Konrad Kübler

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Konrad Kübler (* 15. Mai 1884 in Simbach am Inn; † 30. Oktober 1974 in Ruhpolding) war ein bayerischer Buchdrucker, Verleger und Politiker. Er war der erste Landrat des Landkreises Landau an der Isar der Nachkriegszeit.

Leben und Wirken

Kübler absolvierte eine Lehre als Buchdrucker und arbeitete in verschiedenen Buchdruckereien in Deutschland und Österreich, bevor er selbst eine Druckerei und einen Zeitungsverlag gründete. Neben dem Niederbayerischen Anzeiger hatte er sich bis 1911 in Landau an der Isar mit dem Landauer Volksblatt einen beachtlichen Verlag aufgebaut. Von 1918 bis 1919 gehörte er dem Bayerischen Landtag an, später war er auch Mitglied des Stadtrats von Landau an der Isar sowie des Bezirkstages. Er war einer der wenigen Redakteure, der die Weisungen der NSDAP nicht befolgte. Nach der Machtergreifung 1933 setzte er sich weiter mit der NSDAP in seiner Zeitung auseinander. Daraufhin wurde er noch 1933 ins Konzentrationslager Dachau gebracht und erst 1934 wieder auf Bewährung entlassen. In den Kriegsjahren konnte er mit seiner Buchdruckerei und dem dazugehörenden Buch- und Schreibwarengeschäft seinen Lebensunterhalt erwirtschaften. Als Widerständler bekannt, wurde Konrad Kübler nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler 1944 erneut verhaftet und ins Konzentrationslager Flossenbürg eingeliefert, wo er körperlich misshandelt wurde.

1945 bestellte ihn die amerikanische Militärregierung zum 1. Landrat des Landkreises Landau an der Isar der Nachkriegszeit. Dies blieb er bis 1950. Zudem war Kübler 1945 einer der Gründer der CSU. Von 1946 bis 1950 war er Vorsitzender der CSU Niederbayern und er wurde 1946 auch in den CSU-Landesvorstand gewählt. Kübler war Mitglied der Verfassungsgebenden Landesversammlung in Bayern und gehörte von 1946 bis 1950 er erneut dem Bayerischen Landtag an und war dessen 2. Vizepräsident. 1949 nahm er an der ersten Bundesversammlung teil.

Literatur

Weblinks