Hintereben

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Die Pfarrkirche St. Maria Hilfe der Christen

Hintereben ist ein Ortsteil der Gemeinde Jandelsbrunn im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau. Bis 1978 bildete es eine selbstständige Gemeinde.

Lage

Hintereben liegt im Bayerischen Wald etwa drei Kilometer nordwestlich von Jandelsbrunn und etwa fünf Kilometer nordöstlich von Waldkirchen.

Geschichte

Der Ort war eines der sieben (eigentlich acht) künischen Dörfer, die 1472 urkundlich erstmals erwähnt sind. Diese Dörfer gehörten zur Herrschaft Rannariedl, die Bischof Friedrich Graf von Öttingen am 15. November 1487 an Georg den Reichen verkaufte. Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg wurden sie 1506 österrreichisch. Das Urbar von 1581 verzeichnet in Hintereben sechs Lehen (Anwesen).

Erst 1765 konnte Fürstbischof Leopold Ernst Graf von Firmian Landeshoheit und Grundherrschaft über die künischen Dörfer zurückerwerben. Hintereben bildete eine Obmannschaft im Amt Jandelsbrunn des Landgerichtes Jandelsbrunn im Hochstift Passau bis zur Säkularisation. 1788 bestand Hintereben aus acht Anwesen.

Die 1818 entstandene Gemeinde Hintereben ging aus der Sektion II Hintereben des Steuerdistrikts Althütten hervor. Sie gehörte zum 1806 gebildeten Landgericht Wolfstein und seit 1862 zum neu errichteten Landgericht Waldkirchen sowie zum ebenfalls 1862 geschaffenen Bezirksamt Wolfstein, aus dem 1939 der Landkreis Wolfstein wurde. Ursprünglich nur aus Hintereben und Kaltwasser bestehend, wuchs die Gemeinde im Laufe der Zeit durch mehrere neu entstandene Siedlungen. Einen weiteren Zuwachs erhielt die Gemeinde am 1. Januar 1946, als ein großer Teil der aufgelösten Gemeinde Stadl Hintereben zugeteilt wurde. 1952 umfasste die Gemeinde Hintereben zwanzig Ortschaften. Sie wurde im Zuge der Gebietsreform am 1. Januar 1978 in die Gemeinde Jandelsbrunn eingegliedert. 1987 hatte Hintereben 318 Einwohner.

Die Expositur Hintereben wurde 1899 errichtet. Im Jahr 1921 erfolgte die Erhebung zur Pfarrei Hintereben.

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche St. Maria Hilfe der Christen. Sie wurde 1899 bis 1900 erbaut. Der Hochaltar ist neugotisch, die moderne Ausstattung stammt von Wolf Hirtreiter.

Bildung und Erziehung

  • Schule Hintereben, Grundschulstandort der Grund- und Mittelschule Jandelsbrunn

Vereine

  • Frauenkreis Hintereben
  • Freiwillige Feuerwehr Hintereben
  • Verband Wohneigentum Hintereben
  • SV Hintereben. Er wurde am 2. Februar 1965 gegründet.
  • SKK Hintereben
  • Volkstanzgruppe Hintereben
  • Parteilose Wählergemeinschaft Hintereben (PWGH)

Literatur

  • Ludwig Veit: Passau. Das Hochstift. (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe I, Band XXXV). Bayerische Akademie der Wissenschaften, Kommission für Bayerische Landesgeschichte (Hrsg.), Laßleben, Kallmünz 1978, ISBN 3-7696-9896-7 (Digitalisat).

Weblinks