Herbert W. Wurster

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Herbert Wurster. (Foto: Bistumsarchiv Passau)

Dr. Herbert W. Wurster (* 12. April 1950 in Plattling) ist Direktor des Archivs des Bistums Passau sowie 2. Vorsitzender des Vereins für Ostbairische Heimatforschung. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

Leben und Wirken

Jugend, Studium und Ausbildung

Herbert Wilhelm Wurster besuchte von 1961 bis 1970 das Comenius-Gymnasium Deggendorf und war anschließend als Zeitsoldat für zwei Jahre bei den Gebirgsjägern der Bundeswehr. Es folgten Wehrübungen bis ins Jahr 1991; Wurster ist heute Major der Reserve.

Von 1972 bis 1974 studiert er Geschichte und Englisch an der Universität Regensburg, zunächst auf Lehramt. Nach einem Studienjahr an der Universität Canterbury in England kehrt er zurück nach Regensburg, absolviert ein Archiv-Referendariat in Kirchendiensten und beendet sein Studium 1978. Von 1978 bis 1980 wird er am Institut für Archivwissenschaft-Archivschule Marburg ausgebildet und 1980 an der Universität Regensburg mit einer Arbeit über „Die Regensburger Geschichtsschreibung im 17. Jahrhundert“ zum Dr.phil. promoviert.

Berufliches und ehrenamtliches Wirken

Wurster ist ab 1980 als Archivar der Diözese Passau tätig und seit 1993 der Direktor des Archivs des Bistums Passau. Er hatte in den Jahren 1983 bis 1987 einen Lehrauftrag in Historischen Hilfswissenschaften an der Universität Passau und 1989 bis 1999 einen Lehrauftrag in Archivkunde an der Bayerischen Beamtenfachhochschule München.

Von 2000 bis 2004 ist er Mitglied des „Steering Committee“ der „Sektion der Archive der Kirchen und Religionsgemeinschaften“ im Internationalen Archivrat. Wurster ist sowohl Vorsitzender der Provinzkonferenz der Bistumsarchivare der Kirchenprovinz München und Freising (seit 2002) als auch Präsident der „Sektion der Archive der Kirchen und Religionsgemeinschaften“ (seit 2004). Seit 2006 ist er Vorsitzender der Bundeskonferenz der Archive der Katholischen Kirche in Deutschland.

Dr. Wurster ist Mitglied im Kunstverein Passau, im Förderverein Oberhausmuseum Passau und im Kultur- und Geschichtsverein Vilshofen. Er ist 1. Vorsitzender der der Freunde der Nibelungenstadt Passau, 2. Vorsitzender des Vereins für Ostbairische Heimatforschung sowie Redakteur für die „Blätter des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde“ und Kirchenpfleger der Pfarrei Sandbach. Er ist darüber hinaus am Institut für die Erschließung und Erforschung kirchlicher Quellen in St. Pölten (Niederösterreich) tätig.

Von Franz Mader wurde ihm 2006 der Oswald-Ring des Vereins für Ostbairische Heimatforschung testamentarisch vermacht. Am 15. Februar 2012 erhielt er für seine Pionierleistung bei der Digitalisierung jahrhundertealter Kirchenbücher aus den Händen des Bayerischen Wissenschaftsministers Dr. Wolfgang Heubisch das Bundesverdienstkreuz am Bande.[1] Wurster war auch an der 2014 erschienenen Denkmaltopographie Passau beteiligt.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Artikel auf wochenblatt.de: „Bundesverdienstkreuz für Bistumsarchiv-Direktor“

Literatur