Herrngiersdorf

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Herrngiersdorf
Das Wappen von Herrngiersdorf


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Kelheim
Höhe: 405 m
Fläche: 25,15 km²
Einwohner: 1.171 (30. Juni 2013)
Postleitzahl: 84097
Vorwahl: 09452
Kfz-Kennzeichen: KEH
Website: www.herrngiersdorf.de
Erster Bürgermeister: Josef Barth (Freie Wähler)

Herrngiersdorf ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Kelheim und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Langquaid.

Lage

Herrngiersdorf liegt in der Hallertau am Siegersbach zwischen der Großen und Kleinen Laaber.

Schloss Herrngiersdorf

Ortsteile

Ortsteile sind Altbach, Appersdorf, Buchberg, Eck, Harpfendorf, Herrngiersdorf, Moos, Prügl, Sandsbach, Sankt Johann, Semerskirchen, Siegersdorf, Sittelsdorf, Straß, Stumpfreuth, Tiefenbach und Voggersberg.

Geschichte

Tonscherben mit Bandkeramik sowie Arbeitsgeräte aus graugrünem Schiefergestein verweisen auf die jungsteinzeitliche Besiedelung des Gemeindegebietes. Auch Urnenfelder aus der Bronzezeit wurden gefunden. In nächster Umgebung befinden sich eine Anzahl Hügelgräber. Auf einer Anhöhe liegen zwei Keltenschanzen. Vermutlich führte eine römische Heerstraße durch das Gemeindegebiet.

Giebelsdorf, das wohl vom Personennamen Gebi herrührt, wird 1135 erstmals erwähnt, es kann sich dabei aber auch um Kleingiersdorf (Gemeinde Saal a.d.Donau) handeln. Der unterscheidende Zusatz Herrn geht auf den Ortsadel zurück, der im Beleg von 1380 erkennbar ist. Über Herrn-Gießdorf (1591) und Herren Giersdorf bzw. Herren Giestorf (1796) wurde 1832 schließlich Herrngiersdorf.

Herrngiersdorf, ehemalige Hofmark, wird von dem imposanten Bau des Schlosses geprägt. Von 1654 bis 1822 waren die Freiherren von Guggemos Inhaber der Hofmark. In der Filialkirche erinnern noch Grabsteine an Mitglieder der Familie. In kirchlicher Hinsicht gehört Herrngiersdorf zur Pfarrei Sandsbach.

1978 wurde aus den früheren eigenständigen Gemeinden Herrngiersdorf, Sandsbach, Semerskirchen und Sittelsdorf die heutige Gemeinde Herrngiersdorf gebildet.

Die Filialkirche St. Martin

Gemeindewappen

Das seit 1982 geführte Wappen zeigt in Blau auf silbernem Wellenschildfuß schwimmend einen silbernen Schwan, darüber einen silbernen Zickzackbalken.

Der schwimmende Schwan nimmt in reduzierter Form das Wappen der für Herrngiersdorf bedeutsamen Familie von Guggemos auf, deren Symbol ein durch Schilf schwimmender Schwan war. Der Zickzackbalken stammt aus dem Klosterwappen von Geisenfeld und versinnbildlicht die enge Verbindung mit der bis 1978 selbstständigen Gemeinde Sandsbach, die von 1043 bis 1803 als Propstei und Hofmark dem Kloster Geisenfeld unterstand.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Josef Barth (Freie Wähler). Er wurde 2014 als alleiniger Kandidat mit 91,9 Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt.

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Herrngiersdorf besteht aus 12 Mitgliedern (+ 1. Bürgermeister) und hat aufgrund der Kommunalwahl 2014 folgende Zusammensetzung:

  • Freie Wähler: 4 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 3)
  • Regionale Bürgerliste: 4 Sitze (2008: 3)
  • Wählergemeinschaft: 4 Sitze (2008: 6)

Sehenswürdigkeiten

  • Schloss Herrngiersdorf. Es wurde ursprünglich als Wasserschloss angelegt und im Jahr 1709 anstelle des alten Schlosses von Albrecht von Guggenmos neu erbaut. Seit 1899 ist es im Besitz der Familie Pausinger.
  • Filialkirche St. Martin. Das spätromanische Bauwerk stammt aus dem 13. Jahrhundert und hat einen spätgotischen Chor. Martin Bader schuf bei der Barockisierung 1740 die Stuckierung. Vor dem Hauptaltar ruht in einer Gruft der Diener Gottes Bernhard Lehner aus Herrngiersdorf, der im Ruf der Heiligkeit starb.

Bildung und Erziehung

  • Kindergarten Herrngiersdorf

Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr Herrngiersdorf
  • Gartenbauverein Herrngiersdorf
  • TSV Herrngiersdorf

Persönlichkeiten

  • Bernhard Lehner (1930-1944). Der Seligsprechungsprozess wurde im Jahr 1951 eingeleitet. Im September 1952 erfolgte die Umbettung vom Familiengrab in eine Gruft vor dem Hauptaltar der Kirche.

Literatur

  • Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein: Lexikon der bayerischen Ortsnamen, Verlag C. H. Beck, München 2006, ISBN 3 406 55206 4

Weblinks


Städte und Gemeinden im Landkreis Kelheim
Wappen Landkreis Kelheim.png

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