Kaiserin-Elisabeth-Brücke

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Die Kaiserin-Elisabeth-Brücke.

Die Kaiserin-Elisabeth-Brücke ist eine 110 Meter lange Eisenbahnbrücke über den Inn bei Passau. Sie steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Die Brücke wurde 1869 im Zuge der Errichtung der Bahnstrecke Wels-Passau gebaut. Wie die Bahnlinie selbst – die vom Hauptbahnhof aus über einen Tunnel unter dem Kleinen Exerzierplatz hindurch zum Inn und dann in Richtung Österreich führt – wurde auch die Brücke nach der österreichischen Kaiserin Elisabeth benannt.

Anfangs war die Brücke nur eingleisig über die Kastenbrücke befahrbar. Erst später wurde das zweite Gleis mit einer Bogenbrücke errichtet, was erklärt, warum die Brücke aus zwei verschiedenen Fachwerkkonstrunktionen besteht.

Im Jahr 1945 wurde die Brücke gesprengt. Die Bogenbrücke konnte wieder aufgebaut werden. Die alte Kastenbrücke musste jedoch durch eine Pionierbrücke (ebenfalls Kastenbrücke) ersetzt werden. Von den ursprünglich vier Ecktürmen ist heute nur noch einer übrig. Für den Wiederaufbau setzten die Besatzer ihre deutschen Kriegsgefangenen ein. Für die Amerikaner war die Brücke von elementarer Bedeutung, denn sie brauchten sie, um ihre Besatzungstruppen in Österreich mit Nachschub zu versorgen. Gut vier Monate dauerte es, bis die Brücke wieder stand: schon im November 1945 wird sie feierlich wiedereröffnet. Bischof Simon Konrad Landersdorfer persönlich nahm die Einweihung vor.

Lärmschutz

Im Mai 2011 wurde ein neues Lärmschutzsystem an der Brücke fertiggestellt. Das innovative Konzept vereint verschiedene Techniken. So wurden Schutzwände, Schienenstegbedämpfer und notwendige Änderungen an der Gleisgradiente, dem Höhenverlauf der Trasse angebracht bzw. vorgenommen. Die Umbauarbeiten kosteten 1,813 Millionen Euro. Das Projekt wurde aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung finanziert. Sie sollen den gewohnten Lärm halbieren.

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Literatur