Kirchdorf am Inn

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Kirchdorf am Inn
Das Wappen von Kirchdorf am Inn


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Höhe: 350 m
Fläche: 31,68 km²
Einwohner: 5.264 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 84375
Vorwahl: 08571
Kfz-Kennzeichen: PAN
Website: www.kirchdorfaminn.de
Erster Bürgermeister: Johann Springer (BL)

Kirchdorf am Inn (amtlich: Kirchdorf a.Inn, auch Kirchdorf a. Inn) ist die südlichste Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn.

Lage

Die Gemeinde liegt im weitläufigen Talbecken des Inn etwa 5 km westlich von Simbach bzw. 6 km von Braunau, 25 km östlich von Altötting, 23 km nordöstlich von Burghausen sowie 27 km südlich der Kreisstadt Pfarrkirchen. Kirchdorf am Inn ist die südlichste Gemeinde Niederbayerns und grenzt unmittelbar an Oberbayern sowie Oberösterreich.

Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Ortsteile

Ortsteile sind Ach, Armeding, Atzing, Au, Berg, Bergham, Deindorf, Ecken, Gstetten, Hart, Hitzenau, Kirchdorf a.Inn, Machendorf, Ölling, Ramerding, Ritzing, Seibersdorf, Stadleck, Stölln, Strohham, Unterhart und Weier.

Geschichte

Bereits aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit liegen Bodenfunde vor. Der Ortsteil Machendorf wurde im 9. Jahrhundert als Mochundorf erstmals erwähnt. Kirchdorf, ursprünglich ein Teil von Machendorf, kam 1507 durch den Bau der Kirche zu seinem heutigen Namen.

Die Grundherren am Ort waren lange Zeit die Herren von Seibersdorf, ursprünglich Seifriedsdorf genannt, denen die Offenheimer nachfolgten. Unter ihnen wurde Seibersdorf 1544 vom bayerischen Herzog zur Hofmark erhoben, und etwa zu dieser Zeit entstand das Schloss in seiner heutigen Form.

Im Jahre 1805 wurde das damalige Vikariat zur Pfarrei landesherrlichen Patronats erhoben (Pfarrei Kirchdorf am Inn).

1818 wurde aus der Obmannschaft Kirchdorf und den Hofmarken Ritzing und Seibersdorf die Gemeinde Kirchdorf gebildet.

Wappen

Das Wappen, das seit 1965 geführt wird, vereint die Familienwappen zweier für die Geschichte des Gemeindegebiets wichtiger Adelsfamilien. Der Löwe steht für die Herren von Offenheim, das Schildchen mit der Stufenteilung für die Herren von Seibersdorf (Seiboldsdorf). Die Seibersdorfer bildeten im 15. Jahrhundert um ihren gleichnamigen Sitz eine ausgedehnte Grundherrschaft, die nach ihrem Aussterben an die Offenheimer überging. Diese erlangten für Seibersdorf 1544 den Status einer Hofmark und übten bis ins 18. Jahrhundert Grundherrschaft und Niedergericht in der Hofmark Seibersdorf aus, die sich über den größten Teil der heutigen Gemeinde Kirchdorf am Inn erstreckte.

Politik

Bürgermeister

  • 1. Bürgermeister ist Johann Springer (Bürgerliste). Er war nach dem Tod des amtierenden Bürgermeisters Joachim Wagner (CSU) 2013 in der Stichwahl erfolgreich.
  • 2. Bürgermeister ist Walter Unterhuber (FW)
  • 3. Bürgermeister ist Jürgen Brodschelm (Wir für Kirchdorf)

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 20 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) und folgende Sitzverteilung:

  • Freie Wähler: 6 Sitze (2008: 7)
  • CSU: 6 Sitze (2008: 8)
  • SPD: 2 Sitze (2008: 3)
  • Wir für Kirchdorf (WfK): 3 Sitze (2008: 0)
  • Bürgerliste Kirchdorf (BLK): 1 Sitz + 1. Bürgermeister (2008: 0)
  • Grüne/Bündnis 90: 1 Sitz (2008: 1)
  • Fraktionslos: 1 Sitz (2008: 0)

Tourismus

Kirchdorf am Inn ist Teil des Projekts Ausflugserlebnis Unterer Inn, zu dem sich 2009 14 Orte am Unteren Inn zusammengeschlossen haben. Die aus dem gemeinsamen Kulturraum entlang des Inn entstandenen historischen und aktuellen Verbindungen sollen damit aufgezeigt, betont und verstärkt werden.

Kirche und Kapellen

  • Die spätgotische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Das Gotteshaus ist barock ausgestattet, besitzt aber auch mehrere spätgotische Figuren und einen spätgotischen Taufstein.
  • Die Doblkapelle wurde 1905 von Martin und Maria Benninger, Mühlersleute von Dobl, gebaut. Als Überbleibsel von mindestens zwei Vorgängerkapellen vertritt sie den Gedanken von Schutz und Verehrung gegenüber dem Schöpfergott mit der damit verbundenen Anerkennung seiner Allmacht als Lenker des Lebens.
  • Die Hitzenauer Kapelle wurde 1989/90 erbaut. Sie wird auch Schick- und in früheren Zeiten Hieblkapelle genannt.
  • Die Ramerdinger Kapelle wurde aus Antrieb zum Vertrauen Mutter Gottes errichtet. Sie steht in der Altramerdinger Straße im Ortsteil Ramerding.
  • Die Berghamer Kapelle hat ihr Entstehen einem großen Zufall zuverdanken.

Bildung und Erziehung

  • Volksschule Kirchdorf am Inn (Grund- und Inntal-Mittelschule), 1969 erbaut
  • Kindertagesstätte St. Martin in Ritzing
  • Kindergarten Sonnenschein in Machendorf
  • Pfarr- und Gemeindebücherei Kirchdorf

Vereine

  • Krieger-,Soldaten- und Reservistenkameradschaft Kirchdorf
  • Krieger-,Soldaten- und Reservistenkameradschaft Seibersdorf
  • TSC Boogie Lipsticks Kirchdorf am Inn
  • Hundesportverein Kirchdorf
  • Kath. Frauenbund Kirchdorf
  • Kath. Frauenbund Seibersdorf
  • VDK Kirchdorf - Julbach
  • KAB Kath. Arbeitnehmer-Bewegung
  • Freiwillige Feuerwehr Kirchdorf am Inn Link mit Jugendfeuerwehr und dem Löschzug Ecken
  • Freiwillige Feuerwehr Seibersdorf
  • Arbeiterwohlfahrt Kirchdorf am Inn
  • Obst- und Gartenbauverein Julbach-Kirchdorf
  • TSV Kirchdorf a.Inn Link
  • FC Julbach - Kirchdorf
  • Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg Kirchdorf a.Inn
  • Fliegerclub Kirchdorf a.Inn
  • Ortscaritasverein Kirchdorf am Inn
  • Bräuhausschützen Ritzing
  • Edelweißschützen Machendorf
  • Strohhamer Sumpfbiber e.V.
  • Kirchenchor Kirchdorf am Inn
  • Männerchor Kirchdorf am Inn

Persönlichkeiten


Städte und Gemeinden im Landkreis Rottal-Inn
Wappen Landkreis Rottal-Inn.png

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