Heimatmuseum Simbach am Inn

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Das Heimatmuseum in Simbach am Inn.
Das einstige Biedermeier-Zimmer vor der Umwandlung zur „Nerud-Stube“.

Das Heimatmuseum Simbach am Inn ist ein 1912 gegründetes Museum in Simbach am Inn.

Geschichte

Das heutige Heimatmuseum wurde 1912 als Bezirksmuseum in den Turmräumen des Rathauses eingerichtet. Heute befindet sich das Museum in einem anderen Gebäude im Zentrum der Stadt Simbach am Inn gegenüber dem Rathaus. Die neue Herberge des Museums ist das ehemalige Rent- und Finanzamt der Stadt. Dieses Gebäude wurde 1825/35 errichtet und ist in die Denkmalliste eingetragen.

Im Mai 1987 konnte das Museum nach seinem Umzug wieder eröffnet werden. Seitdem ist Franziska Rettenbacher Leiterin des Museums.

Ausstellung

Seit 1987 wird im Altbestand die Sammlung der Stadt Simbach am Inn ausgestellt. Im Mitteltrakt befindet sich ein Archiv- und Sammlungsraum. Im Erdgeschoss ist Platz für Sonderausstellungen und Vorträge. Außerdem wird im Erdgeschoss die Stadtgeschichte erzählt. Das Museum behandelt unter anderem Themen wie Fischerei, Schifffahrt und Wasserbau, sowie das Verkehrs- und Bahnwesen in Simbach. Im Obergeschoss werden vergangene Zeiten behandelt. Das Museum stellt das ländlich-bürgerliche Leben und das Kunstschaffen in Simbach dar.

Eine Besonderheit des Simbacher Heimatmuseums ist, dass es sich nicht nur mit der Gründungsgeschichte der Stadt befasst, sondern die Geschichtsdarstellung von Stadt und Region bis in die heutige Zeit fortführt. Es bezieht dabei auch Themen der Wirtschaftsentwicklung und Industrialisierung mit ein.

Jedes Jahr finden drei bis vier Sonderausstellungen statt. Zudem bietet das Museum Lehrerfortbildungen und Begleitprogramme an.

Im Mai 2015 wurde dem Maler Karl Nerud eine ganze Galerie im 1. Obergeschoss gewidmet. Die notwendigen Umbaumaßnahmen und Einrichtungsgegenstände kosten 50.000 Euro. Im Zuge dessen wurde auch das sogenannte Biedermeier-Zimmer durch eine „Nerud-Stube“ ersetzt, einen Inforaum mit Lichtbildvorführungen, einem Bild des Monats, der Vita des Künstlers sowie Details über Neruds Lebenswerk.

Literatur