Heiligkreuz-Kirche (Passau)

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Die Heiligkreuz-Kirche von der Jesuitengasse aus.
Der Innenraum.

Die Heiligkreuz-Kirche (auch (Kloster-)Kirche zum heiligen Kreuz oder Kirche St. Pantaleon) ist eine katholische Kirche in der Jesuitengasse in Passau. Sie ist die Klosterkirche von Kloster Niedernburg. Mitte des 11. Jahrhunderts wurde hier die selige Gisela bestattet. Ihr Grab ist seither das Ziel vieler Pilger, vor allem aus Ungarn.

Architektur

Die doppeltürmige Fassade ist neuromanisch erhöht. Im Inneren blieben die Pfeiler und die westliche Vorhalle fast unverändert romanisch erhalten. Die Wölbungen des siebenjochigen Langhauses gehören der Barockzeit an. Der romanische Baldachinaltar im Chor stammt aus dem 13. Jahrhundert, das Hochaltarkreuz entstand 1508. Die sitzende Steinfigur der hl. Hedwig von 1420 ist ein Werk des „weichen Stils“. Bedeutend sind auch eine spätgotische Madonna mit Kind um 1490 und eine Sitzfigur des hl. Ägidius um 1480. Vom linken Seitenschiff wurde 1410 die spätgotische Erasmuskapelle mit spätgotischem Taufstein, Wandfresko und Pietà-Gruppe von 1420 abgetrennt. An den Langhauspfeilern sind gotische und barocke Figuren zu sehen.

Im südlichen Querhaus in der um 1350 abgetrennten Parz-Kapelle befinden sich die im 15. Jahrhundert entstandenen Monumente der seligen Gisela († um 1060) und der Äbtissin Heiklia († 1020), die von dem Passauer Jörg Gartner geschaffene Grabplatte für Bürgermeister Jakob Endl († 1516) sowie Grabdenkmäler des 14. bis 17. Jahrhunderts. An die Kirche schließt sich ein spätgotischer Kreuzgang an.

Geschichte

Die Heiligkreuz-Kirche ist eine romanische Pfeilerbasilika aus dem 12. Jahrhundert. Die Vorhalle der Kirche geht bis auf die erste Hauptbauzeit um 1010 zurück. Im späten Mittelalter kamen Umbauten dazu.

Der Stadtbrand von 1662 und der Stadtbrand von 1680 hinterließen sowohl am eigentlichen Kloster als auch an der Klosterkirche einige Schäden. Der Bau wurde daraufhin fast vollständig neu errichtet und 1687 abgeschlossen.

Von 1860 bis 1865 wurde das Langhaus im neuromanischen Stil restauriert. Die Turmobergeschosse wurden 1863 erneuert.

Weitere Bilder

Literatur

  • Marianne Mehling (Hg.): Knaurs Kulturführer in Farbe. Niederbayern und Oberpfalz, Droemer Knaur, München 1995, ISBN 3-426-26647-4
  • Alexander von Reitzenstein, Herbert Brunner: Reclams Kunstführer Deutschland Band 1. Bayern. Baudenkmäler, Philipp Reclam jun. Stuttgart, Universal-Bibliothek Nr. 8055-72, 8. Auflage 1974, ISBN 3-15-008055-X