Johanna Uekermann

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Johanna Uekermann im Jahr 2014

Johanna Uekermann (* 18. September 1987 in Straubing) ist eine deutsche Politikerin (SPD) und seit Dezember 2013 Bundesvorsitzende der Jusos.

Leben und Wirken

Uekermann wuchs in Mitterfels als Tochter eines sozialdemokratischen Lehrerelternpaares auf. Nach der Volksschule in Mitterfels machte sie 2006 ihr Abitur am Anton-Bruckner-Gymnasium Straubing.

Ihr Studium der Politikwissenschaft an der Universität Würzburg schloss sie 2013 ab, ein Auslandssemester absolvierte sie an der Universität Genf. Neben ihrem Studium arbeitete sie im Berliner Büro des bayerischen SPD-Landesvorsitzenden Florian Pronold mit. Ehrenamtlich engagiert war sie auch bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, im Förderverein des Willy Brandt Center Jerusalem sowie in der Studierendenvertretung der Universität Würzburg, wo sie studentische Frauenbeauftragte war.

Mit 14 Jahren der SPD beigetreten, kandidierte Uekermann mit 21 für den Kreistag Straubing-Bogen und wurde in den SPD-Kreisvorstand gewählt. 2009 wurde sie stellvertretende Landesvorsitzende der bayerischen Jusos, 2011 stellvertretende Bundesvorsitzende. Bei der Bundestagswahl 2013 bewarb sich Uekermann im traditionell konservativen Wahlkreis Straubing erstmals um ein Bundestagsmandat, konnte jedoch gegen den CSU-Kandidaten Alois Rainer nur 17,6 Prozent erreichen. Da sie von der Bayern-SPD auf den aussichtslosen Listenplatz 38 gesetzt wurde, kam sie auch nicht über die Liste in den Bundestag. Bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 wurde Uekermann mit dem besten Einzelergebnis der Liste und deutlichem Vorsprung zum langjährigen Fraktionsvorsitzenden Heinz Uekermann, ihrem Vater, in den Kreistag Straubing-Bogen gewählt. [1]

Auf dem Juso-Bundeskongress am 6. Dezember 2013 in Nürnberg, bei dem der bisherige Bundesvorsitzende Sascha Vogt nicht mehr zur Wahl antrat, kandidierte Uekermann für den Bundesvorsitz und setzte sich mit 207 von 296 Stimmen gegen den ehemaligen Hamburger Juso-Vorsitzenden Hauke Wagner durch.

Bei der Bundestagswahl vom 24. September 2017 trat sie wieder als Direktkandidatin der SPD im Wahlkreis Straubing an. Sie erzielte 16,8 Prozent der Erststimmen und gelangte mit Listenplatz 26 wieder nicht in den Bundestag.

Einzelnachweise

  1. Vorläufiges Ergebnis zur Kreistagswahl 2014 am 16.03.2014

Weblinks