Kirche St. Brigida (Preying)

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Die Pfarrkirche St. Brigida in Preying.
Die Pfarrkirche St. Brigida in Preying.

Die Kirche St. Brigida ist die katholische Pfarrkirche der Pfarrei Preying in der Gemeinde Saldenburg.

Geschichte

Die Pfarrkirche St. Brigida in Preying entstand vermutlich in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Diese kunsthistorisch wertvolle Kirche wurde um 1470 durch das Kloster Osterhofen errichtet. Sie stellt den eindrucksvollsten gotischen Kirchenbau im gesamten Landkreis Freyung-Grafenau dar und ist eines der wenigen Gotteshäuser im Bayerischen Wald aus der Zeit der Gotik. Die Kirchenorgel wurde 2010 renoviert.

Architektur

Die Kirche ist ein spätgotischer Gewölbebau mit einem westlich stehenden Turm. Der Turm ist im Kern noch älter, er wurde wie die Innenausstattung später barockisiert. Das dreijochige Langhaus zeigt Gewölberippen in einfacher Rautenfiguration. Das zweijochige Chorhaus ist ebenfalls mit doppelt gekehlten Gewölberippen verziert, aber reicher figuriert.

Das Gemälde auf dem 1673 entstandenen Hochaltar mit gesprengten Volutengiebeln stammt von Matthäus Riedl und stellt die Kirchenpatronin beim Austeilen von Speisen dar. Auf den seitlichen Durchgängen stehen Figuren des Hengersberger Bildhauers Benjamin Schreidter aus dem Jahr 1772. Die Seitenaltäre stammen aus dem Jahr 1779. Ihre Gemälde sind Werke des Passauer Malers Johann Georg Ainstandt. Das nördliche Altarblatt zeigt Maria mit dem Jesuskind, die den Drachen besiegen, das südliche Gegenstück die hl. Margarethe, die den Teufel in Gestalt eines Drachen bezwingt.

Erwähnenswert sind auch eine spätgotische Madonna von um 1490, vermutlich vom ehemaligen gotischen Altar, eine Anna-Selbdrittgruppe aus der Zeit um 1500, sowie Maria und der Evangelist Johannes als Assistenzfiguren einer Kreuzigungsgruppe aus derselben Zeit.

Im Chorraum links befindet sich der barocke Originalaltar aus der ehemaligen Burgkapelle der Burgruine Dießenstein. Er besitzt gedrehte Säulen und einen geschweiften Aufzug. Statt des Altarbildes findet sich ein Draperiebaldachin, in den die 60 Zentimeter hohe Sitzfigur der heiligen Brigida aufgenommen ist.

Siehe auch

Literatur

  • Erich Donaubauer: Burg Dießenstein, Passau 1980
  • Dionys Asenkerschbaumer, Alois Brunner, Ludger Drost, Andreas Paul: Kleinodien · Kostbarkeiten · Kuriositäten. Entdeckungsreisen im Bistum Passau. Herausgeber: Bischöfliches Ordinariat Passau, Verlag Passauer Bistumsblatt, Passau 2011, 2. Aufl. 2012, ISBN 978-3-9813094-3-0