Jakobsweg Krumau–Hauzenberg

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Aus der „Zwiebel“ soll eine Kapelle am Jakobsweg werden. (Foto: Kickingereder)

Der Jakobsweg Krumau–Hauzenberg (genau Jakobsweg von Krumau zur Partnerstadt Hauzenberg) ist ein 125 Kilometer langer Wegabschnitt, auf dem Fußreisende nach ihrer Mitte, dem Sinn des Lebens, nach dem Einssein mit der Natur und anderen inneren Erfahrungen suchen können. Klaus Kickingereder arbeitete diese Verbindung der Partnerstädte Krumau und Hauzenberg auf den Pfaden des Jakobswegs aus.

Hintergrund

Bereits in den Anfängen der europäischen Kultur begannen die Menschen zu pilgern. Die Griechen nach Delphi, die Juden zum Tempel Zion, die Römer zu den großen Augustus-Altären. Die Wurzeln der Wallfahrt, die in letzter Zeit eine große Renaissance erlebt, gehen bis ins 10. Jahrhundert zurück. Christen ziehen seit dieser Zeit zum Apostelgrab des Heiligen Jakobus nach Santiago.

Doch nicht nur durch Spanien, sondern auch durch Ostbayern führen die Wege des Jakobus: Ein neues, bedeutendes Teilstück, das vom tschechischen Krumau über den Moldaustausee auf die Höhen des Böhmerwalds, durchs oberösterreichische Mühlviertel bis Passau und weiter über die Wallfahrtsstadt Altötting bis ins Tiroler Inntal führt, wurde Ende Juli 2007 eröffnet. Südlich von Kufstein schließt die nach historischen Quellen rekonstruierte Route an den Jakobsweg Tirol an, der weiter innaufwärts in die Schweiz führt, bis der Weg über die Pyrenäen und den Norden Spaniens durchquerend Santiago erreicht, wo die Reliquien des Jakobus verehrt werden.

Wegbeschreibung

Ausgangspunkt ist Krumau. Über das Kloster Kajov (Gojau) geht es nach Lavkov und Svetlik durch unberührte Wälder und Torfgebiete zum Moldaustausee. Hier setzen die Wanderer mit der Fähre über, überwinden die Gipfel des Nordkamms und wandern nach Aigen-Schlägel im Mühlviertel. Nächste Ziele sind die Wahlfahrtskirche St. Wolfgang und in Rohrbach der Wallfahrtsort Maria Trost. Weiter über Sarleinsbach und Putzleinsdorf steigen die Wanderer bis nach Pfarrkirchen im Mühlkreis auf und werden hier mit einem Panoramablick für die Strapazen entschädigt. Die Grenze nach Bayern wird in Neustift übertreten, über Gottsdorf geht es nach Untergriesbach und Hauzenberg.

Insgesamt werden zu Fuß oder mit dem Rad 125 Kilometer bewältigt und 3.000 Höhenmeter überwunden. Zu Fuß ist die Strecke in fünf Tagen zu schaffen, mit dem Rad in etwa in zwei Tagen.

Literatur

Weblinks