Helmut Brunner

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Helmut Brunner. (Foto: Schlamminger)

Helmut Brunner (* 14. September 1954 in Kötzting) ist ein bayerischer Politiker (CSU) sowie seit 2008 Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Leben und Wirken

Brunner besuchte ab 1960 die Volksschule, woran sich bis 1971 eine Lehrzeit im Ausbildungsberuf Landwirt anschloss. 1972 bis 1974 folgte der Besuch von Fachschule und Landvolkshochschule. Er schloss seine Ausbildung 1976 als Landwirtschaftsmeister ab, ist Mitglied im Bauernverband und bei der Waldbauernvereinigung. 1977 trat er in die Junge Union und in die CSU ein und 1978 wurde er zum Gemeinderat gewählt. Seit seinem 17. Lebensjahr – damals starb der Vater – führt Brunner den familieneigenen Hof in der Gemeinde Zachenberg im Landkreis Regen, den er 1981 übernahm.

Seit 1977 ist Brunner Mitglied der CSU. Von 1978 bis 2008 war er Gemeinderat in Zachenberg, seit 1978 ist er Kreisrat im Landkreis Regen. Im Jahr 1989 wurde er Kreisvorsitzender der CSU im Landkreis Regen. Seit 1994 ist Helmut Brunner Mitglied des Bayerischen Landtags. Hier war er von 2003 bis 2008 Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und Forsten. Seit 30. Oktober 2008 ist er Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Als Politiker ist Brunner besonders für seine Geradlinigkeit bekannt: Als er im Landtag aus tiefer Überzeugung gegen die Nationalpark-Erweiterung gestimmt hatte, musste er zum Vier-Augen-Gespräch bei Ministerpräsident Stoiber antreten, weil er damit die offizielle Regierungslinie verlassen hatte.

Nach dem Freitod des damaligen Regener Landrats Heinz Wölfl wurde Brunner 2011 auch dessen Nachfolge angeboten, die er jedoch ausschlug.

Am 9. Juni 2012 wurde der in Zachenberg im Landkreis Regen lebende Brunner außerdem zum Präsidenten des Bayerischen Wald-Vereins gewählt.

Einen persönlichen politischen Einbruch erlebte Brunner 2013 im Zuge der sogenannten Verwandtenaffäre. Jahrelang hatte er auf Grundlage einer Altregelung Nichte, Schwester und Frau auf Kosten des Landtags beschäftigt. Brunner zahlte jedoch 13.500 Euro wieder an die Staatskasse zurück.

Nach fast 26 Jahren an der Spitze des CSU-Kreisverbandes Regen kandidierte er bei den turnusmäßigen Wahlen am 15. Mai 2015 nicht mehr, und der Viechtacher Dr. Stefan Ebner übernahm den Vorsitz.

Auszeichnungen

Literatur

Weblinks


Landtagsabgeordnete aus Niederbayern und Altötting

Aiwanger, Brunner, Gibis, Heckner, Huber, Knoblauch, Müller, Muthmann, Neumeyer, Radlmeier, Ritt, Roos, Sem, Sibler, Steinberger, Taubeneder, Waschler, Werner-Muggendorfer, Widmann, Zellmeier