Josef Niedermayer (Viechtach)

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Josef Niedermayer (* 1. Juni 1926 in Viechtach; † 12. Juni 2016 in Viechtach) war ein Politiker (CSU). Er war Erster Bürgermeister von Viechtach und Landtagsabgeordneter.

Leben und Wirken

Niedermayer war das jüngste von acht Kindern der Schreinermeisterseheleute Anton und Maria Niedermayer. Nach dem Besuch der Volksschule begann Niedermayer von 1940 bis 1943 eine Banklehre in Simbach am Inn. Ab 1944 diente er bei der Deutschen Wehrmacht, wurde schwer verwundet und war bis 1946 in französischer Kriegsgefangenschaft.

Auf Wunsch seiner Eltern übernahm er nun das Lebensmittelgeschäft seiner Tante in der Mönchshofstraße. Aus dieser Zeit stammt sein Beiname Kramer, der ihm auch nach der Geschäftsaufgabe Mitte der 1970er Jahre erhalten blieb. 1949 heiratete Niedermayer die Kaufmannstochter Paula Oexler aus Kötzting. Drei Kinder gingen aus der glücklichen Ehe hervor.

Von 1956 bis 1966 war er Stadtrat und von 1966 bis 1990 Erster Bürgermeister der Stadt Viechtach sowie ab 1966 Kreisrat im Kreistag des Landkreises Viechtach und von 1972 bis 2008 des Landkreises Regen. In seine Amtszeit als Bürgermeister fielen der Neubau des Viechtacher Schulzentrums mit Grund- und Hauptschule, Realschule und Gymnasium, Erhalt der Berufsschule (heute Hotelberufsschule für fünf Landkreise) und Errichtung des Sonderpädagogischen Förderzentrums, Ausweisung des Industriegebietes Oberschlatzendorf mit Ansiedlung des zweiten Rehau-Werkes und Neubau der Firma Linhardt, Errichtung des Gewerbe- und Industrieparks in der ehemaligen Firma Linhardt, Erhalt des Kreiskrankenhauses, Neubau Auf der Wacht und als spektakulärtser Erfolg im Jahr 1987 die Verlagerung der Zentralen Bußgeldstelle (ZBS) von München nach Viechtach. Dank seinem Einsatz konnte die Caritas das Elisabethenheim in der Dr.-Schellerer-Straße erbauen.

Vom 22. November 1970 bis zum 13. Oktober 1994 war Niedermayer als Abgeordneter der CSU, zunächst als Listenkandidat und dann als stets direkt gewählter Vertreter des Stimmkreises Regen Mitglied des Bayerischen Landtags. Dort war er von 1974 bis 1990 Vorsitzender des Ausschusses für Grenzlandfragen. Von 1986 bis 2010 stand er an der Spitze des Fördervereins der Hotelberufsschule Viechtach.

Seit einem Schlaganfall war Niedermayer weitgehend gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen. Das Caritas-Seniorenheim, das durch seinen Einsatz neu gebaut worden war, wurde ihm zuletzt zur zweiten Heimat.

Auszeichnungen

Literatur

  • Franz Hackl: Josef Niedermayer: Ein großer Viechtacher wird heute 90. In: Der Bayerwald-Bote vom 1. Juni 2016 (S. 29)
  • Daniela Albrecht: Die Stimme des Fürsprechers ist verstummt. In: Der Bayerwald-Bote vom 13. Juni 2016 (S. 25)

Weblinks