlberg.

Geschichte

Grabhügelfelder bei Angersdorf weisen auf eine Besiedelung der Gegend in der Bronzezeit hin.

„Am Kröning“ war der Name für den langgestreckten Höhenzug rechts der Isar von Landshut nach Niederviehbach. Ob Nennungen aus dem 13. Jahrhundert (Kroninch, Chronich) sich auf Kröning beziehen, ist unsicher. Gesicherte Belege erscheinen erst im 15. Jahrhundert (Kronig, Kronign). 1752 ist der Ortsname Cröning, zwischen 1782 und 1787 schließlich Kröning. Es handelt sich ursprünglich um einen Flurnamen, der sich möglicherweise von rone (umgefallener Baumstamm) herleitet. Von ihm hat die Gemeinde ihren historischen Namen nach dem Kerngebiet in einem ausgedehnten Königsgutsbezirk des späten Mittelalters.

Der Einzelhof Kröning, vermutlich ein königlicher Forsthof, wurde zum Mittelpunkt der Sonderwirtschaftsgemeinschaft der Hafner auf dem Kröning. Es lagern hier Massen von Feinfliez, in welche Lagen hochwertigen Tons eingebettet sind. Seit dem 15. Jahrhundert gehörte das daraus geformte Kröninger Geschirr sowohl in den bäuerlichen als auch in den bürgerlichen und kurfürstlichen Haushalten zum festen Bestand. Die Kröninger Hafnerei war ein Landhandwerk, das meist in weit auseinanderliegenden kleinen Dörfern, Weilern und Einöden betrieben wurde.

Mit der Neubildung des Landgerichts Vilsbiburg und der Auflösung des Landgerichts Teisbach im Zuge der Neuordnung zu Beginn des 19. Jahrhunderts erhielt das bisher vor allem als Gebietsname bekannte Kröning Gemeindestatus. Mit dem ersten Gemeindeedikt von 1808/1811 wurde der Steuerdistrikt Nr. 8 Kröning im Rentamt Teisbach mit zwei Dörfern, 16 Weilern und 34 Einöden gebildet, 1818 folgte auf der Grundlage des Steuerdistriktes die landgerichtische Gemeinde Kröning. Am 1. April 1971 erfolgte im Rahmen der Gebietsreform die Eingliederung der Gemeinden Dietelskirchen und Jesendorf.

Der größte Teil der Bewohner der Gemeinde Kröning ist in der Landwirtschaft tätig. Die anderen finden Arbeitsmöglichkeiten in den Betrieben der benachbarten Städte Landshut, Vilsbiburg und vor allem Dingolfing. Bei Groß- und Kleinbettenrain wird noch heute blauer Ton abgebaut, der früher die Grundlage für die „Kröninger Hafnerei“ bildete und nun vor allem bei der Herstellung von Dachziegeln Verwendung findet.

Gemeindewappen

Das seit 1983 geführte Wappen zeigt in Blau einen silbernen Pfahl, belegt mit einem grünen Berg, aus dem eine grüne Tanne wächst, vorne ein silberner Tonkrug, hinten eine silberne heraldische Lilie.

Die Tanne auf dem grünen Berg symbolisiert die geografische Lage der Gemeinde am Kröninger Forst. Der Tonkrug erinnert an das früher vor allem im Winter betriebene Handwerk der Hafnerei, das über Jahrhunderte den kleinen Landwirten "im Kröning" einen Nebenerwerb sicherte. Die silberne Lilie im hinteren Feld verweist auf das 1296 gegründete Kloster Niederviehbach, das besonders die historische Entwicklung im Gemeindeteil Kirchberg geprägt hat. Die Tingierung in Silber und Blau entspricht den wittelsbachischen Landesfarben und unterstreicht die Zugehörigkeit des Gemeindegebiets zum kurfürstlichen Pfleggericht Teisbach.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Konrad Hartshauser (CSU). Er wurde 2014 als alleiniger Kandidat mit 94,64 Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Kröning hat 12 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) und aufgrund der Gemeinderatswahl von 2014 folgende Sitzverteilung:

  • CSU: 6 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 7 Sitze)
  • Gemeindewohl Kröning: 6 Sitze (2008: 5)

Sehenswürdigkeiten

Die Pfarrkirche von Kirchberg
  • Jugendstilkirche Mariä Empfängnis in Dietelskirchen. Sie wurde 1912 bis 1913 erbaut.
  • Die in Bödldorf noch erhaltenen typischen Hafnerhäuser 1 bis 6 wurden als Ensemble in die Denkmalliste aufgenommen.
  • Pfarrkirche St. Florian und Wolfgang in Kirchberg. Das gotische Bauwerk wurde um 1470 errichtet. Der freistehende Turm stammt wohl vom früheren Gotteshaus aus dem 12. Jahrhundert. Innen ist die Kirche mit einem neugotischen Flügelaltar ausgestattet. Oben im Gespreng einer sonst neugotischen Kreuzigungsgruppe sieht man eine Rokoko-Marienfigur. Der Heimatforscher Bartholomäus Spirkner war von 1908 bis 1919 Pfarrer in Kirchberg.
  • Wallfahrtskirche Mariä Geburt in Wippstetten. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Stil der Gotik erbaut und um 1760 barock erweitert.

Bildung und Erziehung

  • Grund- und Teilhauptschule Kirchberg
  • Kindergarten Villa Kunterbunt Kirchberg

Vereine

Literatur

  • Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein: Lexikon der bayerischen Ortsnamen, Verlag C. H. Beck, München 2006, ISBN 3 406 55206 4

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Landshut
Wappen Landkreis Landshut.svg.png

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