Karl Kajetan Graf von Gaisruck

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Das Grab Karl Kajetan von Gaisrucks im Mailänder Dom.

Karl Kajetan Graf von Gaisruck, auch Carlo Gaetano II. Graf von Gaisruck, (* 7. August 1769 in Klagenfurt; † 19. November 1846 in Mailand) war von 1801 bis 1818 Weihbischof von Passau und später Erzbischof von Mailand sowie Kardinal.

Leben und Wirken

Gaisruck war Sohn des Gouverneurs von Obergalizien, seine Mutter war Italienerin. Er studierte in Salzburg und Passau und wurde am 15. September 1788 in Passau zum Priester geweiht. 1797 wurde er Kapitular des Passauer Domstiftes und wohnte im Hause Domplatz 4.

Am 23. August 1801 wurde Gaisruck zum Weihbischof von Passau mit dem Titularbistum Derbe ernannt. Insbesondere in der Zeit der Abwesenheit des Fürstbischofs Leopold Leonhard Raymund Graf von Thun-Hohenstein war er für alle Weihefunktionen im Bistum Passau zuständig. 1818 wurde er durch den Einfluss der Habsburger auf den Stuhl des Erzbischofs von Mailand berufen. Am 27. September 1824 wurde er in den Kardinalsstand erhoben und 1829 zum Kardinalpriester der Titularkirche San Marco ernannt.

Nach dem Tode von Papst Gregor XVI. im Jahr 1846 reiste Gaisruck zum Konklave nach Rom, mit dem vermuteten Auftrag des Kaisers, die Exklusive, ein umstrittenes Veto, gegen den als liberal geltenden italienischen Kardinal Giovanni Maria Graf Mastai-Ferretti auszusprechen. Nach anderen Quellen soll die Exklusive jedoch Pasquale Kardinal Gizzi gegolten haben. Doch Gaisruck reiste ohne Hast und kam zu spät in Rom an. Das Konklave hatte vor seiner Ankunft bereits am 16. Juni 1846 Graf Mastai-Ferretti zum Papst gewählt, der sich fortan Pius IX. nannte.

Fünf Monate nach dem Konklave, am 19. November 1846, starb der beim Volk sehr beliebte Kardinal. Er wurde im Mailänder Dom begraben.

Literatur

Weblinks